Der nächste Dialogpartner
20. Oktober 2009, von Thomas von der Osten-SackenPräsident Omar als Bashir,ímmerhin per internationalem Haftbefehl zur Fandung ausgeschrieben, ist der nächste auf der Liste der Dialogpartner von Obama, der im Sudan seine bislang so enorm erfolgreiche Politik der ausgestreckten Hand fortzuführen zu planen scheint:
Die USA haben eine diplomatische Initiative zur Stabilisierung des Sudan gestartet. Präsident Barack Obama stellte für den Fall der Kooperation Gegenleistungen in Aussicht. Die Regierung des afrikanischen Landes sieht “positive Ansätze”.
Präsident Barack Obama stellte Sudans Führung am Montag vor die Wahl. Entweder verbessert der Staat im Gegenzug für Hilfsangebote die Lage in der Unruheregion Darfur, oder er wird mit “wachsendem Druck der USA und der internationalen Gemeinschaft” konfrontiert werden.
Letztere Drohungen wird man in Khartoum als die Worthülsen verstehen, die sie sind. Denn das Morden interessiert niemanden. Und wie beeindruckend der Druck der USA unter Obama und der “internationalen Gemeinschaft”, von der bis heute niemand weiß, was sie eigentlich ist, ist, das können sie Regierenden im Sudan ihre Kollegen im Iran fragen.
Aber: Die neue Sudan-Strategie steht in Einklang mit dem erklärten Ziel Obamas, internationale Konflikte auf dem Wege des Dialogs zu lösen.
Und diese Strategie bringt einem den Nobelpreis ein. Das ist immerhin etwas. Andere Resultate wird sie nicht zeitigen. Aber das spielt in Zeiten, in denen guter Wille zählt, Tatsachen nur störend im Weg stehen und alles darauf ankommt, dass man miteinander im Gespräch bleibt, eh keine Rolle. Der Dialog ist Selbstzweck.
20. Oktober 2009 um 10:59
OT: Vlaams Belang an die EU: Stoppen Sie die Raketenangriffe aus Gaza http://is.gd/4rJyX
24. Oktober 2009 um 0:26
So what? Die USA haben die Jurisdiktion des ICC nicht anerkannt - unter der Regierung Georg W. Bush.
24. Oktober 2009 um 20:40
[...] Watch-Lesetipps: - Thomas von der Osten-Sacken ordnet Obamas Dialog-Traumtänze anhand des Beispiels des nächsten Dialüg-Partners Sudan ein. - [...]
25. Oktober 2009 um 20:04
[...] im Gespräch bleibt, eh keine Rolle. Der Dialog ist Selbstzweck. Thomas von den Osten-Sacken, WadiNet-Blog, 20.10.09 über Obamas Glauben, Konflikte mit Tyrannen und Völkermördern per Dialog lösen zu [...]
26. Oktober 2009 um 12:12
Herr von der Osten-Sacken: der Sudan ist eines der komplexesten und heterogensten Länder der Welt, Sie sind bisher aber nicht als Sudan-Experte in Erscheinung getreten. Was soll also die Polemik?