Seit Oktober 2003 arbeiten zwei Frauengeführte Mobile Teams in der Region Germian. Sie decken dabei ein Gebiet ab, das von Khanaqin und Jalaula im Süden bis nach Kirkuk im Norden reicht und sowohl Teile des seit 1991 unter Selbstverwaltung stehenden Irakisch-Kurdistans umfasst als auch Gebiete, die vergangenes Jahr von der Herrschaft Saddam Husseins befreit wurden.

In den kurdischen Gebieten leiden die Menschen bis heute unter den Folgen der sogenannten „Anfal-Kampagne“, der 1988 Hunderttausende zum Opfer fielen. Noch immer ist die Region weitflächig vermint. In den neubefreiten Gebieten leben Kurden, Araber und Turkmenen Seite an Seite. Die Teams setzten sich gezielt für eine Koexistenz der verschiedenen nationalen Gruppen ein.

Das Projekt wird in Kooperation mit unserer Partnerorganisation „Rewan“ durchgeführt, die in der Region eine Zweigstelle unterhält und in Irakisch-Kurdistan eine Frauenzeitung herausgibt und sich für die Stärkung von Frauenrechten einsetzt. Seit Beginn ihrer Aktivitäten haben die Teams über 12000 Frauen in 90 verschiedenen Dörfern geholfen:

  • 2975 profitierten von verschiedenen Aufklärungs- und Trainingskursen.
  • 2829 Frauen erhielten medizinische Behandlung.
  • 2896 wurden mit Kleidung und Hygieneartikeln versorgt.
  • 1071 Kinder wurden medizinisch behandelt.
  • 2100 Kinder erhielten Kleidung und Spielsachen.
  • 270 Familien wurden mit Decken für den Winter versorgt.

Die tschechische Photographin Iva Zimova hat die zwei Teams einen Tag lang bei ihrer Arbeit begleitet.