Angekündigte Massaker

09. März 2011, von Thomas von der Osten-Sacken

Es ist hinlänglich bekannt und blutig belegt, wie Rachfeldzüge arabischer Despoten aussehen, gewinnen sie gegen Aufständische die Oberhand: In Hama, Syrien 1982 etwa (geschätzte 30000 Tote) oder im Südirak 1991 (über 100000 Tote), um nur zwei Beispiele zu nennen.

Solche Massaker werden gut vorbereitet, auch sprachlich. Die irakische Propaganda etwa bezeichnete 1991, bevor Elitetruppen und Sicherheitskräfte zum Massenmord aufbrachen, die Bewohner der Sumpfgebiete im Süden des Landes als “affengesichtige Nachfahren schwarzer Sklaven“.

Was den Menschen in Libyen blüht, sollte Gaddafi wider allen Erwartens gegen die Opposition gewinnen, kündigt das Staatsfernsehen schon einmal an:

Libyan state TV refers to rebels as “rats”. And a Libyan army captain says: “There are some rats that could be lying in some alleys and inside some flats. We are capturing them one group after the other.”

Sage nachher niemand, man habe es nicht wissen können.

5 Antworten zu “Angekündigte Massaker”

  1. frau antje sagt:

    Sehr wahr

  2. Marti sagt:

    Muslimische Opfer muslimischer Täter scheinen für unsere politkorrekten Diskurseliten irgendwie nicht wirklich zu exisieren.

    Die Opfer vom Sabra und Schatilla kennt heute jedes Schulkind, von den Massakern Assads, die ein ganz anderes Ausmaß hatten, weiß so gut wie keiner etwas.

    Bei Sabra und Schatilla kann man Juden und Christen verantwortlich machen, deshalb wird das auf alle Ewigkeit wieder und wieder durchgehechelt.

  3. anti3anti sagt:

    Kein Krieg in Libyen

    http://anti3anti.wordpress.com/2011/03/08/krieg-in-libyen/

  4. Gebildet sagt:

    Wer oder was sind Sabra und Schatilla?

  5. warwick sagt:

    äh und warum sollte das nen in deutschland lebenden menschen irgendwie interessieren?

Hinterlasse eine Antwort