Streik in Damaskus

11. Juni 2012, von aus dem Netz

Compared to the violence elsewhere in Syria, the three days of civil disobedience recently in Damascus were a small matter. But the merchant’s strike and related peaceful protests shook the Syrian capital all the same.

It was the first protest in the commercial heart of the city – where the dictator Bashar Al Assad and senior members of his regime are based – since the protests began nearly 15 months ago.

Quelle

14 Antworten zu “Streik in Damaskus”

  1. Antifo sagt:

    Der britische Journalist Peter Hitchens schreibt, dass er von einer Gruppe in Syrien lebenden westlichen Frauen kontaktiert wurde. Die Frauen sagen, dass das meiste, was der Welt derzeit über das Land erzählt wird, schlicht falsch ist (siehe “The truth seeps out of Syria”):

    http://www.dailymail.co.uk/debate/article-2156929/PETER-HITCHENS-Pop-goes-Monarchy-The-Queen-listened-Paul-McCartney–I-heard-end-Royal-Family.html

    Bezüglich dieser “Streiks” las ich kürzlich, dass die Händler von den Terroristen dazu gezwungen werden.

  2. Neda sagt:

    Klar Mann!. Al Qaida ist überall. Und in Damaskus so stark, dass sie den ganzen Bazar in den Streik zwingen können.
    Wer nicht streikt, dem wird die Hand abgehackt. Sure 14, Vers 3

    Und dank Ihnen, der Prawda, der FAZ und Irna wissen wir ja, dass alle Nachrichten aus Syrien, die nicht sagen, dass jeder der gegen Assad ist mindestens ein Jihadist ist, Propaganda des bösen Westens sind.

  3. Antifo sagt:

    @Neda
    Niemand käme auf die Idee die Substanz der Nachrichten anzuzweifeln, wenn sich nicht die komplette Berichterstattung auf “Aktivisten” und diese ominöse “Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London” stützen würde.

    Jeder Journalist weiß, dass man allen Nachrichten gegenüber kritisch gegenüber stehen muß, bevor man sie selbst rausgibt. Das wird im Falle Syriens nicht gemacht, obwohl bzw. weil einige schon seit etlichen Monaten einen Krieg herbeisehnen.

    Es ist doch wirklich ein Armutszeugnis, wenn Oliver M. Piecha den aus Damaskus berichtenden Rainer Hermann hier wie einen Deppen behandelt:

    http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/1715/

    Dieser Bericht in der FAZ ist mindestens so glaubwürdig, wie das was von Al-Jazeera ventiliert wird.

    Es merkt wirklich ein jeder, und zwar ungeachtet des politischen Lagers, dass die Mainstream-Berichterstattung zu Syrien alles andere als seriös ist. Hin und wieder wird auch darüber geschrieben, aber die Berichterstattung bleibt so tendenziös und einseitig, daß man es nur noch als Kriegstreiberei bezeichnen kann.

    Warum befaßt sich Oliver M. Piecha nicht mal mit den Gegenstimmen? Mit der hier z.B.:

    http://www.nytimes.com/2012/06/12/opinion/let-russia-show-the-way-on-syria.html

    Kann Oliver M. Piecha das nicht? Will er das nicht? Findet er keine Argumente dagegen?

  4. Antifo sagt:

    Fühlt sich Oliver M. Piecha mit solchen Verbündeten wohl?

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article106496448/Deutsche-Salafisten-rufen-zum-Dschihad-in-Syrien-auf.html

  5. Oliver M. Piecha sagt:

    Hätte ich gewußt, dass ich solche Verbündeten habe! Oh jeh! Ich sehe jetzt Jahrzehnte des Fingernägel-Ausreißens und Mordens durch das syrische Baath-Regime natürlich in ganz anderem Licht.

  6. Nahostler sagt:

    Ach Antifo… mach dir doch nicht diese bescheuerte Logik zu Eigen. Dann bist du wie die Vögel, die einem vorwerfen mit Hamas und Hisbollah zu klüngeln, nur weil man auf die rassistische Pogromstimmung im Tel Aviver Hatikva-Bezirk hinweist.

    Sieh mal ein dass dein Assad scheiße ist und sich schnellstmöglich in ein Abflussrohr verkriechen sollte. Und nein, um das zu sagen muss man kein Freund von Teilen der Opposition sein.
    Denn genau so wie irgendwelche Dschihadis gegen Assad sind, sind es auch Kommunisten, Säkulare, Liberale und ganz normale Muslime, die keinen Bock auf den Drecksfolterstaat haben.

  7. Antifo sagt:

    @Nahostler
    Es gibt in Syrien viele, die gegen Assad sind. Die große Mehrheit dieser Leute sieht aber nicht ein, daß sie sich deswegen das Land in Schutt und Asche bomben lassen sollen — weder von der NATO noch von irgendwelchen Terroristen. Und schon gar nicht mit einem Massaker als Vorwand, das von eben diesen Terroristen begangen wurde.

    Auch in Deutschland glaubt letztlich niemand, dass “Assads Schergen” Frauen und Kinder aus nächster Nähe umgebracht haben.

    Hula – ein provoziertes Massaker?
    http://www.freitag.de/community/blogs/hans-springstein/hula—ein-provoziertes-massaker

    Entscheidend ist, dass es nicht Deine, meine oder die Sache von Oliver M. Piecha ist, wer in Syrien Präsident ist. Einzig die Syrer können das entscheiden. Das ist die Position, die Russland vertritt und ich wüßte nicht, was daran falsch sein könnte.

  8. Antifo sagt:

    Syrien: Die Lüge von al-Hula
    http://ef-magazin.de/2012/06/11/3558-syrien-die-luege-von-al-hula

  9. Nahostler sagt:

    eigentümlich frei…..

  10. Neda sagt:

    @ Antofo “Auch in Deutschland glaubt letztlich niemand, dass “Assads Schergen” Frauen und Kinder aus nächster Nähe umgebracht haben. ”

    Was in Deutschland “niemand glaubt” bestätigt nur die UN. Aber die lesen wahrscheinlich auch nur die falschen berichte und nicht Ihr Blog:
    Die UNO setzte Syrien erstmals auf eine Liste mit Staaten, in denen Kinder in bewaffneten Konflikten getötet, sexuell angegriffen und rekrutiert werden. Ebenfalls neu auf der «Liste der Schande» sind Jemen und der Sudan, teilte die UNO-Sondergesandte für Kinder und bewaffnete Konflikte, Radhika Coomaraswamy, in New York mit.

    Sowohl reguläre syrische Truppen als auch die mit ihnen verbündete Schabiha-Miliz hätten sich solche Übergriffe zuschulden kommen lassen, hiess es in dem UNO-Bericht. Selbst neunjährige Kinder seien unter den Opfern, seien getötet, verstümmelt, willkürlich verhaftet, gefoltert, sexuell misshandelt und als menschliche Schutzschilde missbraucht worden.
    http://www.20min.ch/ausland/dossier/tunesien/story/Folgt-naechstes-Massaker-in-Heffa–28389881

  11. Antifo sagt:

    @Neda
    Die UN hat bzgl. Hula nur bestätigt, dass Frauen und Kinder aus nächster Nähe umgebracht wurden und dass nicht geklärt ist, wer dafür verantwortlich ist.

    Deswegen wundert es mich auch nicht, dass jetzt solche Geschichten aus dem Hut gezaubert werden. Als im März 2012 über Kindersoldaten bei den FSA-Freischärlern berichtet wurde, ließ Radhika Coomaraswamy (UN-Beauftragte für Kinder in bewaffneten Konflikten) mitteilen, dass es nicht möglich sei, solche Informationen zu verifizieren …

    Hier gibt es Bilder, die offenbar von einem ehemaligen amerikanischen Offizier gemacht wurden, der bei den Aufständischen als embedded-Reporter eingesetzt ist:

    http://www.star-telegram.com/2012/06/05/4010399/the-battle-for-the-syrian-town.html

    Wenn sich der 15-jährige Junge mit den Molotowcocktails (Bild Nr. 8) eine Kugel einfängt, dann heißt es, die syrische Armee würde auf Kinder schießen …

    Aber machen wir uns nichts vor: Wo Bürgerkriege toben, da geschehen immer auch entsetzliche Verbrechen; die Aufrührer und ihre ausländischen Verbündeten setzen natürlich alles daran, die syrische Armee als eine Verbrecherorganisation darzustellen.

    Wenn sich Syrien den konzertierten Angriffen nicht gewachsen zeigt, dann werden die Sieger ihre Toten wie in Libyen zu Helden der Revolution erklären und lebenslange Renten für ihre Invaliden einfordern.

    Nachdem in Syrien Wehrpflichtige gegen qatarische Söldner kämpfen, werden sich derartige Ansprüche nur mit massivem Terror durchsetzen lassen. Es ist sicherlich kein Fehler, wenn man dieses unreflektiert einseitige Hervorkramen und Aufblasen derartiger Schauergeschichten als Vorwegnahme dieses Terrors begreift.

  12. arprin sagt:

    @antifo
    http://syrianrevolutiondigest.blogspot.de/2012/06/battle-for-syria-truth.html

    We have lists of names of victims, we have eyewitnesses, we have videos and we have satellite photography showing pro-Assad checkpoints all over the place. But more importantly, had these claims been true wouldn’t Syrian media have pointed this out from day one? Wouldn’t
    Assad have bothered say so during his speech in which he described the people who perpetrated this as monsters? Would local Alawites have allowed Sunni rebels to bury their dead for them? Wouldn’t Assad have declared national mourning for the dead?

    Assad and his supporters have been working since the beginning of the revolution to provoke exactly this kind of response from Sunni rebels in order to use it to bolster their claims of terrorist infiltrators, armed gangs and external conspiracies, and so they can justify even more violent crackdown, wider-scale ethnic cleansing and larger massacres. Had there been a single Alawite victim among the dead in Houla, they would have jumped on it like the ravenous wolves they are. They wouldn’t have waited for an overambitious German journalist, a novice trying to make a name or a has-been trying to revive it, quoting unnamed sources to tell them what happened.

  13. Antifo sagt:

    @arprin
    Auch wenn das alles stimmt, ändert das nichts daran, dass Syrien über Generationen hinweg gespalten sein wird, wenn es nicht bald zu einem politischen Ausgleich kommt, wie Russland und China das befürworten.

    Die von Saudi-Arabien und Qatar finanzierten Sieger werden auch noch dem letzten Bombenleger und Meuchelmörder ein Denkmal errichten. Wer sich weigert sein Haupt vor diesen Denkmälern zu beugen, dem droht dann eine Anklage wegen Verrats an der Revolution.

  14. Thomas von der Osten-Sacken sagt:

    Assad’s Houla Propaganda http://www.meforum.org/3261/assad-houla-propaganda

    Und selbst Joshua Landis hat all sein, bislang doch geäußertes Verständnis für dieses Regime verloren … und das soll in der Tat etwas heißen: http://www.joshualandis.com/blog/?p=14878&utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Syriacomment+%28Syria+Comment%29

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