UN Logik VI

10. Juli 2010, von Thomas von der Osten-Sacken

Der iranische Rundfunk informiert:

Militärisch unterlegene Taliban töten gezielt Zivilisten

Im Durchschnitt verüben die aufständischen Taliban einen Bombenanschlag pro Tag und setzen jeden dritten Tag einen Selbstmordattentäter ein. Die Zahl der Anschläge hat sich damit im Vergleich zu Anfang 2009 verdoppelt, die der Selbstmordattentate sogar verdreifacht.

Die zunehmende Gewalt ist „dem Anstieg an Militäroperationen (der Nato) im Süden während des ersten Quartals 2010 zuzuschreiben“, heißt es im UN-Bericht. Im Februar begann die Nato in der Provinz Helmand die Großoffensive „Operation Muschtarak“, im Frühjahr eine Offensive in der Nachbarprovinz Kandahar. Offenbar als Reaktion auf diese militärische Übermacht gehen die Taliban nach Ansicht der UN gezielt gegen Zivilisten vor. „Die Aufständischen machen ihre Drohungen gegen die Zivilbevölkerung wahr, mit durchschnittlich sieben Anschlägen pro Woche, die Mehrzahl davon in den südlichen und südöstlichen Regionen“, heißt es in dem UN-Bericht. Etwa 70 Prozent aller in Afghanistan getöteten Zivilisten seien Opfer der Taliban.

Die Logik des UN-Berichtes scheint den Machern von Irib so richtig zu gefallen. Wenn man militärisch unterlegen ist, dann zieht man sich nicht etwa zurück oder kapituliert, sondern massakriert noch mehr Zivilisten. Der UN wäre das nie ein Grund, von Kriegsverbrechen zu sprechen.

Eine Antwort zu “UN Logik VI”

  1. GEZ für die Ayatollahs « FREE IRAN NOW! sagt:

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