Friedens- und Konfliktantisemit

30. April 2012, von Thomas von der Osten-Sacken

Eine der ganz grossen Ikonen der (vor allem auch in Deutschland so aeusserst beliebten) Friedens- und Konfliktforschung, Johann Galtung, fiel schon in der Vergangenheit regelmaessig durch besonders unapettitliche Statements auf. Man ahnte es schon lange: der Mann ist ein ganz ordinaerer Antisemit, dessen Friedenswunsch dem des Fuehrers aehnelt, der auch die Juden als Haupthindernis auf dem Weg zum Weltfrieden identifiziert hatte. Nun, 85 jaehrig, also auch einer derjenigen, die Elias Cannetti so treffend in Masse und Macht als Typus des ewigen Ueberlebenden beschrieben hatte, kann Galtung endlich so reden, wie es offsichtlich immer schon in ihm dachte:

Among other statements, Galtung claimed that a possible connection exists between the terrorist responsible for the massacre of children in Norway last summer, and the Mossad. “The Jews control worldwide communication, and divert it in order to benefit of Israel,” wrote Galtung in an email exchange with Haaretz.

He pointed out that one of the factors behind the anti-Semitic sentiment that led to Auschwitz was the fact that Jews held influential positions in German society. Galtung also recommended reading “The Protocols of the Elders of Zion,” (….) one of the most quoted anti-Semitic works around the world. “I wonder how many people with such strong opinions on the book have even read it,” he wrote. “It is impossible to do so today without thinking of Goldman Sachs,” he added. Goldman Sachs is an international investment Bank founded and run by Jews, attacked in the media from time to time as a “capitalist pig.“

6 Antworten zu “Friedens- und Konfliktantisemit”

  1. Aron Sperber sagt:

    Galtung also recommended reading “The Protocols of the Elders of Zion,” (….) one of the most quoted anti-Semitic works around the world. “I wonder how many people with such strong opinions on the book have even read it,”

    die Ochrana hat mit den „Protokollen“ ein unverwüstliches Werk verfasst:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/02/27/der-unverwustliche-ungeist-der-ochrana/

    auf das sich Antisemiten seit zahlreichen Generationen beziehen.

  2. Gamal sagt:

    Na, passt doch wie Schlüssel in’s Schloss. „Mit letzter Tinte“ kommen doch die bislang mehr oder minder sorgsam versteckten Gedanken hervor…
    Schön irgendwie.

  3. Wuchtamsel sagt:

    Unglaublich. Aber mindestens drei Viertel der „friedens“-bewegten Mongos in diesem Kackland halten das für durchweg plausible Thesen. Zumindest wenn man den Kommentaren unter den Artikeln der Online-Medien Glauben schenken darf.

  4. Nobs sagt:

    Wuchtamsel, das hast Du schön und angemessen inkorrekt formuliert

  5. Martin sagt:

    Da hat die Amsel recht.
    Hierzulande gilt eigentlich durchgängig: Wo Frieden draufsteht, ist Scheiße drin.

  6. Chris sagt:

    Ich kann der Begeisterung für Wuchtamsels Ausdrucksweise nicht zustimmen.
    „Mongos“?????????

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