Auf der Hoehe der Zeit II
08. Februar 2010, von Thomas von der Osten-SackenStop the Bomb hat sich der Muehe unterzogen eine lange Liste all jener deutscher Firmen zu erstellen, die mit und im Iran Geschaefte betreiben. In der Tat ein beeindruckendes Who is Who der deutschen Wirtschaft. Das muss sich auch die Vorsitzende von IPPNW gedacht haben, deren Job es ja ist, die Welt vor einem Atomkrieg zu bewahren. Denn just an dem Tag, als Stop the Bomb mit dieser Liste an die Oeffentlichkeit trat, vermeldete die SZ auch noch, der Iran habe einen Atomsprengkopf entwickelt.
So liess sie keine Zeit verstreichen, sondern meldete sich couragiert zu Wort:
Die internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) rufen angesichts der Meldung der Süddeutschen Zeitung, der Iran habe den Bauplan für einen Atomsprengkopf entwickelt, zur Besonnenheit auf. „Die Sicherheits- und Verteidigungsexperten in München müssen auf ihrem heutigen Treffen den Konflikt mit dem Land deeskalieren“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen.
Die IPPNW fordert die Bundesregierung auf, sich für eine „atomwaffenfreie Zone Nahen und Mittleren Osten” und eine Nichtangriffsgarantie für den Iran einzusetzen. Als deutliches Zeichen müsste die deutsche Regierung alle Waffenlieferungen nach Nahost stoppen. Das betrifft besonders die Lieferung zweier U-Boote an Israel, die mit Atomwaffen ausgerüstet werden können.
Der Iran baut an der Bombe, deutsche Firmen verdienen wie irre? Da hilft nur: Nichtlieferung an Israel, weg mit den israelischen Atomwaffen und Nichtangriffsgarantie an den Iran. Auf jeden Fall: Deeskalation! Nichts tun, was das Regime Regime oder Siemens veraegern koennte.
08. Februar 2010 um 13:15
Es täte Not, dem Iran eins über die Mütze zu ziehen.
Man sollte einen Militärschlag nicht mehr ausschließen und ein klares Ultimatum stellen.
Doch wer ist dazu in der Lage?
08. Februar 2010 um 14:05
Angesichts dieser Meldung: Iran verkündet Serien-Produktion von Drohnen sollten die IPPNW eine aktualisierte Forderung stellen: die vollständige Entwaffnung Israels, denn die sorgt im Zweifel doch nur für Blutvergießen und stört überdies das ungehinderte Morden.
08. Februar 2010 um 17:17
Ich bin gespannt, wann die Friedensengel eine Sitzblockade von Natans veranstalten.
08. Februar 2010 um 19:18
Die Vernichtung der Juden war erklärtes Ziel der Nationalsozialisten, auch wenn sie für die Umsetzung über 10 Jahre brauchten.
Die Vernichtung des jüdischen Staates ist erklärtes Ziel der Islamischen Republik, auch wenn sie nach 31 Jahren ihr Ziel noch nicht umsetzen konnten – das Mullah-Regime ist freilich stets bemüht, den Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen.
Doch solange kein neuer Holocaust stattgefunden habe, dürfe man die Vorbereitungen für den neuen Holocaust nicht stören – schon gar nicht durch “zionistische Propaganda” mitten im Deutschen Bundestag:
http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/02/07/ein-mann-wie-schimon-peres/
08. Februar 2010 um 20:01
Nicht, daß ich das Geschäftemachen mit den Mullahs gutheißen würden, aber der pauschale Vorwurf, daß deutsche Unternehmen Geschäftsbeziehungen “mit dem Iran” unterhalten, ist auch nicht wirklich glücklich. Es sind nämlich keine Geschäftsbeziehungen “mit dem Iran”, sondern solche mit iranischen Institutionen oder Unternehmen. Natürlich sind davon viele in der Hand reichlich fragwürdiger Gestalten, aber es gibt eben noch ein paar andere, und gerade von und in diesen leben und arbeiten viele Iraner, die die gegenwärtige Regierung ihres Landes genauso abscheulich finden wie die Leser dieses Blogs, und die meiner Meinung nach eher unsere Unterstützung verdienen. Das Problem sind eben nicht Geschäfte “mit dem Iran”, sondern Geschäfte mit den Mullahs.
08. Februar 2010 um 21:35
OT: Alan Posener: “Die Gaskammern wurden nur erfunden”
Anläßlich seines Rauswurfes aus der Achse des Guten sagte Alan Posener in seinem Interview mit Der Freitag:
http://www.freitag.de/kultur/0929-posener-achse-des-guten
Wie meint er das eigentlich?
http://wp.me/pt2oW-ni
10. Februar 2010 um 9:04
[...] Der Iran baut an der Bombe, deutsche Firmen verdienen wie irre? Da hilft nur: Nichtlieferung an Israel, weg mit den israelischen Atomwaffen und Nichtangriffsgarantie an den Iran. Auf jeden Fall: Deeskalation! Nichts tun, was das Regime Regime oder Siemens verärgern könnte. via WADIblog [...]
15. Februar 2010 um 13:18
[...] und Nichtangriffsgarantie an den Iran. Auf jeden Fall: Deeskalation! Thomas von der Osten-Sacken, WadiNet-Blog, 08.02.10 über die Ärzte gegen den Atomkrieg. Das Traurigste ist, dass die nicht einmal merken, wie [...]