Europa, Sommer 2010

31. Juli 2010, von Thomas von der Osten-Sacken

Das südschwedische Malmö ist dank der aktiven und tätigen Mithilfe vieler ihrer Bürger auf dem besten Wege die erste judenfreie Stadt Skandinaviens nach 1945 zu werden. Fast im Wochentakt finden dort nicht nur Übegriffe auf Juden statt, auch Anschläge auf die dortige Synagoge sind inzwischen Legion.

Aber Schweden wäre nicht Schweden gäbe es in der Stadt nicht auch noch einen Koordinator eines Dialogforums gegen gegen Gewalt, der auf dem neuesten Stand der Dinge ist. Ein Anschlag gegen die Synagoge, meint er, sei ganz schlimm, weil „such an event is not just directed against the synagogue, but also at other targets that could be described as ethnic or religious.“

Er meint wohl eigentlich sei dies ein Anschlag, der sich gegen andere als religiös zu definierende Ziele gerichtet habe, also vor allem andere Gotteshäuser, also vor allem Moscheen – und deshalb im Kern wohl islamophob motiviert. Nein antisemitisch war das ganze nicht. Denn gegen Antisemitismus ist man in Malmö ebenso doll wie gegen Zionismus:

In an interview with the newspaper ‘Skånska Dagbladet’, the mayor of the Swedish city of Malmö, Ilmar Reepalu, has equated Zionism and anti-Semitism and said both were unacceptable. “We will neither accept Zionism nor anti-Semitism,” the Social Democratic politician was quoted as saying.

Wenn Juden in Malmö sich jetzt also entscheiden nach Israel auszuwandern, statt sich von den Verbrechen dieses Landes zu distanzieren, dann beweisen sie damit nur, dass sie’s schon vorher mit dem Zionismus gehalten haben, der ja ebenso unakzeptabel ist wie Antisemitismus:

At some point, the shouts of “Heil Hitler” that often greeted Marcus Eilenberg as he walked to the 107-year-old Moorish-style synagogue in this port city forced the 32-year-old attorney to make a difficult, life-changing decision: Fearing for his family’s safety after repeated anti-Semitic incidents, Eilenberg reluctantly uprooted himself and his wife and two children, and moved to Israel in May.

Europa, Sommer 2010.

5 Antworten zu “Europa, Sommer 2010”

  1. möfpf sagt:

    „In an interview with the newspaper ‘Skånska Dagbladet’, the mayor of the Swedish city of Malmö, Ilmar Reepalu, has equated Zionism and anti-Semitism and said both were unacceptable. “We will neither accept Zionism nor anti-Semitism,” the Social Democratic politician was quoted as saying.“

    Aha! Antisemitism=zionism= antisemitism=zionism: Sag mal geht’s noch Herr Sozialdemokrat??? Unfassbar, sagt da der Genosse Generalsekretär m.

  2. Peter Koroly sagt:

    Nun in Wien hat aufgrund der Iniative des sozialdemokratischen Gemeinderatmitglieds Omar al Rawi der Gemeinderat am 31. Mai 2010 einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss gegen Israel gefaßt. Und tatsächlich mehren sich die physischen Angriffe gegen orthodoxe Juden in Wien.

  3. Fatima sagt:

    und wir alle wissen das die verdammten politiker angst vor den moslems haben und gleichzeitig auf die wählerstimmen schielen!man sollte allen straffällig gewordenen die wahlerlaubnis entziehen wenn man sie schon nicht ausweisen kann!

  4. Richtigstellung » tw_24:blog sagt:

    […] wollte dem britischen Patrioten da […]

  5. Wochenend-Schaschlik « abseits vom mainstream – heplev sagt:

    […] Malmö – wahrscheinlich bald die erste judenreine Großstadt Europas. Und ganz stolz drauf, weil damit die fiesen israeltreuen Juden ihr wahres, zionistisch-verbrecherisches Gesicht gezeigt haben und auf solche Juden verzichtet man gerne. Wer solche Einstellungen hat, dem gelingt es natürlich auch ganz leicht aus einem Anschlag auf eine Synagoge einen islamophoben Akt zu machen! […]

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