Wann ist ein Jude Semit?
08. Oktober 2009, von Thomas von der Osten-SackenUm den vor sich hin dümpelnden Club Voltaire in Frankfurt entwickelt sich ein kleiner Skandal. Wer genaueres wissen mag, kann die Hintergründe hier oder hier nachlesen.
Die Hip Hop Band Bandbreite nun, gerne gesehener Gast etwa des DGB, und sehr kritisch, wer denn hinter 9/11 steckt, soll dort morgen abend unter anderem mit David Eliason auftreten, für den deutlich (ist), daß es mehr als genug Beweise dafür gibt, daß die Anschläge vom 11. September 2001 anders abgelaufen sind, als es von offizieller Seite behauptet wird. Es müssen US-Stellen für den Massenmord verantwortlich sein. Das ist für ihn keine Frage mehr.
Eliason wurde, wie es auf Seiten des Veranstalters “Arbeiterphotographie” so unnachahmlich formuliert steht, 1941 in Palästina als Sohn jüdischer Eltern geboren, da seine Eltern Deutschland im Rahmen der zwischen Nazis und Zionisten geschlossenen Verträge verlassen (haben) und nach Palästina ausgewandert (sind).
Dem Vorsitzenden des Clubs Andreas Waibel nun passt diese Veranstaltung nicht.
Ein Grund also für die Jungs von der Bandbreite in einer Erklärung, die solidarisch von Jürgen Elsässer der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird, folgendes zu schreiben:
Waibel wettert gegen Antisemitismus und will gleichzeitig einem Semiten und Juden den Mund verbieten lassen.
Wie nun wird rasstheoretisch aus dem Sohn jüdischer Eltern ein Semit? Liegt der Bandbreite die Ahnentafel der Familie Eliason vor, sozusagen der Semitenausweis? Woher wollen sie sonst wissen, dass es sich um einen “Juden und Semiten” handelt und nicht vielleicht die Großeltern oder Urgroßeltern zum Judentum konvertierte Nicht-Semiten waren, Eliasion also “nur” Jude ist? Und wann bekommt man als deutscher Jude von der Bandbreite den Semitenausweis? Wie viele Generationen reinerbiges Semitentum müssen nachgewiesen werden?
11. Oktober 2009 um 11:34
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23. Oktober 2009 um 14:51
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02. Dezember 2009 um 13:09
http://reflexion.blogsport.de/2009/12/02/der-briefeschreiber/