Bekannte Töne

17. Juli 2012, von Arvid Vormann

Im Rahmen der ‚Beschneidungsdebatte‘ kommen inzwischen einige sattsam bekannte Argumentationsmuster aus der kulturrelativistischen Szene zu neuen Ehren. Man vergleiche mal:

Wenn ein Junge in einem Umfeld aufwächst, wo die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß ist, dass er später beschnitten sein möchte, zum Beispiel in einer jüdischen oder muslimischen Mehrheitsgesellschaft, dann würde man durch ein Verbot der Beschneidung im Säuglingsalter in Kauf nehmen, dass der junge Mann später womöglich tatsächlich traumatische Erlebnisse und körperliche Schwierigkeiten erfährt, die ihm hätten erspart bleiben können.
(Ivo Bozic)

Erwähnt werden muss aber noch, dass einige Forscherinnen davon ausgehen, dass negative psychische Folgen eher gering sein müssten, da ja die Eingriffe in den Gesellschaften, in denen sie stattfinden, normativ seien.
(Die (ehem.) Mitarbeiterinnen von Christina von Braun (‚Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen‚), Asefaw und Hrzan, über weibl. Genitalverstümmelung)

Da wird sozialer Druck als Begründung für die Sinnhaftigkeit blutiger Rituale herangezogen, und da werden die negativen Auswirkungen dieser Rituale angesichts ihrer Normativität im Kollektiv verharmlost. Das geht bis zur im- oder explizit geäußerten These, dass den Frauen, resp. Männern, ihre Leiden und Traumata in Folge ihrer Beschneidungen/Verstümmelungen lediglich eingeredet würden, und zwar von Kulturfremden oder Eurozentristen, die es eben nicht vermöchten, sich in das wahre Wesen des Rituals einzufühlen.

2 Antworten zu “Bekannte Töne”

  1. Nahostler sagt:

    „ohne sog. „Juden“ hätte es ja auch keinen Hitler gegeben“

    Du bist so ein unfassbar dummes Arschloch. :D Und DU redest hier von „kotz-dummen Untermenschen“…

    Alter, aus welchem Zoo bist du entlaufen, ganz ehrlich?

  2. egal sagt:

    zirkuma

    du bist einfach nur ein antisemitisches Arschloch.

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