Linksnazis

07. Dezember 2009, von Thomas von der Osten-Sacken

Diese Erklaerung hier toppt allen anderen Dreck, den man seit Jahrzehnten gewoehnt ist, von Linksnazis zu lesen – und bedarf einfach keines Kommentars mehr:

Der Zionismus erweist sich als rassistisches Projekt, künstlich soll der jüdische Charakter gewahrt werden, damit soll die heutige Kolonialkultur aufrechterhalten werden. Dies ist nichts emanzipatorisches sondern reaktionär. Es will die Aufrechterhaltung der Dominierung einer Volksgruppe über die andere mit Krieg, Vertreibung und Besatzung festigen und dient der Unterdrückung der progressiven Kräfte in Israel.

14 Antworten zu “Linksnazis”

  1. Doktor Vogl sagt:

    … oje, aber sie legen immerhin Wert auf den Hinweis, beim Verteilen von “Backpfeifen” vor der Veranstaltung nicht auch “Judenschweine” oder “Schwuchteln” gerufen zu haben. Dazu auch: http://www.redok.de/content/view/1587/36/

  2. Piet sagt:

    Sie meinen, es ginge nicht schlimmer?

    Ins gleiche Horn wie oben stößt die Rote Fahne, nach der sich am 13. Dezember Faschisten zusammenrotten, um gegen die „demokratisch-antifaschistische“ B5 zu demonstrieren, während sie den „faschistisch-zionistischen Propaganda-Film“ erneut zur Aufführung bringen wollen: „Diese Gruppen postulieren nach aussen einen “linken” Anspruch in Verbindung mit der faschistischen Ideologie des Zionismus – also eine Art Nationalsozialismus, nur das hierbei das Nationale auf Israel bezogen ist.“

  3. Gerry sagt:

    Was ist an der Erklärung falsch? Eigentlich kann man nur jedes Wort unterstreichen. Auch wenn das ein paar fanatischen Zionazis hier nicht paßt.

  4. Judith sagt:

    Ui. Was sind denn das für welche? Solches Geschwurbel ist mir zuletzt in Quellentexten aus den Siebziger- und frühen Achtzigerjahren untergekommen.

    Gerry, Sie meinten bestimmt “… richtig?” und “anstreichen”?

  5. Thomas von der Osten-Sacken sagt:

    @ Piet. Danke fuer den Hinweis. Der Aufruf der “Roten Fahne” ist in der Tat bemerkenswert ekelhaft.

  6. Rainer Lang sagt:

    ist doch nichts Neues. Der Sowjetmarxismus und nicht nur diese Konfession der Religion des Karl Marx hat die Juden nie als Nation begriffen, sondern stets nur als Anhaenger eines reaktionären Hokus Pokus. Das hielt man stets für emanzipatorisch bzw. progressiv und diente einst und, wie wir oben gelesen haben, so auch heute der Bekämpfung des “Zionismus”. Mit dieser “emanzipatorischen” Weltanschauung hat man dann auch vor Augen der Gläubigen Synagogen zu Schweineställe gemacht und die Rabbiner am nächst besten Baum erhängt.

    Nichts Neues also aus dem Reich der sozialen Gerechtigkeit. Nun könntest du noch einwenden, dass auch Linke aus der Geschichte lernen müssen, aber Linke müssen das nicht tun, denn Linke wissen alles und zwar alles viel besser. Weshalb also die Aufregung!

  7. Judith sagt:

    Schade, ist die Fahrt so lang. Kommenden Sonntag stünde sonst Kino auf dem Programm.

  8. Freud sagt:

    In den 70ern, 80ern war es in kollektiv geführten, linken Szene-Kneipen noch üblich, daß ein Verwandter (ich war noch zu jung) auf ein Bier eingeladen wurde mit den Worten “Du bist a Jud’, geh’ her, ich lad’ dich ein”. Philosemitismus? Antisemitismus? Das ist doch das gleiche, also: entstammt der gleichen Giftwurzel. Damals war Israel noch eher von der studentischen Linken respektiert (sozialistische Kibbuzim, Realsatire von Kishon, die toughe Golda Meir), auch wenn seinerzeit schon eine merkwürdige, einen etwas strengen Duft verströmende Arafat-Sympathie spürbar war. Jedenfalls gehörte es damals zum linken, politischen Anstand, daß man Israel liebte. Heute haßt man es – wie alles, was nicht ins linke, hysterische Weltbild paßt. Antisemitismus hat doch wohl auch immer mit einer Neigung zur Hysterie zu tun, und woher die rührt, weiß man ja.
    Es ist furchtbar. Um so erfreulicher ist es, wenn es Seiten wie diese oder die Achse des Guten gibt.

  9. Rainer Lang sagt:

    Täusch dich mal nicht, denn in den 60ern und 70ern ging es auch schon los mit dem “Antizionismus” und es war 1976, als Terroristen in Entebbe Menschen in Juden und Nichtjuden “selektierten” (mir wird speiübel wenn ich das Wort nur höre). Das waren militante Kreise aus einem Milieu, welches in den 80ern dann die “Nationale Frage” wiederentdeckte. Welch ein Zufall!

    Du hast insofern recht, als der “Antizionismus” damals noch nicht ganz so hoch gehandelt wurde, wie heute. Man darf auch nicht vergessen, dass der SED Staat antisemitisch war und das die Linke seit der deutschen Einheit nicht mehr dieselbe ist, wie in den 70ern. Thomas Haury hat über den linken Antisemitismus ein ganzes Buch geschrieben und die zur heutigen Mainstream Linken führende Traditionslinie KPD/SED näher durchleutet. Nach der Lektüre dieser hervorragenden Arbeit wird einem einiges klar über das, was was neuerdings auch und gerade links ganz schief läuft.

  10. A.Bundy sagt:

    Dieser Bericht wurde unter anderem auch bei Indymedia eingerreicht, dort aber anscheinend zensiert. Soviel zur gepflegten Meinungsfeiheit auf dieser “demokratischen Medienplattform für die Verbreitung einer radikalen , sorgfältigen, und leidenschaftlichen Sicht der Realität”.
    ————————————————————-
    Shosanna Dreyfus & Sgt. Donny Donowitz
    False Flag Happening für Judenhasser oder wie man den Bock zum Gärtner macht.

    Ein obskures Bündnis aus so genannten “Linkssozialisten” (SoL) und der israelfeindlichen B5-Szene kündigt eine gefakte Veranstaltung für den 09.12.2009 an, um den Film “Warum Israel” des antifaschistischen Regisseurs Claude Lanzmann einem judenhassenden Mob zum Fraß vorzuwerfen.

    http://www.sol-hh.de/
    http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7794&Itemid=252#JOSC_TOP

    Dümmliche Israelbasher und lupenreine Antisemiten, die intellektuell kaum das Wasser halten können, aber dessen ungeachtet glauben, sich mit Lanzmann auf einem Bildungs-Level zu befinden, quaken fröhlich-verquer von einer “kritischen Würdigung” des Films.
    Die als “politische Positionierung” mehr schlecht als recht getarnte Diffamierung israelsolidarischer Linker, soll darüber hinwegtäuschen, dass es gerade die selbsternannten “Antizionisten” sind, die eine erneute “Judenselektion” am offensivsten praktizieren.

    http://b-g-h-u.blog.de/2009/12/03/antisemitische-schlaeger-unmoeglich-linke-7507043/comment_ID/11691000/comment_level/1/

    Am besten lässt sich die ganze Verlogenheit dieser Mischpoke an folgendem Statement ablesen.
    “Rassisten und Antisemiten sind – wie gewöhnlich – von der Teilnahme an Veranstaltungen in der B5 ausgeschlossen.”
    Na klar doch, bis auf die Rassisten und Antisemiten der B5-Szene.
    Diese ganze Veranstaltung ist als eine einzige Vernebelungsaktion geplant, um vom gewaltätigen und antisemitischen Kern dieses antidemokratischen Mobs abzulenken. Da kann Mensch mal wieder sehen, wie verzweifelt diese unappetitlichen Gestalten in Wirklichkeit sind.
    Die echte Wiederaufführung findet natürlich weiterhin am 13.12.2009 um 16.00 Uhr im Kino B-Movie statt und wird von einem breiten linken Bündnis getragen!

    http://b-g-h-u.blogspot.com/

    Deshalb gilt gerade jetzt und hier:
    Die Umtriebe aller Antisemiten von rechts UND links öffentlich machen!
    Gegen die verlogene und antisemitische Alibiveranstaltung am 09.12.2009 protestieren!
    Am 13.12.2009 in Hamburg Solidarität mit Israel zeigen!

  11. German Psycho sagt:

    Wissen Sie, was ich befürchte? Ich befürchte, diese Menschen sind so verblendet, daß sie selbst sogar daran glauben, keine Antisemiten zu sein. So, wie der RAF-Terrorist, der in Entebbe die Juden aussortierte.

    Letztlich dachte nämlich sicher sogar der SS-Mann, der den Massemord aktiv durchführte, daß er im Recht sei.

  12. A.Bundy sagt:

    Rote Fahne gekapert!

    Sicher nicht für die Ewigkeit, aber was solls!
    http://die-rote-fahne.eu/viewtopic.php?p=906#906
    http://img.skitch.com/20091209-metdq8e4hp3rjr6mwsj2i3pgnk.jpg

  13. Hans sagt:

    HH: Demo gegen “Antisemitismus von links” – eine rechte Schmierenkomödie!

    Am Sonntag, den 13. Dezember 2009, findet in Hamburg eine Demonstration gegen „Antisemitismus von links” statt. Die Polizei rechnet mit bis zu 200 Teilnehmern. Doch um die Bekämpfung von Antisemitismus geht es gar nicht, erklärt die Kommunistische Assoziation Hamburg (KAH). Sie erwartet ein „Gruselkabinett” aus „antideutschen” und anderen neokonservativen Kriegshetzern, Rassisten „oder einfach Täterkindern und -enkeln, die die Palästinenser für die unmögliche ‚Wiedergutmachung’ des deutschen Menschheitsverbrechens an den Juden zur Kasse bitten” – eine rechte Schmierenkomödie mit reichlich Islamophobie und Menschenhass.

    http://kommunistischeassoziation.wordpress.com/

  14. Holmi sagt:

    So denkt dieser Rainer Lang (veröffentlicht bei aro1.com):
    Da sich hier ein Ex-DDR’ler antisemitisch betätigt, ein paar Hintergrundinfo’s zum Antisemitismus der DDR:

    Die sich heute Die Linke nennende SED ist die 1956 verbotene KPD. Die spätere Vorsitzende des Politischen Büros des ZK der KPD, Ruth Fischer, sprach bei einer Rede vor NS Studenten 1923:

    “Tretet die Judenkapitalisten nieder, hängt sie an die Laterne, zertrampelt sie”

    Ein paar Jahre forderte Walter Ulbricht den Niedergang der “jüdischen Ausbeuter”.

    Unvergessen das Foto welches Ulbricht Goebbels bei einer gemeinsamer Veranstaltung von KPD und NSDAP am 27. Januar 1931 im Saalbau Berlin – Friedrichshain zeigt.

    Bei dem BVG Streik riegelten SA und Rotfrontkämpferbund (paramilitärischer Kampfverband der KPD)den Betrieb gemeinsam ab. Streikbrecher wurden verprügelt, während sich die NS-Studenten mit den Arbeitern verbrüderten und Goebbels und Ulbricht sich auf Grossveranstaltungen trafen.

    Eine neue Kampffront kam zustande durch die Gemeinsamkeit von NSDAP und KPD. So kam es auch zur Teilnahme der KPD am Hitler-Volksentscheid.

    Die SPD war der Hauptfeind der KPD. Für die Genossen galt sie und nicht der NS als Hauptkraft des Faschismus. Selbst Ende 1933, als die SPD längst verboten war, galt sie der KPD noch als Hauptkraft des Faschismus.

    Umgekehrt hielten die Genossen den NS für ein notwendiges Übergangsstadium zur Errichtung der Diktatur des Proletariat.

    In der Illegalität feierten sie den Hitler-Stalin Pakt und klagten England nach dessen Kriegseintritt des Imperialismus an. Die Genossen der KPD schwiegen, als die meisten Genossen im Moskauer Exil von den Sowjets erschossen wurden. Kein Protest, als wieder andere Genossen im Exil von den Sowjets an Nazideutschland ausgeliefert wurden. Haupt-betroffene der blutrünstigen Massaker im Moskauer Exil waren deutsche Genossen jüdischer Herkunft.

    Pieck und Ulbricht wussten dies alles, als sie im Auftrag der Sowjets die DDR gründeten. Um Volksgenossen für den Sozialismus zu gewinnen, hängten sie Plakate mit solchem Text auf:

    ‘Denn was Hitler Dir versprochen hat und niemals hielt, das wird Dir die SED geben: Verstaatlichung der Banken, Brechung der Zinsknechtschaft, … Die SED hat es verwirklicht.

    Wenn Du Hitler gefolgt bist, um Deutschland zu dienen, so bist Du unser Mann. Denn die SED ist die einzige Partei, die sich konsequent für ein einheitliches und großes Deutschland einsetzt. Für ein Deutschland des Frieden und der Arbeit.’

    Die Genossen waren erfolgreich. Über 90.000, manche sprechen aus von 150.000 NSDAP Leute wurden Mitglied der SED, viele in hohen Verantwortungspositionen.

    Und das war nur die Spitze des Eisbergs, denn auf allen Ebenen wurden die NS Verbrecher verschont, wenn sie bereitwillig am Aufbau des Sozialismus mit halfen. Die SED assimilierte den Teil Deutschlands, der bereits 1933 den NS wesentlich stärker unterstützte, als z.B das Rheinland oder Schlesien, in einem Masse, der in Westdeutschland nicht möglich war. Protest war nicht erlaubt, ganz im Gegensatz zu Westdeutschland, in dem der Verfasser dieser Zeilen mehr als einmal den Neonazis einen Riegel vorschub.

    Die Juden in der DDR wurden kaum bis gar nicht entschädigt. Ja es war ihnen noch nicht einmal erlaubt, ihr eigenes Schicksal während dem NS offen zu thematisieren. So kam es zur Massenflucht aus der DDR. Von 6.000waren beim Mauerfall noch bescheidene 300 übrig.

    Das diese fürchterliche KPD/NS Symbiose übereifrig die anti-israelische Politik der Sowjetunion ist sonnenklar. Wolffsohn hat recht: die DDR war ein antisemitischer Staat.

    Zionist war in der DDR Synonym für Verräter. Israel wurde bekämpft. Der ‘Faschismus’ (=NS) nicht ‘mit Stumpf und Stiel ausgerottet’ (Selbstbildnis der DDR), sondern im Gegenteil in die sozialistische Volksgemeinschaft integriert.

    Was wir heute sehen, wie z.B der Nationalsozialistische Untergrund, das ist genauso das originäre Erbe der DDR, wie das Auferstehen des antisemitischen Antizionismus, der ganz klar seine Ursache im Osten, nebst den mit der Die Linke verbändelten Westaktivisten hat.

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