Ein paar Anmerkungen zu Ali Fathollah-Nejad’s publizistischer Kampagne

07. Juni 2008, von Thomas von der Osten-Sacken

Wenn man sich mit den Despoten, Diktatoren und Autokraten, die den Nahen Osten regieren und zerstören, anlegt, sollte man auf entsprechende Reaktionen gefasst sein. Ist man Oppositioneller im jeweiligen Land, so droht einem in der Regel Folter, Mord oder bestenfalls eine lange Haftstrafe. Bekanntermaßen sind die Gefängnisse des Iran, Syriens und anderer Länder voll mit Menschen, die irgend etwas getan oder gesagt haben, das von diesen Regimes als oppositionell eingestuft wurde. Oft reicht ein Witz, eine unachtsame Bemerkung und die Konsequenzen sind verheerend. Im Irak unter Saddam Hussein etwa wurde einem dafür die Zunge öffentlich abgeschnitten, im Iran droht für moralische Vergehen die öffentliche Steinigung – und diese Liste ließe sich endlos fortführen.

Trotzdem gibt es täglich unzählige Menschen in all diesen Ländern, die ihr Leben riskieren, um Widerstand gegen Unterdrückung, Tugendterror, Folterregimes und Repressionen aller Art zu leisten. Und Zehntausende sind deshalb in den vergangenen Jahrzehnten verschleppt, ermordet, gefoltert, gedemütigt und sexuell missbraucht worden. Andere mussten und müssen leiden oder sterben, weil sie zur „falschen“ ethnischen oder religiösen Gruppe gehören, homosexuell sind oder einfach nur ein Leben jenseits der herrschenden Sexual- und Familienmoral leben wollen, die ihnen von Klerikern oder „traditionellen Führen“ aufoktroyiert wird.

Aber auch im Ausland waren und sind Oppositionelle nicht vor dem Arm etwa des iranischen Regimes sicher, erinnert sei hier nur an das Mykonos Attentat.

Wie gut geht es da dem Kritiker, der mit einer europäischen Staatsbürgerschaft versehen, außerhalb des Zugriffs dieser Regime lebt. Da ihm mit unmittelbarer Gewalt nicht so leicht der Mund zu schließen ist, gilt es auf anderem Wege vorzugehen.

Die Reaktionen in der iranischen Presse auf zwei Konferenzen in Berlin und Wien zeigten, dass das Mullah-Regime diese mit Unbehagen verfolgte. Gegen Referenten der Green Party Iran wurde eine Art Fatwa erlassen, der Rest der Anwesenden in der üblichen Weise der staatsnahen Presse verunglimpft.

Solcherart Statements reichen für ein westliches Lesepublikum natürlich nicht aus. Diesem müssen die gleichen Inhalte in intelligenterer Form ausgebreitet werden. Den entsprechenden Job übernahm offenbar ein Politologe namens Ali Fathollah-Nejad, der seit nunmehr einem Monat in unterschiedlichsten Publikationsorganen in deutscher und englischer Sprache versucht, die Inhalte dieser Konferenz verzerrend wiederzugeben, den Teilnehmern eine organisatorische und inhaltliche Nähe sowohl zu den amerikanischen Neokonservativen wie der „Israel-Lobby“ nachzuweisen und ihnen am Ende was wohl, ja: „Kriegshetzerei“ zu unterstellen.

Besagter Herr Fathollah-Nejad firmierte noch bis vor kurzem als deutscher Ansprechpartner der Organisation CASMII, die seit langem in begründetem Verdacht steht, eng mit dem iranischen Mullahregime verbandelt zu sein und als dessen Sprachrohr in Europa und den USA aufzutreten.

Dies ist nicht per se skandalös und das iranische Regime kann, wie andere Staaten auch, sich seine Vorfeldorganisationen unterhalten, die für es Propaganda machen.
Unangenehm wird dies nur, weil Herr Fathollah-Nejad in seinen Artikeln so tut, als referiere er im Wortlaut auf der Konferenz gehaltene Beiträge.

Da er sich offenbar auf meinen Vortrag in Berlin eingeschossen hat – vielleicht auch, weil jene anwesenden Iraner, die der Opposition angehörten, diesen Beitrag mit besonderem Applaus bedachten – und ich in den vergangenen Tagen mehrfach auf diese Artikel angesprochen wurde, sehe ich mich genötigt an dieser Stelle kurz zu reagieren.

Herr Fathollah-Nejad ist clever und deshalb fügt er Teile meines Vortrages so zusammen, dass ein neuer Sinn entsteht, ganz so als wäre es mir in meinem Vortrag nicht um die Vision eines demokratische, säkularen, föderalen, auf der Gleichheit der Geschlechter fußenden zukünftigen Nahen Osten gegangen, sondern als hätte ich vom Podium dazu aufgerufen „Islam-Nazis“ tätlich anzugreifen. Vermutlich ist er nicht davon ausgegangen, dass alle Beiträge der Berliner Konferenz seit einiger Zeit als Mp3 Dateien herunterladbar sind. Wer also will, mag sich hier anhören, was ich gesagt habe und es mit den „Zitaten“ von Herrn Fathollah-Nejad vergleichen.

Hätte sich seine „Kritik“ nur gegen mich gerichtet, wäre mir, wie schon in Dutzenden ähnlichen Fällen zuvor, das Ganze einer Reaktion allerdings kaum wert gewesen. Der Mann verfolgt seine Interessen, und da es sicher schwer ist, das iranische Regime als dialogbereites, nettes Gebilde darzustellen, verstehe ich nur zu gut, warum eine Denunziation seiner Gegner einfacher und effektiver ist. Und wenn der Mann in Verbindung mit CASMII steht – und der obige Link legt dies nahe – so ist es sogar seine Pflicht, alles zu unternehmen, um das iranische Mullahregime zu schützen und in der westlichen Öffentlichkeit schön zu reden. Soll er dies auch weiterhin tun, es finden sich offenbar genügend Publikationen, die ihm gerne und viel Platz dafür zur Verfügung stellen. (Publikationen nebenbei, in denen man Artikel von iranischen Oppositionellen meist vergeblich sucht.)

Solange Herr Nejad sich lediglich mit meiner Person und meinen Äußerungen befasst, sei es ihm belassen, mich weiterhin als Baseballschläger schwingenden neokonservativen Israellobbyisten darzustellen; nur geht er in einem englischen Text einen Schritt weiter, denn er versucht, über meine Person die Organisation WADI als rassistischen Verein darzustellen.

Da nämlich steht, versteckt in eine Fußnote, der folgende Satz:

Due to Von der Osten-Sacken’s anti-Muslim agitation, the already independent WADI Austria recently dissolved from the main German organization to become what is now LEEZA.”

Woher hat er diese Information? Aus dem Netz nicht; mir ist keine derartige Erklärung von LEEZA bekannt. Es gibt viele Gründe, warum Wadi-Österreich sich von WADI e. V. einvernehmlich getrennt hat. Die jeweils unterschiedliche Haltung gegenüber dem iranischen Regime und seinem Atomprogramm war eine. Meine vermeintlich antimuslimische Propaganda, so weit mir bekannt ist, keine. Und einen Beleg für seine Behauptung wird der Autor nicht in der Lage sein zu liefern. Aber darum geht es ihm auch nur bedingt. Seine Intention ist eine andere: Herr Fathollah geht es um das Wörtchen „antimuslimisch“. Das unterscheidet sich auf den ersten Blick scheinbar kaum von dem hirnrissigen Kampfbegriff „islamophob“, der ansonsten gegen einen ins Feld geführt wird. „Antimuslimische“ Agitation aber ist nicht mehr gegen Religion im Sinne von Religions- bzw. Ideologiekritik gerichtet, sondern gegen konkrete Menschen, die sich als Muslime definieren. Wer „antimuslimische Agitation“ betreibt ist kurzum Rassist, kein Kritiker.
Angeblich also haben ehemalige Kollegen von mir sich von WADI getrennt, weil ich ein Rassist sei. Nun weiß Herr Fathollah-Nejad so gut wie ich, dass er sich grün und blau suchen kann, ohne je auch nur eine rassistische Äußerung von mir zu finden. Deshalb unterstellt er mir dies auch nicht direkt, dann nämlich hätte er ein Verfahren am Hals, dass er verlieren würde, sondern legt die Behauptung anderen in dem Mund.

Wenn er allerdings ernsthaft glaubt, dass Kritik und Polemik an antisemitischen, menschenverachtenden und gewaltverherrlichenden Äußerungen von Mullahs, Ayatollahs und iranischen Präsidenten antimuslimische Agitation sei, dann sehe ich, der ich große Zweifel an der Existenz jenes ständig beschworenen „anderen“ und „besseren“ Islam habe, mich genötigt, all jene gläubigen Muslime in Schutz zu nehmen, die mit derartigen Figuren nichts am Hut haben wollen und vor allem jene, die ihr Leben riskieren, weil ihre Idee von Muslim- Sein derer von Ahmedinejad, Ussama bin Ladin oder anderen sogar diametral entgegensteht.

19 Antworten zu “Ein paar Anmerkungen zu Ali Fathollah-Nejad’s publizistischer Kampagne”

  1. Irankonferenz « Raumzeit sagt:

    […] Kettenhunde in Europa von der Leine,jetzt ist ein Gründer von  Wadinet an der Reihe: Anmerkungen zu Ali Fathollah-Nejad’s publizistischer Kampagne. Explore posts in the same categories: […]

  2. Sedat sagt:

    Lieber Herr Osten-Sacken,

    man kann Ihnen nur Recht geben in Bezug auf die Diktatoren im Nahen Osten (die gute Freunde in westlichen Staaten haben und von diesen gut bewaffnet werden)!

    Sie hatten bereits einen Beitrag von mir bezüglich der Iran-Konferenz in Berlin gelöscht! Auf der besagten Konferenz fordert sie Antifaschisten, die den “Islam-Nazis” aufs “Maul hauen” müssen und sie “umbringen müssen”!
    Als Antifaschisten müsse man wie in den 1930ern und 1940ern Krieg wider Despoten führen!

    Wenn ich einige andere Teilnehmer der Konferenz beobachte, dann stellte ich als Iran-Kritiker selbst reine Hetzer und Kriegsbewörter fest, die Material für ihre Artikel wollen!

    Die Mykonos-Affäre sollten sie bitte nicht für ihre Hasskampagne instrumentalisieren und die Kurden ebenso nicht! Es liegt nicht im kurdischen Interesse, dass Städte aus der Luft bombardiert werden und dabei Unschuldige sterben, aber es liegt sehr wohl im kurdischen Interesse, wenn Sie genau so dagegen ankämpfen, dass der Westen mit Waffen die kurdischen Feinde beliefert und die Nationalisten der Staaten des Nahen Ostens unterstützt!

  3. Sedat sagt:

    PS: Steht wadinet nicht auch im Verdacht vom amerikanischen Außenministerium unterstützt zu werden? Die Agitationen zwischen Iran und USA werden sich wohl auf Wadinet-Blog und CASMII aubauen…

  4. N.N. sagt:

    http://wind-in-the-wires.blogspot.com/2008/06/neues-von-fathollah-nejad.html

  5. Rolf sagt:

    Lieber Herr von der Osten-Sacken,

    habe mir soeben Ihren Vortrag auf der besagten Irankonferenz runtergeladen und angehört. Ich bin schockiert, da ich im nie im Leben gedacht hätte, Sie würden dazu aufrufen, im Sinne des Antifaschismus Grundregeln des geltenden Rechts außer Kraft zu setzen. Sorry, ich sehe keine abweichenden Ausführung von Herrn Fatholla in seinem Beitrag. Sie haben die Dinge gesagt, die er geschrieben hat und ich fürchte, dass Sie sich dafür schämen müssen.

    Rolf B. (Bielefeld

  6. Martin Schaad sagt:

    Verstehe ich nicht: Thomas von der Osten-Sacken sagt, dass gegenüber Staaten wie dem Iran gewisse bürgerliche und völkerrechtliche Verkehrsformen außer Kraft gesetzt werden sollten. Der Iran ruft zur Vernichtung Israels auf. Und im Gegenzug sollte er boykottiert werden, in Sport, Kultur, Politik etc. pp. Das sind solche Außerkraftsetzungen, da man mit anderen Staaten so etwas nicht macht.
    Ansonsten hat Herr von der Osten-Sacken auf der Konferenz in der Diskussion gesagt, dass, wäre dies der Preis, man zur Verhinderung eines neuen Auschwitzes, sich durchaus genötigt sehen könnte, Menschenrechte außer Kraft zu setzen. Und, was ist daran falsch oder schlimm? Auschwitz war DIE Menschheitskatastrophe, an der, folgt man Adorno, künftig alles Handeln und Tun auszurichten sei. Einen Schritt weiter: wenn man hätte “geltendes Recht”, wie Sie sagen, brechen müssen, um das Massaker in Ruanda 1994 zu verhindern, wäre dies nicht legitim gewesen?Und diese Frage angesichts der iranischen Bedrohung stellen heisst nur sie ernst zu nehmen.

  7. Rolf sagt:

    Lieber Martin,

    dass der Holocaust eine fürchterliche Menschheitskatastrophe war, steht doch außer Diskussion. Es würde mir nie in den Sinn kommen, das zu verhamlosen. Nur hätte ich derart heftige Worte von Herrn v.d.O.-S. einfach nie erwartet. Ich dachte, ich höre in die Datei, um zu sehen, dass dieser Herr Nejad Unrecht hat. Doch was ich höre, bestätigt leider die Vorwürfe der Hetze an Herrn Osten-Sacken. “Das muss ins Blut übergehen”, “auf’s Maul hauen, einknasten oder umbringen”. “Die Lehre aus Ausschwitz ist, dass wir Menschenrechte außer Kraft setzen müssen.”

    Genausowenig wie der Holocaust geleugnet werden darf – musste leider schon vielen Deutschen Studienkollegen die Leviten lesen – genauso wenig darf darüber gesprochen und dazu aufgerufen werden, die Menschenrechte außer Kraft zu setzen. Wollen wir im Hobbes’schen Naturzustand übergehen?

    Was ich damit sagen will… Es sollte Leute geben, die DEESKALATION propagieren und nicht mit Verbalattacken weiter Öl ins Feuer gießen.

    Grüße aus BI,
    Rolf

  8. Sarah sagt:

    Herr Osten-Sacken hat nicht dazu aufgerufen die Menschenrechte außer Kraft zu setzen, sondern gesagt, dass die Verhinderung eines zweiten Ausschwitzes, an dem “Geschichte sich entzündet habe”, sogar diese Möglichkeit einschließe. Er sprach von einer Diskussion am Tage zuvor, bei der jemand gesagt hatte, man müsse aus Ausschwitz lernen, die Menschenrechte gerade der Palästinenser einzuhalten. Wäre nicht etwa ein Einmarsch und eine Militärbesatzung Deutschlands mit allen Folgen in den 30er Jahren völlig legitim gewesen, hätte man damit den Mord an den Juden und anderen verhindert? Dies ist die Frage. Und gerade deshalb war es offenbar nicht seine Intention – hatte ich zumindest den Eindruck – wie alle anderen in Europa angesichts der iranischen Drohung mit der Atombombe zu deeskalieren, sondern zu eskalieren und zu polarisieren. Und das scheint ihm ja auch – siehe Ihre Reaktion – gelungen.
    Er hat nicht dazu aufgerufen Gewalt auszüben, sondern gesagt der Antifaschismus hätte dies bislang anstatt “Dialoge zu führen” getan. Und historisch gesehen stimmt das wohl auch. Wie Herf auch auf dem Podium noch einmal betont hat, erforderte die Niederwerfung des Nationalsozialismus Gewalt eines bisher unbekannten Ausmaßes . Das stimmt leider und mit Deeskalation ist man bislang weder Faschisten noch – ganz besonders Nazis – beigekommen. Wie man nun das iranische Regime per Deeskaltion von seinen Plänen abbringen kann, das sollten Sie bitte an dieser Stelle uns allen erklären.

  9. Rolf sagt:

    Ganz einfach: Gespräche auf Augenhöhe. Ohne Vorbedingungen. Sicherheitsgarantien an den Iran aussprechen. Das Land als Partner ernst nehmen und nicht diese Rhetorik anwenden. Dann verliert das iranische Regime mehr und mehr Legitimation im eigenen Land, da die Menschen sehen, dass die Probleme EINZIG und ALLEIN auf dem Mist des eigenen Regimes gewachsen sind. Und dann wird dieses Regime auch in absehbarer Zeit VOM IRANISCHEN VOLK abgesetzt. Ein Angriff von außen festigt das Regime nur. Das hat die Geschichte immer wieder gezeigt.

    Das hier ist nicht nur meine Meinung. Viele iranische Freunde denken so und es gibt ebenso viele westliche Experten in Wissenschaft und Politik, die so denken.

    Will hier keinen Streit. Bin als Friedensaktivist nur derzeit mit dieser Sache beschäftigt. Ihnen allen ein schönes Wochenende

  10. nasrin amirsedghi sagt:

    Sehr geehrter Herr Rolf,

    hat die Geschichte nicht gezeigt: Wäre Hitler durch einen Angriff von außen gefestigt worden?

    Im Fall Iran- selbst Perserin – befürchte ich, daß das Regime soweit treibt, daß es ohne Angriff von außen nie eliminiert wird…

    Das ist es, was wir alle zu befürchten haben! Auch Herr von der Osten-Sacken

    Ihre,

    nasrin amirsedghi

  11. Rolf sagt:

    Sehr geehrte Frau Amirsedghi,

    Sie sind doch Menschenrechtlerin. Immerhin schaffen Sie es, diese Diskussion mit Fokus auf die MENSCHEN im Iran zu führen. Auch bei Ihrem MFFB-Beitrag, den ich mir gerade angehört habe. Aber wie können Sie dann allen Ernstes einen Angriffskrieg befürworten??? Wie können Sie dann härtere Sanktionen gutheißen??? Darunter leiden die Menschen doch am meisten. Wo bleibt da Ihr humanitärer Aspekt???

    Ihr Vergleich mit dem Dritten Reich ist unterirdisch. Das hört man immer wieder von Rednern, die auch auf dem MFFB “geglänzt” haben. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin in vielen Punkten mit Ihnen einer Meinung. Die Menschenrechtslage im Iran ist eine Katastrophe. Aber Sie glauben doch nicht im Ernst daran, dass ein Angriffskrieg auch nur einen Deut an Besserung bringen würde. Vielmehr wird es viele (zivile) Menschenopfer geben – erst Recht bei einem Nuklearschlag – und alles, aber wirklich alles wird sich für die iranischen Bürger verschlechtern.

    Es ist mir unbegreiflich, dass Sie diese Punkte außer Acht lassen.

    Viele Grüße,
    Hartmut Rolf

  12. Sedat sagt:

    Es ist schon traurig, wie ein Mensch einen Angriff auf das eigene Volk wünscht (siehe Frau Amirsedghi)!
    Wie Rolf bereits bemerkte sind Vergleiche mit Hitler mehr als witzig! Wenn sich die Iraner mit einem Angriff auf Israel trauen würden (!), wäre doch der Iran in kürzester Zeit “eliminiert”!
    Die Befreiung muss aus dem Volk kommen, eventuell mit verstärkter Unterstützung kurdischer Bestrebungen bis hin zur kurdischen Unabhängigkeit!

    Die Amerikaner und auch Israel teilweise sind nicht weniger schuldig an diesem Konflikt! Im Iran-Irak-Krieg hat der Weste mit verkauften Waffen und vor allem die Amerikaner mit Unterstützung Saddams herrlich profitiert und etwa 1 Million Menschen sind dabei gestorben! Der selbe Westen bestückte Saddam mit Giftgasen: Tausende Kurden starben!
    Der selbe Westen beliefert die terroristischen türkischen Militärs mit Waffen und tragen dazu bei, dass Kurden ermordet werden!
    Der selbe Westen lässt Israel mit dem Siedlungsbau weiterziehen, womit der Palästinakonflikt auch nicht erleichtert wird!
    Der selbe Westen hat sehr gute Beziehungen mit Saudi-Arabien, die wohl eher Terroristen unterstützen, aber hetzt gegen den Iran, der sicherlich fortschrittlicher als so manche Staaten und Verbündete der Amerikaner im Nahen Osten ist!

    Vielleicht sollte man erkennen, dass gewisse Staaten scheinbar sehr wohl an gewissen Konflikten im Nahen Osten profitieren und wie der Irak zeigt: ein blinder Krieg alleine löst nicht alle Probleme! Saddams Baath war ein Abbild der deutschen NSDAP und gezüchtet wurde dieser Diktator anfangs von Freunden aus dem Westen bis er nicht mehr brauchbar war und mit seinem Untergang hunderttausende Unschuldige starben!

    Wer schreit am lautesten nach Krieg? Natürlich jener, der nicht mitkämpfen muss und wird und ein paar Tote Iraner werden auch Nasrin nicht weiter stören, selbst mit dem Risko, dass Radikale und Terroristen wie im Irak nun auch im Iran verstärkt ihr Unwesen treiben werden…

  13. nasrin amirsedghi sagt:

    Mit Gunst und Verlaub:

    Wie die Herren Intelligenzija ” Sedat” & “Hartmut Rolf” meine Texte oder die von Herrn von der Osten-Sacken verlesen (to read wrong!) bzw. auslesen, ist wie die wirren Lesarten des Korans oder von Marx unter Muslimen und Linken.

    Insoweit gibt es keine Basis zu langmütig vernünftiger Diskussionen…

    MfG

    nasrin amirsedghi

  14. Rolf sagt:

    …und wieder ein irrsinniger Vergleich statt sich mal auf Diskussionen einzulassen. Ja, so kann man durchaus vorgehen, wenn man seine Gesprächspartner von vornherein diskreditieren will.

    Aber Sie haben recht. Man sollte sich wohl überlegen, mit wem man über was diskutiert.

    Haben Sie dennoch vielen Dank.
    Hartmut Rolf, Bielefeld

  15. Sedat sagt:

    Voila Madame Amirsedghi!

    Ich bleibe dabei: Es ist erbärmlich, wenn ein Mensch die eigene Heimat unter Bomben vergraben will! Wir kennen den Antideutschen Osten-Sacken gut genug: Die amerikanische Außenpolitik der Bush-Gleichen soll hier in Europa Fuss fassen…dafür wird man bezahlt!

  16. Kenner der Szene sagt:

    erstaunlich! interessant! unglaublich!

    viele leute denken hier wirklich, sie haben es hier mit einer regierung gewählt von freien iranern zutun.

    viele leute denken hier wirklich, dass man über verhandlungen mit dieser/m regierung/system zu einer lösung kommt.

    viele leute leute denken hier, dass das böse hier die usa ist und nicht der iran (das mullahsystem).

    zu allen leuten, die so denken, kann ich nur sagen, es ist verdammt zeit aufzuwachen!!!

    historisch betrachtet waren kriege manchmal auch vom nutzen! historisch betrachtet probleme nur unter kontrolle zu halten mehr vom nutzen!

    iran ist ein problem! dieses problem wurde durch verschiedene mechanismen, wie der krieg mit irak, unter kontrolle gesetzt.

    dieses bekannte problem scheint langsam aber sicher ausser kontrolle zu geraten!

    was nun? diplomatie als lösung? anreize?? aufgabe von eigenen harterkämpften idealen zweck konsens mit diesem regime!???

    die diplomatie wird scheitern! nein!
    sie ist schon längst gescheitert. die mullahs machen doch all die verhandlungspartner zum affen! sie glauben es mir nicht, schauen sie sich wie lange man mit diesem regime am verhandeln ist!

    anreize? nein, das mullahregime braucht keine anreize, wofür auch! etwa für einen aufschwung der iranischen volkswirtschaft? etwa für das wohlergehen des iranischen volkes?

    eigene ideale aufzugeben, und nicht aufs ganze gehen, weil ein krieg das schlimmste aller dinge ist? nein! hierfür wurde über jahrhunderte opfer gebracht!

    ein krieg gegen den iran?
    zum eigenen schutz (westens) mag dieser krieg sogar strategisch richtig sein! für das iranische volk jedoch eine größere katastrophe als das bestehende mullahregime!

    warum nicht ein putsch???
    warum nicht von innen der welt keine sicherheit geben!

    die einzige lösung, wo wirklich sowohl iraner als auch der westen gewinnen kann, ist ein putsch!

  17. ist doch alles... sagt:

    Bei einem Putsch kann auch vieles schiefgehen, z.B. ein Klau von nuklearem Material, weil die Sicherheitskräfte grad putschbedingt beschäftigt sind. Es ist eine Zwickmühle. In der Debatte hier haben viele Leute tlw. recht und gleichzeitig auch wieder nicht. Einen Angriffskrieg würde ich allein schon deshalb nicht befürworten, weil ich selbst nie im Krieg war, aber – sry Rolf – “auf Augenhöhe miteinander reden”, das hatten wir doch bis zum Geht-nicht-mehr und wir wurden immer und immer wieder für dumm verkauft. Kann mir gut vorstellen, dass es das eine oder andere Mal zu anhaltender Mullahheiterkeit kam deshalb. Dass sich das nicht ändert, warum auch, dafür braucht man keine Brille, um es zu sehen. Vorbild Nordkorea, niemand legt sich mehr mit ihnen an, seit sie die Bombe haben und dann ist es zu spat. *kopf kratz*

  18. arses sagt:

    Ali Fathollah-Nejad, früher beim Ahemdinejad-Lobbyverein CASMII tätig, hat’s in die FAZ geschafft. Nun macht er Lobby für Rohani Sein immergleiches Thema: Sanktionen sind schlimm, Israel ist eh an allem schuld und ganz wichtig: Dialog mit dem iranischen Regime, Dialog und mehr Dialog… doch er ist nicht allein. CASMII wurde in Deutschland durch Ali Fathollah-Nejad und Mohsen Massarat un Udo Steinbach verwaltet. Weiter Personen die diese Gruppe nahestehen sind Omid Nouripour (Bündnis90/Die Grünen) und IranLobbing -CASMII-Aktivistin Christine Hoffmann in ARD-Hauptstudio Frau Angelika Beer und Barbara Lochbiehler im Europäischen Parlament…

  19. Simorgh sagt:

    Zwar ist dieser Artikel ziemlich alt, aber aktueller denn je.
    Danke für die Informationen über diesen Heuchler namens Ali Fatholla-Nejad.
    Es gibt immer Personen, die etwas schönreden wollen und die Tatsachen verdrehen.

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