Zähneklappern in Damaskus

31. Januar 2011, von Thomas von der Osten-Sacken

Für den 5. Februar sind sie angekündigt, und folgt man den Verlautbarungen der Opposition, dann werden sie heftig werden, die “Tage des Zorns” in Syrien. Meldungen der Reform Party of Syria zufolge soll Bashir al Assad sich schon mal präventiv Schlägertrupps der Hizbollah an die Grenze geholt haben, um mit den Demonstraten fertig zu werden. Und wer das Land auch nur ein bisschen kennt weiss, dass die Menschen die Nase da so voll von System und Regierung haben, wie in Ägypten auch. Folgende große-weiser Führeräußerung sollte also auch akustisch mit dem Zähneklappern unterlegt werden, das man zwischen den Zeilen auch förmlich herausliest. Zu frühe Freude, selbst dieser Tage, ist nicht angebracht, aber eines ist sicher: nein in Bashirs Haut möchte man gerade auch nicht stecken:

Der syrische Präsident Baschar al-Assad forderte in einem Interview mit dem Wall Street Journal die arabischen Führer zu Reformen auf. Assad mahnte die Politiker “sich selbst in dem Maß weiterzuentwickeln, wie sich die Gesellschaft weiterentwickelt”. Er sprach von einer neuen Ära, die nicht erst seit den Protesten begonnen hätte. Zur Bewältigung der Situation seien “offene Gesellschaften” und ein “Dialog” nötig.

3 Antworten zu “Zähneklappern in Damaskus”

  1. Felix Schiffmann sagt:

    Wir werden ja sehen, wie Aljazeera, das doch entscheidend für die Entwicklung in Tunesien und Ägypten and beyond war, sich bei Protesten gegen diese antiwestlich ausgerichteten Regime verhält. Ich vermute mal, der Gemüsehändler der sich in Damaskus aus Verzweiflung selbst anzündet, wird sie nicht die Bohne interessieren…

  2. Erdbeben im Nahen Osten « sagt:

    […] die Palästinensische Autonomiebehörde denkt über Wahlen auf lokaler Ebene nach, und in Syrien zieht Assad schon mal präventiv Schlägertrupps der Hizbollah an der Grenze zusammen, weil er […]

  3. Erdbeben im Nahen Osten - BDS News, Letters from our Readers - SPME Scholars for Peace in the Middle East sagt:

    […] die Palästinensische Autonomiebehörde denkt über Wahlen auf lokaler Ebene nach, und in Syrien zieht Assad schon mal präventiv Schlägertrupps der Hizbollah an der Grenze zusammen, weil er […]

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