Feldzug mit Islamisten auf hoher See

28. Mai 2010, von Thomas von der Osten-Sacken

Eigentlich wundert es einen kaum, dass organisatorisch hinter der Gaza-Flotille, mit der, neben dem Herrn Mankell und anderen, auch das deutsche Free Gaza Movement inklusive einiger Bundestagsabgeordneter der Linken schippert, eine radikalislmische türkische Organisation steckt:

IHH, which plays a central role in organizing the flotilla to the Gaza Strip, is a Turkish humanitarian relief fund with a radical Islamic anti-Western orientation. Besides its legitimate philanthropic activities, it supports radical Islamic networks, including Hamas, and at least in the past, even global jihad elements.

Umso konsequenter, dass die UN dem Unterfangen in personae Richard Falk und John Ging gutes Gelingen wünscht:

Richard Falk, der UN-Beauftragte für die Menschenrechte der Palästinenser in den besetzten Gebieten, erklärt: „Nicht Regierungen oder die Vereinten Nationen haben bisher etwas gegen die Blockade unternommen, sondern Menschen mit Verantwortungsgefühl“. John Ging, Leiter der UN-Hilfe für palästinensische Flüchtlinge sagt, es sei an der Zeit, dass „die internationale Gemeinschaft Hilfe auf dem Seeweg für Gaza unterstützt, so wie sie es in Haiti getan hat“, und auch Noam Chomsky fügt seine besten Wünsche bei „für den Erfolg in diesem extrem wichtigen Unternehmen, das wie ich hoffe dazu beitragen wird, das Bewusstsein der Welt zu wecken
.“

Schließlich ist der Konvoi gen Gaza in den Worten des IHH Sprechers zumindest mit einem der großen Feldzüge des Propheten Mohammad zu vergleichen:

In seiner Rede sagte Nurettin Y?ld?z, dass es von großer Bedeutung sei, dein Schiffskonvoi zu unterstützen. Er verglich die Aktion „Für humanitäre Hilfe nach Gaza“ mit dem Tabuk-Feldzug des Propheten und sagte: „Der Tabuk-Feldzug fand gegen eine große Armee statt. Auf dem Rückweg nach Medina waren die Kamele der Prophetenarmee so außer Kraft, dass sie nicht mehr weitergehen konnten. Einer, der dies sah, ging zu den Kamelen und sang ihnen etwas über die Wichtigkeit dieses Feldzugs, woraufhin die Kamele wieder schneller wurden. Nach dieser Szene sagte unser Prophet dem Mann „Gott möge es dir vergelten“. Genau deshalb sollten wir nun diesen Schiffskonvoi unterstützen, damit solche Aktionen auch vorankommen und nützlich sein können.“

Damals siegte man über die Byzantiner, heute kämpft man Seite an Seite mit Pax Christi und IPPNW, zwei großen Friedensorganisationen für das Recht der Hamas. Wenn das mal keine schöne Kontinuität ist.

Und wer’s auch noch sehen mag: hier ein Video von der Abfahrt der Flotte in Istanbul mit treffend kommentiert von den Bloggern von Harry’s Place:

What better way to start a voyage than a round of rousing pro-terrorist and antisemitic chanting?

Intifada, intifada, intifada!

Khaybar, Khaybar, oh Jews! The army of Mohammed will return!

Mohammed crushed the Jews of Khaybar, killed their leaders, took the widowed wife of one leader as his own, and degraded the survivors of the battle. Today the Khaybar chant is for hateful extremists, such as this baying mob in Luton.

15 Antworten zu “Feldzug mit Islamisten auf hoher See”

  1. Karl Martell sagt:

    Danke, Danke.
    Jetzt ist mein Wochenende auch noch versaut!

  2. Aron Sperber sagt:

    habe in erster Linie Mitleid mit dem Meer!

    erst die Ölpest…

    und jetzt das – welche „Schrecken“ wir das Meer noch ertragen müssen?

  3. Antifo sagt:

    Wer bei der Bundestagswahl gedacht hatte, er könne Deutschland den besonders von den Grünen heiß ersehnten Import von Guantanamo-Terroristen ersparen, indem er Schwarz-Gelb seine Stimme gibt, hat sich getäuscht:

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte bei einem vertraulichen Treffen mit Innenexperten der Union Mitte Mai in Berlin, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe den Wunsch, „dass man den Amerikanern hilft“, wie FOCUS jetzt erfuhr. Das bedeute, dass Deutschland zumindest einen der drei Kandidaten aufnehmen werde. Auf Wunsch der USA sollen zwei Palästinenser und ein Syrer nach Deutschland gebracht werden.

    Nach FOCUS-Informationen hegt das Bundesinnenministerium (BMI) auf Grund der noch andauernden Sicherheitsüberprüfung vor allem Bedenken gegenüber Ahmed Mahamoud el Shurfa. Der 34-jährige Palästinenser erhielt eine militärische Ausbildung in einem El-Kaida-Lager, unter anderem an der Kalaschnikow. Ende 2001 wurde er in Afghanistan festgenommen. Die Unionspolitiker diskutierten über mögliche physische und psychische Folgen für die Gefangenen nach mehr als acht Jahren Haft unter den Bedingungen des Gefangenenlagers. Eine ärztliche Betreuung müsse daher sichergestellt werden.

    De Maizière informierte die Innenminister der Länder vergangenen Donnerstag am Rande der Innenministerkonferenz kurz über die drei Guantanamo-Fälle. Neben der Gefährlichkeit, erklärte de Maizière beim Kamingespräch, sei zu klären, wie die Häftlinge nach Jahren der Haft in Gesellschaft integriert werden könnten. Formal kann der Bund allein über die Aufnahme der Häftlinge entscheiden. Dennoch sucht de Maizière ein Bundesland, das die Häftlinge aufnimmt. Der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Karl Peter Bruch (SPD), signalisierte nach FOCUS-Informationen Kooperationsbereitschaft.

  4. Stoff für’s Hirn! « abseits vom mainstream – heplev sagt:

    […] sind offiziell aus der Türkei verabschiedet worden. Und jetzt befinden sie sich also auf einer Mission, die einem der großen Kriegszüge des Propheten gleichgesetzt wird Wenn da man nicht aussagekräftig ist. […]

  5. Andrea sagt:

    Der IHH setzt sich vorbildmäßig ein – zwei Beispiele:

    http://www.ihh.org.tr/gazze-limaninda-onarim-calismasi/de/ – Sensation! Sensation! Der Hafen von Gaza wird für den Schiffskonvoi extra repariert, nachdem die Israelis ihn bei Angriffen stark beschädigt hatten. Und den Palästinensern bzw. dem IHH gelingt mal wieder das Unmögliche: Sie haben keine Baumaterialien und keine Baumaschinen, weil Israel nichts in den Gazastreifen lässt, und trotzdem können sie den Hafen reparieren!! Wie machen die das?? Ein weiteres Wunder ist die Kulisse, die hinter den Bauarbeitern zu sehen ist: Obwohl laut Medienberichten infolge des Gazakrieges noch drei Viertel der Häuser zerstört sind, sieht man den Häusern im Hintergrund die Zerstörung nicht an!!

    http://www.ihh.org.tr/gazze-icin-bisikletle-200-km/de/ – Fahrradtour für Gaza und den Schiffskonvoi: Für 200 km brauchte der Mann sage und schreibe nur 36 Stunden!! Das heißt, er ist mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von großartigen 5,6 km pro Stunde gefahren!! Das sind immerhin etwa 0,6 km mehr als ein Fußgänger pro Stunde zurücklegt, denn der Fußgänger läuft nur etwa 5 km pro Stunde!! Solch eine Superleistung ist doch eigentlich nur durch Betrug möglich!! Ich wette, der Mann hat sein Fahrrad bergauf geschoben!!

  6. Hochwürden sagt:

    16 Tote an Bord.. Und, seid Ihr zufrieden mit dem Verbrechen ?

  7. Vor der nächsten antisemitischen Protestwelle… | Ruhrbarone sagt:

    […] würde auch gerne mehr über die “Friedensaktivisten” auf den Schiffen wissen und was genau geschah, bevor geschossen wurde. Aber ich glaube diese […]

  8. Antifo sagt:

    Der Link auf die ihh.org.tr-Seite funktioniert nicht (mehr).

  9. Rami sagt:

    Ja ja, jetzt kommen die fiesen Pali-Freunde noch übers Meer, um den armen und schutzlosen Israelis eins auszuwischen…und die Palis sind natürlich selbst schuld daran, dass die Israelis die Seeblockade aufrechterhalten…versteht sich doch von selbst!

  10. » sommer-alpträume II | kotzboy.com sagt:

    […] eskalation gebürstet war der auf dem seeweg nach gaza verschiffte rammbock mutmaßlicher “friedensaktivisten“, deren hamas-sympathisierende propagandaaktion auf grausame weise nachdruck verliehen wurde, […]

  11. Die Gaza-Flotte « Nach der Wahrheit graben sagt:

    […] Die Aktivisten als Menschenrechtler darstellen. Allerdings sehr seltsame Mischung mit zweifelhaften Hintergründen und Äußerungen. […]

  12. Aufgebrachte Narrenschiffe » FreibÄrger sagt:

    […] nicht für Menschenrechte, die dem islamischen Verständnis davon zuwiderlaufen, wäre hinzuzufügen. Denn die unter türkischer Flagge fahrende Mavi Marmara – auf der die israelischen Spezialkräfte […]

  13. B. Fischer sagt:

    „mit einem der großen Feldzüge des Propheten Mohammad zu vergleichen:

    @Antifo:
    Link auf die ihh.org.tr-Seite funktioniert nicht (mehr).

    Hier Der verschwundene Artikel:
    http://upload.zeugs.info/get/21463400954c054c05cd123/Schiffskonvoi-nach-Gaza.jpg
    und hier „Der Hafen von Gaza wird für den Schiffskonvoi extra repariert“:
    http://upload.zeugs.info/get/19975498124c054c2e9ec82/Gaza-Harbor-Repaired.jpg

  14. Serious sagt:

    Richard Falk? Etwa der Irre Richard A. Falk? Von dem sogar ein Erzrepublikaner wie Goldwater meinte, jeder anständige Christ müßte ihm in den Allerwerteseten treten?

  15. Aufgebrachte Narrenschiffe « sagt:

    […] nicht für Menschenrechte, die dem islamischen Verständnis davon zuwiderlaufen, wäre hinzuzufügen. Denn die unter türkischer Flagge fahrende Mavi Marmara – auf der die israelischen Spezialkräfte […]

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