Antisemitismus in der faz

01. Dezember 2009, von Arvid Vormann

Der Anlass für das Interview mit Alfred Grosser ist unklar, aber die faz hat offenbar einen einschlägigen Markt zu bedienen - Leser, die von einem, der es sagen darf, hören wollen, was ihnen selbst angeblich verwehrt ist zu sagen.

Zum Beispiel, dass “das reflexhafte Schwingen der Antisemitismuskeule” des Zentralrats den “Antisemitismus ja geradezu erzeugt” - eine Aussage, die er auch noch Broder von hinten in die Schuhe schiebt. Zum Beispiel, dass der NS “nämlich nicht nur antisemitisch”, sondern “insgesamt rassenverachtend” gewesen sei. Na und Israel? “Und Israel verachtet die Moslems.”

5 Antworten zu “Antisemitismus in der faz”

  1. Mr. Moe sagt:

    Sehr schön ist auch diese Aussage des Interviewers:

    Kaum ein wichtiger deutscher Politiker - und erst recht kein Regierungsmitglied - würde es wagen, harsche Kritik an Israel wegen seiner Siedlungen zu üben.

    .
    Als sei “Israelkritik” in Deutschland ein Tabu und nicht etwa Staatsraison.

  2. Doktor Vogl sagt:

    Das gilt für alle Antisemiten: Dass Sie sich von jüdischen Keulen verfolgt fühlen und glauben, Israel erzeuge den Antisemitismus doch selbst. Hat die faz das wirklich nötig?

  3. Mr. Moe sagt:

    Als langjähriger Leser fürchte ich, dass die Antwort “ja” lautet.

  4. alex sagt:

    alles richtig und wahr -
    unbenommen davon beschaeftigt der ZR ein konvertiertes arschloch als sprecher, welches nicht unerheblich zur unpopularitaet desselbigen beitraegt.
    wozu braucht es noch antisemiten, wenn juden und konvertierte die nuetzlichen idioten selbst abgeben?

  5. Peter sagt:

    Solange Deutschland eine solidarische Staatsräson zur Unterstützung einer
    rechtslastigen zionistischen Regierung für notwendig hält, hat sie eine Teilschuld an das Aufkeimen des Antisemitismus. Schließlich sollte man nicht vergessen, was der Außenmimister Avigdor Lieberman über die Minderheiten in Israel selber sagt.

Hinterlasse eine Antwort