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<title>Die Flucht in sichere Gefilde schaffen die meisten nicht</title>
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      <div align="center">
        <p><img src="../../img/blind.gif" width="130" height="8"><br>
          <a href="../../index.htm"><img src="../../img/logo-blau_32x100.gif" onFocus="if(this.blur)this.blur()" width="100" height="32" border="0"></a></p>
        <p>&nbsp;</p>
        <p><a href="#" onClick="history.back()"><img src="../../img/textback.gif" width="38" height="25" border="0" alt="zur&uuml;ck"></a></p>
      </div>
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  <tr> 
    <td bgcolor="#FFFFFF"> 
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      <div class="text"> 
        <p>&nbsp;</p>
        <p><br>
          25.03.2003 | Frankfurter Rundschau</p>
        <h2>Die Flucht in sichere Gefilde schaffen die meisten nicht</h2>
            
        <h4>Hilfsorganisationen werfen Saddam Hussein vor, die Iraker mit Gewalt 
          im Kriegsgebiet festzuhalten</h4>
        <p><b>Die Zeit dr&auml;ngt. Schon jetzt sollen nach Angaben der UN allein 
          in den Kurdengebieten Nordiraks 500 000 Menschen auf der Flucht sein 
          und mit jedem Tag, an dem sich die K&auml;mpfe ausweiten, w&auml;chst 
          die Angst der Hilfsorganisationen vor weiteren Fluchtbewegungen. Aus 
          Zentralirak, dem Machtbereich Saddam Husseins, gibt es nur sp&auml;rliche 
          Informationen. Die aber sind um so beunruhigender.</b></p>
        <p>Von Ursula R&uuml;ssmann (Frankfurt a. M.)</p>
        <p></p>
        <p> <br>
          Die US-Mennschenrechtsorganisation Human Rights Watch etwa hat in Nordirak 
          einige von mehreren tausend Menschen befragt, die aus den von Bagdad 
          kontrollierten &Ouml;lst&auml;dten Mosul und Kirkuk geflohen sind. Die 
          Fl&uuml;chtlinge berichteten von Verhaftungswellen, die auf M&auml;nner 
          zwischen 15 und 45 Jahren zielten. Auch Amnesty International (AI) hat 
          Informationen &uuml;ber solche Razzien. Offenbar, so Ruth J&uuml;ttner 
          von AI Deutschland, versuche Bagdad so Aufst&auml;nde zu verhindern, 
          wie es sie nach dem Irak-Krieg 1991 gegeben habe. Laut J&uuml;ttner 
          wurden in Schiiten-Wohnvierteln Bagdads, etwa in Saddam City, schon 
          lange vor den ersten US-Angriffen loyale Kr&auml;fte einquartiert, die 
          die Bewohner in Schach halten sollen.</p>
        <p>Irak-Experte Thomas Uwer von der Menschenrechtsorganisation Wadi e.V. 
          berichtet, irakische Truppen h&auml;tten inzwischen die Demarkationslinie 
          zwischen Zentralirak und dem kurdisch kontrollierten Norden abgeriegelt: 
          &quot;Mit Gewalt wird die Bev&ouml;lkerung gehindert, in sichere Regionen 
          zu fliehen&quot;, so Uwer mit Verweis auf Informationen, die &ouml;rtliche 
          Mitarbeiter von Wadi in der kurdischen Stadt Suleimanijah erhalten h&auml;tten.</p>
        <p>Was aber ist eine sichere Region? Das &auml;ndert sich von Tag zu Tag. 
          So flohen auch aus Suleimanijah schon in den vergangenen Tagen Tausende 
          aus Angst vor irakischen Giftgasattacken, viele von ihnen in Richtung 
          Iran. Dort aber, im Grenzgebiet, fliegen die USA inzwischen Angriffe 
          auf die Ansar el Islam, eine Islamistengruppe, der Washington Al-Qaeda-Kontakte 
          vorwirft. Nach Angaben von Caritas International vom Montag hat das 
          j&uuml;ngste heftige US-Bombardement auf Mosul Bewohner mehrerer umliegender 
          D&ouml;rfer in die Flucht getrieben. Das gleiche d&uuml;rfte f&uuml;r 
          Kirkuk gelten.</p>
        <p>Wohin aber fliehen die Menschen? Viele, hei&szlig;t es, kampieren provisorisch 
          in den Bergen, andere kamen bei Verwandten unter, teils auch in Iran. 
          Die t&uuml;rkische Grenze ist dagegen dicht; Vertreter von Hilfsorganisationen 
          klagen dar&uuml;ber, dass sie nicht einmal Hilfsg&uuml;ter nach Nordirak 
          hinein bringen d&uuml;rften. Human Rights Watch sieht die kurdischen 
          Autonomiebeh&ouml;rden in Nordirak deshalb schon jetzt &uuml;berfordert 
          und allein gelassen. Es fehle an Unterk&uuml;nften, Nahrung, sanit&auml;ren 
          und medizinischen Einrichtungen. Schwillt die Zahl der Fl&uuml;chtlinge 
          aus Zentralirak wieder an - und damit ist zu rechnen, wenn etwa die 
          Schlacht um Bagdad entbrennt - &quot;ist die humanit&auml;re Katastrophe 
          sicher&quot;, warnen die US-Menschenrechtler.</p>
        <p><i>Copyright &copy; Frankfurter Rundschau 2003</i></p>
      </div>
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        <div class="foot">
		<hr size="1">
		WADI e.V. | tel.: (+49) 069-57002440 
          | fax (+49) 069-57002444 <br>
          <a href="http://www.wadinet.de">http://www.wadinet.de</a> 
          | e-mail: <a href="mailto:info@wadinet.de">info@wadinet.de</a></div>
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