Es sich von der Seele reden

20. Oktober 2009, von Thomas von der Osten-Sacken

Warum muss ausgerechnet ein regelmäßiger Autor der Konkret dem Muslimmarkt ein Interview geben, einem Medium dasAyatollah Khamenei als einen der „größten Denker des 20. Jahrhunderts“ abfeiert und Mahmoud Ahmedinejad durch dick und dünn die Stange hält, vom Antisemitismus der Gebrüder Özoguz ganz zu schweigen? Die ein paar Tage vorher ganz in des iranischen  Präsidenten Sinne, den sie so anhimmeln, einmal mehr Israel, dem die Redaktion von Konkret sich doch so solidarisch verbunden erklärt, als zionistisches Gebilde bezeichnen und ihm den Untergang prophezeien.

So passt es denn wunderbar, dass Kay Sokolowsky, der bei seinen Büchern über Harald Schmidt hätte bleiben sollen, gleich noch Henryk M. Broder unterstellt, er unterstelle als „Muslimhasser“ jedem Muslim „er sei ein Feind der Menschenrechte, der Aufklärung, der westlichen Werte, er sei ein Schmarotzer, ein Dieb, ein Betrüger, ein Sadist und potenzieller Terrorist.“ – was „purer Rassismus und blanke Volksverhetzung“ sei . Nun kann der Sokolowsky selbstredend nicht beweisen, was er da behauptet, weil es schlicht gelogen ist, und bleibt deshalb beim Geraune, aber die Leser vom Muslimmarkt werden solches Geschwätz nicht nur goutieren, sondern auch verstehen, was zwischen den Zeilen ihrer Meinung noch gesagt wird. Juden, die zur Volksverhetzung aufrufen: das ist so wahrhaft nach ihrem Geschmack. Vor allem wenn die Unterstellungen noch aus dem Stall der Konkret kommen, die dem Muslimmarkt ansonsten als zionistisches Organ gilt.

Aber damit nicht genug, für den Konkret Autoren gibt es gleichwertig Hassprediger, hier Imame, die zu Djihad und Judenmord aufrufen, dort so fiese Gestalten wie Broder, Necla Kelek und Ralph Giordano. Die einen wie die anderen, wobei letztere irgendwie noch schlimmer sind „wollen uns einreden, dass „der Andere“ kein Mensch ist, sondern eine Bedrohung, eine Gefahr, ein Feind.“

Seran Ates Leben wird akut bedroht, Giordano überlebte den Holocaust. (Vergessen wir einen Moment mit wem er sie in einem Zug nennt, PI und Ulfkotte, das macht es nur noch ekliger)

Es muss dem Sokolowsky so richtig auf der Seele gebrannt haben, dem Muslimmarkt derart den Denunzianten zu machen. 

10 Antworten zu “Es sich von der Seele reden”

  1. Sivie sagt:

    Wohl das Interview nicht richtig gelesen, denn da steht folgendes:

    Sokolowsky: Verschwörungstheorien sind enorm gefährlich. Indem sie bestimmten Gruppen von Menschen – am „beliebtesten“ sind hier „die Juden“ – unterstellen, hinter buchstäblich jeder Gemeinheit und jedem Verbrechen unserer Zeit zu stecken, vernebeln sie den Blick auf die Realität und schüren Vorurteile. Verschwörungstheorien sind in der Regel äußerst kompliziert gestrickt.

    Also: WO bitte denunziert er?
    Mann, wie verbohrt seid Ihr denn alle?

  2. Siwie sagt:

    … Sokolowsky kann alles beweisen, was er im Buch geschrieben hat. Ich habe jede Quellenangabe gefunden, denn er belegt jede Quelle, die er zitiert.
    Also stimmt Ihre Aussage nicht, das Sokolowsky lügt, ich, wie gesagt, habe die Quellenangaben sehr wohl gefunden, und auch gefunden, wo Broder was und wie gesagt hat.

    Ich würde sagen, dass Sie hier denunzieren.

  3. shiri sagt:

    mag sein dass ich jetzt komplett falsch liege:

    „(Vergessen wir einen Moment mit wem er sie in einem Zug nennt, PI und Ulfkotte, das macht es nur noch ekliger)“

    Ja es mag sein, dass PI ab und an etwas daneben liegt, von manchen Kommentatoren ganz abgesehen (und ich sehe dort oft genug das Wort „gelöscht“)

    Aber PI ist für mich eine sehr interessante Quelle für Meldungen die einen (schleichenden) Islamismus aufdecken oder an die Oberfläche befördern, quasi eine Art Presseargentur für dieses Thema. Meldungen, die man oft genug und komischerweise eben nicht in anderen Quellen/Medien so einfach findet.

    Das dort auch Nazis sich gütlich tun ist nicht zu bezweifeln und leider wahr. Aber ich bin irgendwie überzeugt, dass das nicht im Sinne der PI Betreiber ist.

    Ich hoffe – und ich denke eigentlich – ich bin da nicht zu naiv.

    Ich würde mich über einen Austausch diesbezüglich schon fast freuen..

  4. Guerreiro sagt:

    @ Shiri,

    mal PI nicht die Kundschaft streitig zu machen (ich persönlich lese sie nicht wegen den Kommentatoren!), es gibt sehr viele gute und seriöse andere Blogs mit vielen guten Beiträgen.

    Ich persönlich würde für den Anfang folgende Blogs anschauen:
    • abseits vom mainstream
    • Blick auf die Welt
    • Castollux
    • Daniel Pipes
    • Der Fuchsbau
    • Die Achse des Guten
    • Liza’s Welt
    • Nach der Wahrheit graben
    • no blood for Sauerkraut
    • Spirit of Entebbe
    • Zeitung für Schland
    • und natürlich diesen Blog hier!

    Es gibt natürlich noch viele Andere, jedoch für den Anfang dürftest Du schon mal eine Weile beschäftigt sein. Je nach Still und Richtung dürfte hoffentlich auch was Passendes für dich dabei sein.

    Und nun eine Entschuldigung an den Blogbetreiber Thomas von der Osten-Sacken an dieser Stelle für die unfreiwillige Werbung und ich hoffe es sei mir verziehen. Wollte nur Shiri kurz helfen.

  5. Guerreiro sagt:

    Eine Quellenangabe alleine reicht leider nicht. Es kommt auch darauf an woher die Quelle stammt. Z.B. die Hamas haben auch als Quelle Angaben auf ihrer Site, na und?!

  6. Sokolowsky sagt:

    Der Autor, der hier ebenso unqualifiziert wie haßerfüllt angerempelt und als „Denunziant“ denunziert wird (obwohl Denunzianten ja in der Regel nicht zu denen gehen, welche die Denunzierten eh nicht leiden können, sondern zu deren Gönnern, Arbeitgebern usw.), möchte den Autor, der geradezu manisch, wenngleich ohne irgendeinen Beweis außer der Authentizität seines Hasses, versucht, ihn, den erstgenannten Autor, als Antisemiten sowie Anstifter zur Vernichtung des Staates Israel zu diffamieren, darauf hinweisen, daß er, der zweitgenannte Autor, erst mal das Buch „Feindbild Moslem“ lesen sollte, bevor er in die Welt hineinschwindelt, der erstgenannte Autor habe keine Belege für das, was er von Broder etc. weiß und berichtet. – Oder, um es kurz zu machen: Thomas von der Osten-Sacken ist schon ein ganz besonders sauberer Zeitgenosse, ein blendender Rechercheur, und ein großer Denker ist er zweifellos auch. Nur als Polemiker ist er noch mieser bzw. miserabler als sein großes Vorbild H. M. Broder.

  7. Janis Vogt sagt:

    So also schreiben Volksverhetzer, Rassisten und Menschen, die ebenso schlimm sind, wie wahabitische Hassprediger: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Henryk-M-Broder-Zentralrat-der-Juden;art141,2929249
    Danke Herr Sokolowsky, dass die uns aufgeklärt haben und für diese Aufklärung im Muslim Markt auch nich das richtige Medium gefunden haben.
    Ihr Interviewer, Herr Özoguz, schrieb vor kurzem an das iranische Volk – gemeint waren alle Iraner minus denjenigen, die todesmitig auf den Straßen demonstrierten, minus denjenigen, die sich ein Ende der Klerikaldiktatur wünschen, minus den Frauen, die ihr Kopftuch nicht mehr tragen mögen müssen:
    „Manche von Ihnen werden sich an mich erinnern. Ich bin derjenige deutsche Staatsbürger, der wegen seines Einsatzes gegen den Zionismus und seine Liebe zu Imam Chamene´i seine Laufbahn an einer deutschen Universität beenden musste und nunmehr durch Gottes Gnade sich intensiver für den Islam einsetzen darf.“
    http://www.muslim-markt.de/forum/messages/858.htm
    Mehr davon. Adeln Sie die Özoguz dieser Welt zu legitimen Vertretern der Muslime, um dann Bücher gegen das „Feindbild Muslim“ zu schreiben.
    Noch einma Herr Özuguz, weil’s so schön ist: “Wir haben es mit einer Situation in der Welt zu tun, in der der Zionismus seinen letzten Atemzug scheinbar in der brutalsten Art und Weise tut, denn eins ist klar: Nach diesem Massaker gibt es überhaupt keine Rechtfertigung für die Existenz dieses terroristischen Staates, und wenn es vorher jegliche Existenzberechtigung gegeben hat, dann ist sie jetzt verwirkt.”

  8. lebowski sagt:

    Soweit ich weiß, ist Kelek Muslima. Wenn Sokolowsky im Telepolis-Interview ( http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31419/1.html) sagt: „Wer Jude sei, bestimme er, sagte Hermann Göring einmal. Die Muslimhasser definieren auf die gleiche Art, wer Muslim ist.“, dann dürfte dieser Vorwurf doch auf ihn selber zurückfallen: wer Islamophober und Muslimhasser ist, bestimmt Kay Sokolowsky.
    Im übrigen gab es in der Oktober-Ausgabe von „Konkret“ ein Streitgespräch zwischen Feuerherdt und Sokolowsky. Tatsächlich gibt es eine große Grauzone, in der der Übergang von Islamkritik zum Rassismus stattfindet. Wo genau der Grenzverlauf ist, kann auch „Konkret“ nicht festlegen.

  9. Martin sagt:

    Wobei sich Sokolowsky in dem Konkret-Interview m.E. als ziemlicher Schwätzer und Daherquasseler islamophiler Belanglosigkeiten entpuppte.

  10. Bertah Dick sagt:

    . . . was ist dieser Sokolowski aus KONKREThausen für ein Oberarschloch !

    Wie kommt es wohl, daß dieses Blatt immer wieder solche gefährlichen Karrieristen kreirt, wie Elsässer, – oder wo haben die den aufgegriffen ?

    Und geht ausgerechnet bei diesen Vernichtungs-Islamisten mit Warnungen vor Verschwörungs“theorien“ hausieren, obwohl es sich doch seit 1919 bei deren Ahnen von der SS-Jerusalem-Mufti-Fraktion ( BraungrüneArmeeFraktion), ihren späteren deutschen Sponsoren, dem KGB nach 1950 und nach45-linksdeutsch modifiziert den Mahler-Baader/Meinhof-Bande & Symph-KG immer um das eine Fanatisierungspropaganda-Werkzeug von der freimaurerisch-jüdischen, modisch genannt auch zionistischen WELTVERSCHWÖRUNG handelt nach den sogenannten „Protokollen der Weisen v. Z.“, der blutigsten und weit verbreitesten Hetzschrift, die die Welt je gesehen hat. . . .

    Wir brauchen eine neue, menschennahe Strategie gegen diesen west- und judenfeindlichen Irrsinn, der wie um 1892/1925 auch mithilfe linker Autoren die äußerste Reaktion zu mobilisieren hilft !
    Wer hat Ideen ?
    dubax@ich.ms

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