Paech und das Heimatrecht

12. August 2010, von Thomas von der Osten-Sacken

Gazaflotillenfahrer Noram Paech wird im Falle von Firas Maraghy aktiv und wie. Sein offener Brief ist derart widerwärtig, dass jeder Kommentar sich erübrigt. Einzig anzumerken wäre, dass man sich alleine schon, um nicht Seite an Seite mit Figuren wie Paech stehen zu müssen, schwer tut, Sympathien und Solidarität mit Firas Maraghy zu äußern. Das spiegelt in a nutshell ein Problem der Palästinenser : es sind ihre selbsternannten Freunde, größtenteils bestehend aus Djihadisten und Antisemiten jedweder Couleur.

Sehr geehrter Herr Botschafter,

ich habe lange gezögert, Ihnen zu schreiben, da mir angesichts der Politik Ihrer Regierung gegenüber den Palästinensern in Israel und in den besetzten Gebieten zunehmend die Worte ausgehen. Was Ihre Regierung dem normalen demokratisch- rechtsstaatliche n Verständnis zumutet, ist offensichtlich auch den regierungstreuesten Medien in Deutschland so peinlich, dass sie es nur mit Schweigen übergehen können.

Es geht um die Familie von Herrn Firas Maraghy, die Ihre Regierung offensichtlich zu einem weiteren Beispiel ihrer Politik der definitiven Entarabisierung und Judaisierung Ost-Jerusalems zu machen beabsichtigt. Damit soll die Annexion Ost-Jerusalems, die den Makel der eindeutigen Völkerrechtswidrigke it nicht los wird, mit dem grausamen Mittel der Vertreibung aus den Häusern und Zerstörung der Familien vollendet und unwiderruflich gemacht werden. Ist Ihre Regierung angesichts der eigenen furchtbaren Geschichte so vollkommen unempfindlich geworden gegenüber dem menschlichen Leid, welches durch den willkürlichen Raub der Heimat den eigenen Nachbarn angetan wird? Meint sie wirklich, mit diesen durch keine Rechtsordnung zu rechtfertigenden Mitteln dem eigenen Volk in einem letztlich rein jüdischen Staat eine friedliche und sichere Zukunft in der arabischen Welt des Mittleren Ostens zu garantieren?

Da ich nicht daran glauben will, dass Ihre Regierung keinem Argument der Vernunft und Menschlichkeit mehr zugänglich ist, bitte ich Sie eindringlich, bei Ihrer Regierung in Jerusalem eine Änderung ihrer Haltung gegenüber der Familie Maraghy herbeizuführen.
Vor genau einem Jahr schrieb ich das letzte Mal an Sie, damit sie die Ausreise von 12 Deutsch-Palästinense rn aus Gaza ermöglichten, die dort ihre Verwandten besucht hatten. Nach langen quälenden Wochen gelang ihnen schließlich die Ausreise über den Grenzübergang in Rafah nach Ägypten. Eine solche Lösung ist für die Familie Maghir nicht möglich. Sie steht für die Bedrohung der ganzen palästinensischen Bevölkerung in Jerusalem. Sollte es nicht gelingen, ihr Heimatrecht zu bewahren, so wird dies nicht nur für die Familie unabsehbar traurige Folgen haben, sondern auch für Israel das Ziel einer friedlichen Zukunft in erträglicher Nachbarschaft zwischen den beiden Völkern in noch weitere Ferne rücken.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Norman Paech

15 Antworten zu “Paech und das Heimatrecht”

  1. Piet sagt:

    Mit vorzüglicher Hochachtung? Dieser Heuchler!

  2. Spinner sagt:

    das ostjerusalem erst durch jordaniens besetzung judenfrei wurde hat der herr wohl vergessen…
    der Großraum Jerusalem im Teilungsplan von 1947 unter internationaler Kontrolle gestellt werden sollte. Der Ostteil Jerusalems wurde nur aus einem einzigen Grund “arabisch”: Weil die Araber sich (nicht nur) um den Teilungsplan der UNO von 1947 nebst der dazugehörigen Resolution kein Deut scherten und derlei Bemühungen mit Krieg beantworteten.

    Der Osten Jerusalems, mitsamt dem alten jüdischen Viertel in der Altstadt, der Klagemauer und dem 3000 Jahre alten jüdischen Friedhof mit etwa einer halben Million Gräbern, sowie der zuletzt von europäischen Kreuzfahrern errichteten Grabeskirche, wird als „traditionell arabisch“ bezeichnet. Die „Tradition“ entstand, weil dieser Teil der über 3000 Jahre alten Stadt 19 Jahre lange unter jordanischer Okkupation stand. Jordanien hatte zwischen 1949 und 1967 den Osten der Stadt besetzt und dann ebenso völkerrechtswidrig annektiert, wie es später Israel getan hat. Allein Pakistan anerkannte die jordanische Annexion Ost-Jerusalems.

  3. Martin sagt:

    Herr Paech ist wirklich durch und durch widerwärtig. Grund seiner ekelhaften Krakelerei dürfte extremer Narzissmus sein. Israel und „das Leid der Palästinenser“ dienen Paech und Konsorten nur dazu, sich öffentlich produzieren zu können und Aufmerksamkeit zu erhalten.
    Das ist, wenn es gegen Israel geht, ja auch komplett gefahrlos.

  4. Rainer Lang sagt:

    allein schon die Energie mit der dieser Veteran aus dem DKP Milieu für die „Sache der Palästinenser“ eintritt, ist verdächtig. Er hätte doch eigentlich zu Hause genug zu tun. Beispielsweise mit Gysi und den restlichen GenossInnen über die bisher bereits über 100 Millionen Tote zu diskutieren, die der Sozialismus produziert hat. Und auch natürlich auch darüber, dass bereits der Frühsozialismus von wenigen Ausnahmen abgesehen antisemitisch war. Vielleicht wird dem Paech Vogel dann wenigsten seine eigene Position klar.

  5. Joram sagt:

    Dem Altstalinisten Paech geht das Schicksal der Araber völlig am Arsch vorbei. Das einzige was für ihn zählt ist seine antijüdischen Neurosen auszuleben. Diese unerträgliche Heuchelei:
    „Ist Ihre Regierung angesichts der eigenen furchtbaren Geschichte so vollkommen unempfindlich geworden gegenüber dem menschlichen Leid, welches durch den willkürlichen Raub der Heimat den eigenen Nachbarn angetan wird?“

    Ich möchte seine Briefe an die kommunistische Regierung der Sowjetunion und Volksrepublik Polen sehen in denen er sich über das Schicksal der deutschen Vertriebenen beklagt. Aber das hat ihn nicht interessiert.
    Das Schicksal eigenes Volkes findet der Paech ganz O.K. Die Deutschen haben nach der Meinung von Paech und sonstigen Kommunisten ihr Schicksal selber verdient, indem sie den Krieg entfesselt haben. Den Krieg, den sie total verloren haben. Araber haben ebenfalls Kriege angefangen, alle mit mehr oder weniger Verlusten verloren, aber anders als die Deutschen sollen sie keine Verantwortung dafür tragen. Die Sieger dieser ungewollten Kriegen – also Israelis – die sollen die Leidtragenden sein.
    Solche krankhafte Logik kann sich nur ein von der Perversität des Kommunismus verdorbener Mensch wie Paech leisten.
    Der Mensch hat sein Judenhass mit der Milch seiner Mutter gesogen.

  6. Andrea sagt:

    Der Stuss, der in diesem Brief geschrieben wird, zeigt klar und deutlich, dass Paech selbst „keinem Argument der Vernunft und Menschlichkeit mehr zugänglich“ ist.

  7. Yaku sagt:

    „Ist Ihre Regierung angesichts der eigenen furchtbaren Geschichte so vollkommen unempfindlich geworden gegenüber dem menschlichen Leid, welches durch den willkürlichen Raub der Heimat den eigenen Nachbarn angetan wird?“

    Der typisch Stuss vieler Deutscher: Die Juden müssen doch schließlich wissen, was es heißt verfolgt zu werden. Schließlich war Auschwitz eine Besserungsanstalt für Juden und selbst danach haben sie sich nicht gebessert. Der Deutsche als Bewährungshelfer für uns Juden. Denn mit Völkermord kennen sich besonders gut aus. Niemals wurde der nationale Spruch: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ wahrer als in diesen dummen Sätzen.
    Tja, Auschwitz werden solche Dummschwätzer den Juden niemals verzeihen.

  8. jackdaw sagt:

    Paech: „…letztlich rein jüdischen Staat eine friedliche und sichere Zukunft in der arabischen Welt des Mittleren Ostens zu garantieren?“

    Aristoteles: „Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.“

    Die Freiheit hat Paech vergessen, das aber ist nicht sein Metier!

  9. Charleykater sagt:

    Es ist doch schön, dass ein Palästinenser, der in Deutschland leben und arbeiten darf, es vorzieht, Berlin zu verlassen, um mit seiner Familie nach Jerusalem zu ziehen.
    Nicht einmal ein selbsternannter, schwätzender vorgeblicher Palästinenserfreund hält ihn davon ab, aus Deutschland zu fliehen. Dafür ist er sogar bereit, seine Gesundheit zu opfern.
    Übrigens ist er nicht der einzige Palästinenser, der gerne in den Jüdischen Staat Israel zurückkehrt. Viele werden von der Presse nicht erfasst, da Israel ihnen keine Schwierigkeiten bei der Rückkehr bereitet.
    Ein solcher Palästinenser hat mir, einem Juden, zugeraunt, warum er nicht in Deutschland leben will:
    In Israel werden wir zuweilen beargwöhnt, in Deutschland werden wir manchmal gehasst, immer verachtet.

  10. hans sagt:

    Peach spricht von Heimatrecht.Durch seine Heirat mit einer Deutschen könnte der Palästiner sicher auch Deutscher weden
    Aber nach D Recht darf man nur eine Staatsangehörigkeit besitzen. Da aber der Status Flüchtling bei den Palästinensern erblich ist (gefördert finanziell durch UNO und Welt ) zieht es der Palästinenser vor in den Apartheitstaat Israel zu ziehen.
    Berufsantisemit meets berufsflüchtling

  11. webster sagt:

    Die Linke hat eben Paech

  12. Frank sagt:

    Wenn Juden vor 3000 Jahren von Israel vertrieben worden sein sollen und dennoch das Recht auf Rückkehr haben, müsste jemand, der das Land vor erst 2-3 Jahren verlassen hat, auch zur Rückkehr berechtigt sein. Oder sehe ich das falsch?

    Was Paech falsch macht, kann ich als Otto-Normalbürger nicht erkennen. Er redet viel zu höflich, finde ich.

    Darf man Israel überhaupt kritisieren, ohne antisemitisch zu sein? Nein. Wenn ich mir die Kommentare hier anschaue, glaube ich, dass ihr auch kein Problem damit hättet, wenn alle Nichtjuden ausgerottet würden, wenn das nötig wäre, um Israel zu verteidigen!

  13. Matthias sagt:

    Hier seht ihr mal was in Israel so abgeht:

    Ähnelt fast schon den unmenschlichen Bedingungen denen die Juden im damaligen Deutschland unterworfen waren. Die Opfer von damals sind die Täter von heute!!!!!!!!!!

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Masterplan-gegen-Palaestina-Ostjerusalem-soll-juedischer-werden/story/10617962

  14. willow sagt:

    @Matthias

    Ja, schon klar, den arabisch-palästinensischen Bevohnern zuzumuten, daß sich in ihrer Nachbarschaft Juden ansiedeln, das ist eher schlimmer als Auschwitz, schon klar…

    Für sie sieht eine Friedenslösung vermutlich auch so aus, daß nach dem Gazastreifen auch das „Westjordangebiet“ judenrein gemacht wird und im Gegenzug Israel durch die „Rückkehr“ der Araber mit ererbtem Flüchtlingsrecht ein überwiegend nichtjüdischer Staat wird. Vermutlich können si sich nicht vorstellen, wie anziehend diese Vorstellung nicht nur für jüdische Israelis sondern auch eine große Mehrheit der israelischen Araber ist…

    @Frank

    Kennen sie sich aus, können sie mir sagen, was hierzulande mit einem Ausländer mit Aufenthaltserlaubniss wird, wenn er in einem Drittland eine Ehe eingeht und seinen Lebensmittelpunkt dorthin verlegt? Aber ist schon klar, der Titel eines palästinensischen Flüchtlings ist erblich – und es ist ja auch für die hiesigen Besserwisser leicht erklärlich, warum Herr Maraghy zwar Palästinenser bleiben, aber auf keinen Fall in Palästina leben möchte – denn er möchte sich letztlich nur dahingehend absichern, daß er auch nach einer palästinensischen Staatsgründung in Israel leben kann ohne die israelische Staatsbürgerschaft annehmen zu müssen.

  15. Aufruf zur Antikriegsdemonstration zum Qudstag am Samstag, den 4. September 2010 sagt:

    Aufruf zur Antikriegsdemonstration zum Qudstag
    am Samstag, den 4. September 2010

    Treffpunkt: 14.30 Uhr am Adenauerplatz
    Wegstrecke ab 15.00 Uhr: über Kudamm, Joachimstaler Strasse, Kantstrasse bis Savigny-Platz (Abschlusskundgebung)

    Der Weltkrieg ist voll im Gange, was nun?

    den neuen Teil des dritten Weltkrieges gegen den Iran verhindern und die laufenden Teilkriege beenden!
    Terror und Gewalt stoppen, Vertrauen und Frieden verbreiten!
    Hass und Feindschaft bekämpfen, Vernunft sprechen lassen!
    Die kriegstreibenden Politiker/innen abwählen. Die Demokratie retten!
    Vor allem Millionen Menschenleben retten!

    Die Antikriegsdemonstration am Qudstag ist der Marsch für den Frieden. Die „Herren der Welt“ suchen anscheinend, nach alten Rezepten aus denm 20. Jahrhundert, den Ausweg aus der selbstverschuldeten Krise in dem Krieg. Die Vernunft sagt uns, dass die Wirtschaft dem Wohlstand und das Militär der Sicherheit für die Menschen dienen soll. Aber wenige tausend unter uns 6,5 Miliarden Menschen verfügen unberechtigter Weise über den größten Teil der materiellen Macht.
    Seien es Politiker, Staatsmänner u. Staatsfrauen oder die Mächtigen der Wirtschaft. Sie scheinen fest entschlossen, schrittweise einen dritten Weltkrieg mit Millionen von Toten und weiteren verheerenden Folgen zu führen.
    Ein Krieg, der schon 2001 begann und ettapenweise fortgeführt wird. Afghanistan, Irak, Libanon, Palästina, Pakistan, Jemen, Sudan und nun Iran.
    Was für ein Zufall, dass alle Teilkriege vom Westen, also von den „freiheitlich demokratischen“ Staaten und ihrem Vorposten in der islamischen Welt, nämlich von Israel, ausgehen. Wiederum rein zufällig wird Krieg gegen die islamischen Länder geführt! Sind wir schon bei der Inszinierung der „Clash of civilizations“?
    Oder befinden wir uns bereits mitten in den neuen, modernen Kreuzzügen? Dabei ist eins sicher: der erste Verlierer des dritten Weltkrieges ist die Demokratie, die dem blutigen Wahnsinn der Mächtigen geopfert wird.
    Wir dürfen unser eigenes Schicksal und das der gesamten Menschheit nicht den bösen Kriegstreibern überlassen!
    Aus diesem Grunde appelieren wir an alle Buergerinnen, sofern sie noch bei gesundem Menschenverstand sind und nicht von den Medien verzaubert wurden,
    an der diesjährigen Qudsdemonstrationen in Berlin teilzunehmen

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