„Giftmischer von Bush bis Bin Laden“

03. Januar 2008, von Administrator

Die Muslime sind die Juden von heute, sagt der Scheibenwischer Hagen Rether in der ARD

Gastbeitrag von Clemens Heni

Er meint es doch wirklich gut. Rassismus greife um sich, die Muslime in der Defensive. „Wehret den Anfängen“ meint er. Also ein richtig guter Mensch, der Hagen Rether, Nachwuchshoffnung der deutschen Kabarettszene. Er vergleicht die Demokratie mit dem Jihadismus und dessen Massenmörder Bin Laden und suggeriert dass die Muslime die Juden von heute und morgen seien. Jüdische Kritiker wie Ralf Giordano oder Henryk M. Broder hingegen seien Protagonisten einer bösen Kampagne gegen den Islam und die Muslime in Deutschland. Selbst der Papst sei mittlerweile gegen Mohammed. Und vor allem die Presse. Da muss dagegen gesteuert werden. Rether möchte weiterhin, wie er selbst sagt, Multikulti-Kuscheln. Ideologiekritik – und Religionskritik, welche immer der Beginn hiervon ist – sind hingegen pfui, solange sie nicht Christen oder Juden meinen.

In einem Jahresrückblick der meist gesehenen politischen Kabarett-Sendung – dem legendären Scheibenwischer in der ARD – am 29.12.2007, zeigte Rether eindrücklich, was er meint. Mehrere Cover von Spiegel und Stern mit jeweils schwarzem Hintergrund zeigen für ihn demnach wie arg die Muslime in Deutschland in Bedrängnis stehen. Dass schwarz z. B. der Schleier im Iran ist oder die BlackBox in Mekka, um welche erst kürzlich wieder Millionen Gläubige wie magnetisch angezogen im Viereck liefen, was das wohl für die Farbe schwarz bedeuten mag? Die Muslime seien die „neuen Sündenböcke“. „Neu“? Wer waren die alten? Dass zwar nicht alle Muslime Terroristen sind, gleichwohl so gut wie alle Terroristen derzeit Muslime – um den Herausgeber einer arabischen Zeitung zu zitieren -, hat sich bei der ARD noch nicht herumgesprochen.

Vielmehr sekundiert Rether den Ex-Tagesthemen-Frontmann Ulrich Wickert und posaunt heraus, dass doch Bush wie Bin Laden „Giftmischer“ seien. Wow! Wer denkt das denn nicht in Deutschland und Europa oder von Tony Judt über Noam Chomsky, Arundhati Roy, Claudia Roth und Norman Finkelstein bis Moshe Zuckermann? Die USA seien seit 9/11 „komplett paranoid“, die Deutschen schon vor einem Anschlag, wie die ARD-Nachwuchskabarett-Hoffnung meint. Die Pulverisierung von 3000 Menschen im World Trade Center macht so einem ganz normalen deutschen Dhimmi offenbar gar nichts aus. Schrecken vor weiteren Massenmorden wie jenen von 9/11 oder gar die unaussprechliche Angst vor der angekündigten Zerstörung Israels durch eine schwarze, islamisch-antijüdisch motivierte Bombe aus Teheran, irritieren den Gutmenschen Rether offenbar gar nicht.

Schon in früheren Beiträgen hatte Rether seine urdeutschen Ressentiments gegen Amerika im allgemeinen und George W. Bush im speziellen gezeigt, die Jihadisten nimmt er in Schutz, wenn er sagt, die Terroranschläge am 11. März 2002 in Madrid hätten in München stattgefunden, wenn Angela Merkel damals schon Kanzlerin gewesen wäre. Was für ein deutscher Schenkelklopfer. Rether greift nun am 29.12.2007 im Scheibenwischer namentlich Ralf Giordano, Günter Wallraff und insbesondere Henryk M. Broder an, welche alle drei in einer lange geplanten, gleichsam verschwörerischen Aktion den Islam kritisierten und böse Hetze betrieben.

Zumal Broder möchte Rether Tipps geben und macht sich über dessen Bestseller „Hurra wir kapitulieren“ lustig – demnach habe Broder „vor seiner türkischen Putzfrau kapituliert“. Ein lustiger Witz. Dass gerade Broder ziemlich zurückhaltend argumentiert und nichts gegen Moscheen hat oder religiöse Leute, aber darauf insistiert, dass parallel doch bitteschön auch in Saudi-Arabien große oder auch kleinere Gebetshäuser, Kirchen gar, gebaut werden sollten, wenn schon im Westen nonstop islamische Gotteshäuser gebaut werden, das fällt bei der ARD natürlich unter den schwarz lackierten Flügel, an dem Rether so gerne sitzt. Er möchte einen „Kuschelkurs“ mit den Muslimen – „was auch sonst?“ Der gut achtminütige Beitrag meint, dass weder „Zwangsheirat“ noch „Ehrenmord“ relevante Topoi seien – schließlich würde an Weihnachten auch in christlichen Familien manch Verbrechen verübt. Wenn man alleine das brutale Stopfen von Gänsen sich anschaut, damit deren Leber schön dick werde und sie an Weihnachten gut schmecke, liegt der
Wahrheitsgehalt von Rethers Kritik an Weihnachten offen vor uns.

Für die ARD und ihren Scheibenwischer sind George W. Bush und Bin Laden Brüder im Geiste, beides „Giftmischer“, der Jude Broder – Rether sagt natürlich nicht „Broder, der Jude“, aber er denkt es – ein elender Scharfmacher gegen den Islam und was ist das Resultat? „Wehe uns, wenn hier demnächst die Moscheen brennen…“, raunt der Islamversteher. Der Spiegel kritisiere den Islam und den Koran, das sei unerhört. „Wir hatten hier schon mal eine Zeit, wo man Bücher für gefährlich hielt…“ Aha. Welche Zeiten? Die Nazi-Zeit gar? Nicht möglich! Die Muslime also als die Juden von heute?

Die FAZ frohlockt: „Keine Frage, mit Rethers kurzweilig-intelligenter, oft hochpolitischer Pianoplauderei ist das deutsche Musikkabarett endlich im 21. Jahrhundert angekommen.“ Rether spricht von „Israel, ein ganz normaler Apartheidstaat“. Antisemitismus ist nicht nur der längste Hass auf eine bestimmte Gruppe Menschen, den diese Welt kennt. Er nennt sich nach Auschwitz und nach 1967 auch noch Antizionismus. Das hört sich demokratischer an. Und er ist ein prima Geschäft.

Am 10. Februar 2008 bekommt Hagen Rether dafür den wichtigsten Preis für dieses Genre in Deutschland verliehen, den Deutschen Kleinkunstpreis, direkt neben seinem Vater im Geiste, Dieter Hildebrandt, der ihn an diesem Tag für sein „Lebenswerk“ erhalten wird. So fängt das Jahr 2008 an. Doch 2008 wird das Jahr Israels werden. Da können die Deutschen Klein- oder Mittel- oder Großkunstpreise für Judenfeinde verleihen wie sie wollen.

31 Antworten zu “„Giftmischer von Bush bis Bin Laden“”

  1. R. Stief sagt:

    Ich habe den Auftritt auch gesehen, und mir wurde schlecht.
    Rether kommt sich so vor, als ob er ein Tabu brechen würde,
    welches Tabu? Das was der so von sich gibt ist doch schon
    längst Deutscher Konsens.
    Danke für diese so sehr zutreffende Kritik.
    siehe auch: http://lizaswelt.blogspot.com/2008/01/kabarette-sich-wer-kann.html

  2. rumo matero sagt:

    H.Rether weiß was er sagt, er bedient die Volksseele. Wer ist der “Jude von heute, außer er/sie ist Jude/Jüdin. Stattdessen wird ein jüdischer Überlebender ein – Sohn von Überlebenden ob ihres publ.Wirkens zur Ziel-
    scheibe. Herr Rether kann das Buch “Hurra,wir kapitulieren” nicht gelesen ha-
    ben, vielleicht sollte er es tun. Woher weiß er eigentlich welche Putzfrau HMB
    beschäftigt. Herzlichen Glückwunsch dem “Scheibenwischer” zu solchen Auf-
    tritten, die mit politischen Kabarett nichts gemein hat. Wer ist hier eigentlich ein Giftmischer, der Judenfeind und Anti…wogegen auch immer?
    Das ist Gehirnwäsche, pur. Welch eine Schande für derartigen Mummenschanz.
    Wenn H.R. das Preisgeld auf dem Konto hat, kann er zum 60.Jahrestag den
    jüd.”Apartheidstaat” im Mai 2008 besuchen.

  3. Warum im Irak bin-Laden gehasst wird « Freunde der offenen Gesellschaft sagt:

    […] Warum im Irak bin-Laden gehasst wird Knalltüten wie Hagen Rether wünscht man eine Reise in den Irak. Die Maßlosigkeit ihrer Vorstellung – al-Qaida mit der amerikanischen Regierung gleichzusetzen – würde sie bei einem Gespräch auf der Strasse postwendend erdrücken. General David H. Petraeus erklärt im Weltwoche Interview den vorsichtigen Aufschwung im Irak und warum al-Qaida so gehasst wird. […]

  4. dreadnought sagt:

    Wunderbar – es gibt doch noch den Ruf nach freier Presse! Sicher war das nicht – wenn in einem Beitrag des “Scheibenwischers” schon der kritische Journalismus des SPIEGEL mit den Bücherverbrennngen der NSDP-Junta verglichen wird.

    Was Demokratie ist, wird aber auch ein Hagen Rether noch lernen – allerdings möglicherweise nur, solange es seiner Zielgruppe nutzt.

    Positive Vorurteile ersetzen aber eben keine offene Diskussion, Herr Rether. Zumindest nicht in einer funktionierenden Demokratie.

  5. n.a. sagt:

    Lieber Herr Hagen-Rether!

    Sie sind ein deutscher Vollidiot, der in seiner eigenen Scheiße ertrinkt, solange er schröderschen Manier die Macht-Idiotie – wie eins bei Hitler” sexy findet; Verblend und Verblödet weiter Antisemitismus betreibt!!!

    Vielleicht wird es Ihnen helfen, sich bei einem fundierten Geschichtsunterricht zu retten, wenn Sie aber vorher das Denken lernen. Bis dahin ist empfehlenswert, mit ihrem “A-Hakenkreuz” am Arm, Ihrer Banane und Ihrem Klavier nach Iran auszuwandern und dort für Mullahs und Ahmadinedjad zu parodieren. Dort werden Sie mehr gebraucht und herzlich aufgenommen… Sie warten schon auf Sie!!!

    Beste Grüße

    Ihre,

    n.a.

  6. Uli Dörwald sagt:

    Na, hier kommt er noch vergleisweise gut weg. Hinter seiner youtube-Einspielung sind schon bis zum 5.1. fast 500 Kommentare wo die höflichsten Kritiker ihn als Göbbels für Arme titulierten.
    Am Schluß seines Vortrags hält er den Weihnachts-SPIEGEL in die Kamera, liest den Titel vor: Der Koran, Das mächtigste Buch der Welt , und im weiteren Verlauf ‘Das gefährlichste Buch der Welt’. Das stünde im SPIEGEL sagt er, und es stimmt. Im SPIEGEL steht:
    -Aber was ist das für ein Werk, von dem der gläubige Muslim Abu Seid sagt, es sei das “schönste und zugleich gefährlichste Buch der Welt”?

    Lieber Herr Rether,
    ich kann Ihnen nicht vorwerfen Sie hätten den Artikel nicht gelesen, sonst hätten Sie kaum zitieren können. Aber sie haben unvollständig und aus dem Zusammenhang gerissen zitiert, was den Sinn entstellt. Das nennt man vielleicht demagogisch und auch Göbbels hat das getan. Deshalb würde ich aber nicht so weit gehen und Sie ihn mit auf eine Stufe stellen.
    Als Germanist wäre es ein böser handwerklicher Fehler und es steht mir nicht zu zu beurteilen ob ein Kabarettist das darf. Ich werfe dem Scheibenwischer vor Ihre Nummer als Kabarett durchgehn zu lassen, da es das Niveau der Studentenpamphlete von MSB-Spartakus und KBW meiner Zeit (70er) nicht übersteigt.
    Wie mein Voschreiber muss ich Ihnen aber vorwerfen, das Sie den Artikel nicht verstanden haben, denn da wird nicht Gespalten, schon gar nicht bei den Religionen, denn das schaffen die ganz alleine. Da werden die Gemeinsamkeiten der Vernünftigen aufgezeigt. Oder sollte man die Islamkritik der islamischen Professoren totschweigen um Ihren Kuschelbedürfnissen zu genügen?
    Jede Karriere hat mal einen Knick, lehnen Sie den Preis wegen Formschwäche ab. Auch Sie wissen, das Sie schon mal besser waren.

    Gruß

    Uli Dörwald

  7. Hagen Rether « Letter of Intent sagt:

    […] Ein Kabarettist ist dabei der Gipfel der Arroganz: Hagen Rether. Das sehen zumindest sehr viele so. Lizas Welt hat einen hervorragenden Artikel zu ihm erstellt, dagegen ist Clemens Heni im WadiBlog fast ein bisschen bösartig, hat aber durchgehend recht. Auf seinen Antisemitismus gehen der Fuchsbau und Die Jüdische ein. […]

  8. ein überraschter Leser sagt:

    … hmm. naja. klar, soweit.

    Ja, der Beitrag von Rether beim Scheibenwischer war alles andere als unproblematisch, vor allem seine Broderschelte stiess mir übel auf, aber ich glaube, dass seine Intention eine andere war (interpoliere ich jetzt einfach mal so)

    … die Kritik am radikalen Islam (wenn man den terroristischen Integralismus überhaupt so nennen mag) kommt bei ihm (Rether) nie zu knapp, gutes Beispiel hierzu ist der Anfang von “bin beten”. Ich denke er wollte in einer scharfen und überspitzen (und natürlich tendenziell auch polemischen) Form (was Kabarett ohnehin immer schon war) den aktuellen Diskurs über Muslime im allgemeinen karikieren – was ihm meiner Meinung nach auch sehr gut gelungen ist.

    Dass er sich hierbei natürlich verschiedener stilistischer Mittel der Verkürzung bedient hat, ist anhand des anzusprechenden Publikums doch fast keiner Erwähnung wert. Er ist immer noch ein Künstler im satirischen Unterhaltungsbereich & muss somit auch seine Konsumenten befriedigen, oder nicht?

    Seine (teilweise sehr steilen) Formulierungen haben – trotz aller Schärfe – doch einen sehr konstruktiven Nebeneffekt, die Diskussion gewinnt an Komplexität & das Thema wird nicht mehr von den bisher gängigen Akteuren dominiert.

    Der Sinn des Kabaretts ist es doch eine eigenständige Reaktion bei jedem einzelnen Zuhörer zu provozieren und nicht eine politische Belehrung mit vollständiger Zustimmung hervorzurufen. Daher ziehe ich einen scharfen Spötter (wie Broder & wie Rether) immer dem verflachten kuscheligen Mainstream vor & Rethers von einem Vorredner thematisierter Kuschelkurs muss im Kontext betrachtet werden, er spricht hier vom Abbruch der kulturellen oder politischen Auseinandersetzungen & dem erneuten Dialog zwischen den Kulturen, was meines Erachtens nach mehr als bloss löblich ist.
    Beide (Broder & Rether) sind Warner & Spötter, mit verschiedenen Mitteln & verschiedenen Zielen, aber gemeinsam ist ihnen die gesunde Skepsis vor der Steuerung von Konflikten oder der falschen Beurteilung von selbigen.

  9. Spalten statt versöhnen? sagt:

    Dem ‘überraschten Leser’ kann ich nur vollends beipflichten. Schade finde ich besonders, dass der Ausgangsbeitrag in diesem Blog sich keinen Deut von den aufgebrachten Pöbeleien der Katholiken und institutionalisierten Moslems über Rethers Programm abheben. Die Kernaussage des notwendigerweise überspitzten Kabaretts des Hagen Rether an dieser Stelle ist wohl eindeutig: Kehren wir erstmal vor unserer eigenen Haustür. Das fällt vielen aber offenbar nicht so leicht, gerade wenn statt eines ordentlichen Besens nur der Polemik-Handfeger parat steht – im Kabarett ein schwer zu balancierendes Instrument, im Journalismus und Blogging allerdings in jedem Fall fehl am Platze.

    Denn dass Hagen Rether von den Moslems als “Juden von heute” spricht, ist schlichtweg frei erfunden und passt nur einfach gerade als schlagkräftige Phrase in das herbeihalluzinierte Bild von Rether als judenfeindlichem Quotengeier. Wenn ich dann hier wieder sehe, wie unbedacht die Wörter Antisemitismus und Antizionismus durch den Raum fliegen, kann ich einfach nur den Kopf schütteln. Mit solchen schnell aus der Tasche gezogenen Vorwürfen sollte man etwas verantwortlicher umgehen, ganz egal ob man Jude ist oder nicht.

    Im übrigen: Hagen Rether vorzuwerfen, ihm sei umfassende Religionskritik ‘pfui’, geht Lichtjahre an der Essenz seines Programms vorbei. Er thematisiert Frauenbeschneidungen und Burkas genauso wie das Frauenbild der katholischen Kirche oder die Ansagen des Vatikans zum Thema Abtreibung und Verhütung. Was Rether ein Dorn im Auge ist, ist das ständige Auf-andere-zeigen, ohne mal einen objektiven Blick auf die eigene (in diesem Fall christlich geprägte) Gesellschaft zu werfen.

    Und wenn dann noch die über-auffälligen Spiegeltitel mit Schlagzeilen auf BILD-Niveau mit iranischen Schleierfarben und der Kaaba als quasi journalistisch naheliegensten und natürlichen Farbe eines Titelblatts zum Thema Islam gerechtfertigt wird, entwertet sich der Beitrag leider völlig aus einem vorurteilsfreien Betrachtungsrahmen. Schade.

  10. Eugen al. schmiddy sagt:

    An die “Duellanten” des kleinen neuen Weltrieges:

    Abendland – Islam

    (Herr Giordano, Broder, Rether, Hildebrandt, Jonas, in Abwesenheit
    Bush, bin Laden, Achmadinechad, und von weit hergeholt Hitler + seine Verbrecherbande)

    Mir wird geschmeidig schlecht, mit ansehen zu müsssen, wie ein grosser Teil der sogenanten deutschen Intelligenz, sich wie Kleinkinder im Sandkasten in die Haare gerät. Die ganze Debatte ist gekennzeichnet,
    von Rechthaberei, Intoleranz hoch 10, Tabubruchlust nur um seinen eigenen Standpunkt ins rechte Licht zu rücken; irgendwie ist das ganze längst nur noch beschämend.

    Intellektuell???????

    Aufeinander losgehen, spalten, Antisemitismus bedienen, Herabwürdigen
    Andersdenkener, Verharmlosen von diktatorischen und menschenverachtenden Religionen………………………… = intellektuell????

    Meine lieben gebildeten Herren der Intelligenz, lassen Sie sich von einem Sohn eines einfachen redlichen Arbeiters sagen:

    Sie sind es Alle nicht würdig ernst genommen zu werden, wenn es darum geht dem Landfrieden in unserem und dem Frieden in aller Welt zu dienen.

    Viele von Ihnen treibt nicht die Sache, sondern die Sucht nach Selbstdarstellung, Eitelkeit und natürlich Quote = Kohle.

    Nicht schade, sondern Schande.

  11. Fiesko sagt:

    Was sind denn diktatorische und menschenverachtende Religionen?

  12. Lisa sagt:

    Spalten statt versöhnen?
    Vom 7. Januar 2008 um 17:37 Uhr

    ein guter Beitrag! Beweist mir das jemand – wenn schon nicht der Admin mit seinem obigen Kommentar – doch genauer hingehört hat.

  13. Lisa sagt:

    PS:Lieber Admin statt darüber nachzudenken, was Rether denkt (Zitat “der Jude Broder – Rether sagt natürlich nicht „Broder, der Jude“, aber er denkt es”) konzentrieren Sie sich doch lieber einfach nur auf das was er sagt.
    – weitere Scharfmacher brauchen wir nicht.

  14. Fiesko sagt:

    Clemens Heni glaubt ja auch, Rether denke “Bush, der Demokrat”, wenn er schreibt, dass Rether Bush mit Bin Laden und somit die Demokratie mit dem Jihadismus vergleicht. … Nun sollte es selbst den islamfeindlichsten und pro-amerikanischsten Hardlinern nicht entgangen sein, dass Rether Herrn Bush wohl kaum für das Sinnbild der westlichen freiheitlichen Demokratie hält. Aber man möchte dem eigenen paranoiden Hetzartikel ja weiter Zündstoff geben und biegt sich jede Aussage nach der eigenen Facon zurecht – “die Hosen voll, die Köpfe leer”.

    Übrigens: am besten mal nachzählen, wie oft “Jude”, “jüdisch” und sonstige Begriffe der weiteren Wortfamilie fallen, die Rether von Heni unverblümt in den Mund gelegt werden: kein einziges Mal.

    Herr Heni, statt Ihrer äußerst unlustigen Judenfeind-Preisverleihung sollten Sie den Kabarettisten demnächst lieber vorwerfen, Mitbürger wie Giordano und Broder als intellektuelle Teilnehmer eines gesellschaftsumfassenden Diskurses, und nicht als Juden, angegriffen zu haben.

  15. Tetzlaff sagt:

    Puuuhhh!

    Bin ich froh, die Kommentare bis zum Schluß gelesen zu haben – bei den ersten Meldungen wurde ich immer unsicherer, ob ich möglicherweise die Intention Rethers tatsächlich extrem fehlinterpretiert hatte. Hagen Rether hat in keinem seiner Programme irgendwie geartete antijüdische Tendenzen durchblicken lassen, wenn überhaupt ist er antireligiös eingestellt. Zum besseren Gesamtverständnis sei den Zweiflern auch einmal Rethers CD “Liebe 2″ ans Herz gelegt…

    Die Grundaussage aller seiner Texte ist immer “Problemlösung durch Diskurs”, also ideologiebefreites Aufeinanderzugehen. Tatsächlich scheint er von Religionen aller Art nicht allzuviel zu halten – aber auch nur mit der Begründung, dass die für die Menschheit wichtigen Kernaussagen wie Achtung der Menschenwürde und Nächstenliebe nicht zwangsläufig in religiöses oder ideologisch verfärbtes Korsett gepresst werden müssen – schließlich sind dies ja auch die “Thesen” des Humanismus.

    Auch geiselt Rether nicht die Tatsache, dass der Spiegel die Gefahr des islamistischen Terrors thematisiert, sondern Allein den Sachverhalt der “Sippenhaft”. Es ist bereits seit Monaten zu erkennen, dass nicht mehr zwischen Islam und Islamismus differenziert wird, sondern dies gesamte Religion und Kultur als “Gefahr für den Westen” dargestellt wird…
    Und ich bitte euch: wer bequeme und lustige Mitnickprogramme mag, der soll sich Riechling anschauen, den Mario Barth des deutschen Kabaretts. Wer Programme mag, die keine vorgefertigten Meinungen und Schenkelklopfer, dafür aber Denkanstöße bietnt und ebenso kontroverse wie wichtige Diskussionen initiieren, der ist bei Rether durchaus an der richtigen Adresse. Nicht alles was er sagt ist bequem, nicht alles alles was er sagt entspricht meinen Ansichten – aber das ist auch nicht wichtig! Leute es ist Kabarett!!! Kabarett ist für Menschen die selber Nachdenken und nicht für die, die Alles vorgekaut bekommen wollen.

  16. Terroi sagt:

    Danke Tetzlaff, dass du so haargenau meine Meinung niedergeschrieben hast!
    Auch ich habe in Rethers Programmen keinerlei anzeichen auf Antisemitismus gefunden oder erahnt, vielmehr eine gesunder negative Einstellung zur Religion im Allgemeinen.

    “Rether sagt natürlich nicht „Broder, der Jude“, aber er denkt es”, und solche Schulhof-Begründungen in einer – scheinbar – seriösen Kunstkritik zu lesen, die sogar auf Wikipedia verlinkt ist, finde ich schlichtweg lächerlich.
    Und bitte… Antizionismus und Antisemitismus. Diese beiden Begriffe schlagen wir doch lieber nochmal nach, bevor wir parole Plattheiten von uns geben.

  17. Der Mitder sagt:

    Ich bin mit Tetzlaff einverstanden. Kabarett ist, was Rether tut. Er hat auch über glattere Themen wie Wirtschaft oder Sklavenhandel philosophiert, was ihm in jenen Momenten sicher Bestätigung von allen Seiten brachte. Es ist nur gut, ein heisseres Eisen anzupacken. Solange sich Hagen Rether nicht in die Luft sprengt, braucht mir keiner so einen mit Angstschweiss und Rechthaberei getränkten vereinfachenden Stumpfsinn als Gastbeitrag vor die Nase zu knallen. Nichts zu danken.

  18. wir doch mal zeit sagt:

    Leude!
    Ihr könnt ja gerne weiter und weiter und immer und immer wieder betonen, dass Islam nicht gleich Islamismus und Antizionismus nicht gleich Antisemitismus und was auch immer nicht gleich was zum Teufel ist. Aber merkt euch doch mal eins: Ganz klar ist, das Sippenhaft nicht gleich Sippenhaftung ist. Das hat euch der große Gremliza doch nun wirklich häufig genug erklärt. Warum geht gerade euch Super-Unterscheidern an diesem Punkt immer zielgenau das Hirn kaputt?

  19. blue sagt:

    Auch ich bin wirklich froh, die Kommentare hier bis zu Ende gelesen zu haben.
    Islam _ist_ nicht gleich Islamismus, ich bin froh, dass es doch bei einer ganzen Reihe von uns “Super-Unterscheidern” zumindest bis zu diesem Punkt reicht. Dass es eigentlich “sippenhaftung” anstatt “(fälschlicherweise, da es sich hierbei nicht notwendigerweise um eine Haft handelt – Sippenhaft)” (wikipedia), geht noch weiter an der inhaltlichen Diskussion vorbei als dieser Blogeintrag.

  20. Heiner sagt:

    Kabarett -Kunst hin oder her .Wir wollen nicht in vorrauseilende Selbstzensur verfallen auch wenn es die Islamisten gern hätten Karrikaturenstreit usw. und jetzt in die jüdische Richtung Selbstzensur?
    Maßvolles Sensibeles umgehen mit dem Judentum nach der Vergangenheit und der immer noch braun durchschimmernde Gegenwart ist hier ebenso notwendig wie man auch maßvolle Kritik vertragen sollte.Mir kamen Teile des kritisierten Beitrages auch recht unglücklich und unpassend vor ,aber vielleicht bin ich ja zu dumm den Künstler zu verstehen.Es liegt immer im Auge des Betrachters was gefällt .Er war schon besser –meine ich.

  21. Eugen al. schmiddy sagt:

    An “Fiesko”: Hey Fiesko, sorry wegen der späten Antwort.
    (“Was sind denn diktatorische, menschenverachtende Religionen…”)

    ich will Dich doch nicht belehren,

    Bsp:.
    Diktatur:

    – “es gibt nur einen Gott”
    – Der Pabst ist unfehlbar
    – Iran, islamische Republik
    ……………………etc.

    menschenverachtend:

    – 1914-1918 vor Verdun: “Gott mit uns” auf den Koppelschlössern der
    deutschen Soldaten; und als Zugabe das Versprechen beider
    Konfessionskirchen dass das Himmelsreich der Lohn des Heldentodes
    sei!!!!!!!!

    ………………etc.

    Und genau das gleiche, nur ein bisschen geschichtlich zeitverschoben
    wird nun von Inslaimsten propagiert.

  22. ichundich sagt:

    ich bin erst jetzt auf diese seite über umwege gelangt. was ich hier teilweise lesen muss ist erschreckend und faszinierend zugleich. vorab ein zitat eines namhaften philosophen: “intelligenz ist das gerechtest verteilte gut der erde, da ein jeder glaubt, ausreichend davon zu besitzen”.
    hier kann man den beweis für diese these nachlesen!
    wenn rether davon spricht, dass wir nichts wissen, hat er recht, weil wir uns nicht ausreichend informieren. bevor ich hier lange zum thema terrorismus und islamismus texte, anbei einige links zu youtube:

    http://de.youtube.com/watch?v=leVEFedLiC0&feature=related

    http://de.youtube.com/watch?v=WOZd3iCknZU&feature=related

    http://de.youtube.com/watch?v=qRWAyM26YV8&feature=related

    http://de.youtube.com/watch?v=qQ9Amuri6G8&feature=related

    http://de.youtube.com/watch?v=Z2ullkbVCL8&feature=related

    und zum thema katholische kirche: einfach mal die bibel lesen und sehen, wie sehr sich die ansichten der kirche mit denen von jesus unterscheiden.
    intelligenz kommt von inter leggere, zwischen den zeilen lesen.

  23. ichundich sagt:

    sorry, link nummer 1 ist falsch, bitte durch diesen ersetzen:

    http://de.youtube.com/watch?v=n4H_E8b-qmo&feature=related

  24. Unbekannt sagt:

    Ihr habt doch alle keine Ahnung! Hagen Rehter bringt die Wahrheits ans Licht und das wollt ihr einfach nicht einsehen.

  25. Islamwissenschaft, Postorientalismus und Antisemitismus « Clemens Heni sagt:

    […] Laden“. Die Muslime sind die Juden von heute, sagt der Scheibenwischer Hagen Rether in der ARD, http://www.wadinet.de/blog/?p=685 […]

  26. Blühende Landschaften in Gefahr « Clemens Heni sagt:

    […] Deutsche TV-Moderatoren, die amerikanische Präsidenten wie George W. Bush mit Bin Laden […]

  27. Niema Movassat (der die Bombe liebt) | Clarification of Fact sagt:

    […] Aufenthalt im Iran wäre dem „Agnostiker“ Niema wirklich zu wünschen. Sein Idol Hagen Rether wird ihm bestimmt mit Begeisterung […]

  28. Niema Movassat (der die Bombe liebt) by Clarification of Fact | PRO ZION NRW sagt:

    […] Ein längerer Aufenthalt im Iran wäre dem „Agnostiker“ Niema wirklich zu wünschen. Sein Idol Hagen Rether wird ihm bestimmt mit Begeisterung […]

  29. justus erb sagt:

    Oje auch so ein rechter PI Blog hier

  30. Clemens Heni: „Giftmischer von Bush bis Bin Laden" - Analysis - SPME Scholars for Peace in the Middle East sagt:

    […] Source: Scholars for Peace in the Middle East (SPME) var addthis_config = { services_compact: "digg,tumblr,favorites,facebook,twitter,printfriendly,more", services_exclude: "print,email,pdfonline", } var addthis_share = { templates : { twitter : "{{title}} {{url}} (via @[ScholarsForPeace])" } } Tweethttp://www.wadinet.de/blog/?p=685 […]

  31. Niema Movassat (der die Bombe liebt) | Clarification of Fact sagt:

    […] Aufenthalt im Iran wäre dem “Agnostiker” Niema wirklich zu wünschen. Sein Idol Hagen Rether wird ihm bestimmt mit Begeisterung […]

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