Erlangen steigt ein

13. März 2010, von Thomas von der Osten-Sacken

Die Stadt Erlangen versteht sich als Ort der religiösen und kulturellen Toleranz. Der Ausländer-und Integrationsbeirat erwies sich dabei mehrmals als Initiator von Kundgebungen und Bündnissen gegen Rassismus. Mit dieser Fachtagung steigen wir erneut konstruktiv in die aktuelle Debatte  über „Vorurteile und Ressentiments gegen Muslime“ ein.

Und wenn die Stadt Erlangen einsteigt, dann dürfen zwei auf gar keinen Fall fehlen: Der Wolfgang Benz und die Sabine Schiffer. Letzetere ist nämlich nicht nur aus Erlangen, sondern so tolerant, dass sie nichts dagegen einzuwenden hat, wenn ihre Artikel über die wahren Hintergründe des 11. Septembers etwa mit Karikaturen von bekennenden Holocaustleugnern bebildert werden.

Die Stadt Erlangen wiederum schreibt in ihrem Einladungstext:

Der islamfeindlich motivierte Mord an der Pharmazeutin Marwa al Sharbini (Juli 2009) im Landgericht Dresden, die Äußerungen Thilo Sarrazins über „Kopftuch-Mädchen“ (Sept. 2009), wie auch die Debatte um das Minarettverbot in der Schweiz (Nov. 2009) wurden von rechtslastigen Parteien europaweit gefeiert.

Man muss wahrhaft kein Freund etwa der SVP in der Schweiz sein oder Anhänger von Geert Wilders, um auf diese Infamie, die fast schon einen Straftatbestand darstellt, hinzuweisen. Denn dem Magistrat der Stadt Erlangen, der immerhin demokratisch gewählt wurde, dürfte es doch arg schwerfallen, nachzuweisen, dass eine “rechtslastige” Partei – damit sind “islamophoben” europäischen Parteien gemeint – , die  den Mord an Frau Sharbini gefeiert hätte. Aber um Wahrheit geht es ja nicht, sondern darum, in den Dialog einzusteigen, etwa mit dem  Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, der auch als Herausgeber der Seite islam.de fungiert, auf der so schöne Dinge wie diese stehen, die dem Zusammeleben und der Toleranz ganz sicher förderlich sind:

Der muslimischen Frau ist also die Heirat mit einem Mann, der nicht an den Islam glaubt, nicht gestattet. Er hat uns erschaffen und weiß natürlich, was das beste für uns ist. Wer an Allah glaubt, versucht sich an seine Gebote zu halten. Eine muslimische Frau darf keinen Nichtmuslim heiraten. Die einzige Möglichkeit, dass die Ehe dennoch zustande kommt, ist die, dass der Nichtmuslim zum Islam konvertiert.

Der Islam betrachtet das Christentum zur Zeit, als Jesus gelebt hat als eine legitime und von Gott herabgesandte Religion. Allerdings gehen die Muslime wie die meisten Wissenschaftler davon aus, dass der Inhalt der ursprünglich von Gott stammenden Texte durch die Menschen verändert und erweitert wurde, wodurch sich die wortwörtliche Bedeutung dieser Schriften relativiert. Das heißt, dass das Christentum in der Form, wie es jetzt existiert, nicht mehr als identisch mit der ursprünglichen Offenbarung betrachtet werden kann.

Dennoch haben Juden- und Christentum bei den Muslimen einen hohen Stellenwert. Sie werden als “Schriftreligionen” bezeichnet. Deshalb ist es den Muslimen beispielsweise erlaubt, von Christen oder Juden geschlachtete Tiere (bis auf Ausnahmen wie z.B. das Schwein) zu essen. Auch ist es einem Muslim erlaubt, eine Christin oder Jüdin zu heiraten.

Jesus. Die Muslime glauben daran,

* dass Jesus ein Mensch war,
* dass er von Maria jungfräulich geboren wurde,
* dass er ein Prophet war wie alle anderen Propheten (von Adam über Abraham, Moses und Mohammad),
* dass er nicht gekreuzigt, sondern von Gott in den Himmel erhoben wurde,
* dass er einige Jahre vor dem Jüngsten Gericht auf die Erde zurückkommen wird, um die letzte Botschaft Gottes, die vom Propheten Mohammad verkündet wurde zu praktizieren (also den Islam)
.

Und zu guter Letzt:

Das Betrachten von unbekleideter Frauen ist nicht erlaubt, solange es beim Betrachter Lust erregt. (…) In der Sunna des Propheten heißt es, dass Männer wegsehen sollen, wenn sie eine Frau sehen, die sie hübsch finden.

3 Antworten zu “Erlangen steigt ein”

  1. Eckhard Wortmann sagt:

    Ich habe es schon immer gewußt: ISLAM ist keine Religion!! ISLAM ist Haß!! ISLAM ist Unrecht!!!! Fazit: Wo ISLAM ist, ist Unfriede, Diktatur und Chaos.
    Vielen Dank… es reicht!!!!!!!

  2. Freud sagt:

    Man muß Erlangen kennen. Es ist ein ungewöhnlicher Ort – was man schon daran erkennt, daß dort, obwohl mitten in Franken gelegen, bemerkenswert viele Menschen Hochdeutsch sprechen. Erlangen ist geprägt durch Siemens und die Uni, auf die sich die meisten der 100.000 Erlanger verteilen. Viele Menschen kommen in ihrem Leben für eine begrenzte Zeit nach Erlangen, zum Studium oder vorübergehend für einen Auftrag bei Siemens. Dadurch hat die Stadt einen Charakter wie ein Durchlauferhitzer. Und beim Erhitzen geht eben auch manchmal etwas schief…
    Das politische Klima dort ist geprägt durch die Unbedarftheit und Sorglosigkeit, wie sie wohl nur bei Lehrern, dem akademischen Apparat und saturierten Siemensianern anzutreffen ist – in dieser Stadt eben dadurch verstärkt, daß diese sozialen Gruppen dort keine Nische, sondern die Masse sind. Das befreit davon, die eigenen Gutmenschwahnvorstellungen gelegentlich an irgendeiner Realität messen lassen zu müssen.
    So hat man in Erlangen kein Problem, auf einer SPD-Ortsverbandssitzung flammende Plädoyers für Chavez oder den Namen Ahmadinedschad häufig in Verbindung mit dem Ehrentitel “der gewählte iranische Präsident” zu hören. Wenn eine durchgeknallte Erlangerin, die bei Siemens arbeitete, beklagt, sie sei dort schlimmer behandelt worden als die Juden im Dritten Reich, dann sind die örtlichen Postillen à la “Nürnberger Nachrichten” (mit dem Erlanger Kopfblatt “Erlanger Nachrichten”) voller Sympathie für diese aufrechte Kämpferin gegen Mobbing und so. Und so setzt sich das fort.
    Und durch all das zeigt sich – immer wieder ist es erschreckend, das zu sehen: an sich hat der Antisemit kein Problem mit den Juden. Er hat ein Problem mit sich selbst.
    Vielleicht sollte ich einmal eine Besichtigungstour gutmenschlicher Reservate für wadinet- und AchseDesGuten-Leser organisieren…
    Mit Dank – wie so oft – für den Artikel und der Bitte, nicht nachzulassen, ein etwas müder Grüß aus Franken…

  3. Erlangen - Blog - 13 Mar 2010 sagt:

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