Deutsche Alternativkultur: Nazis unerwuenscht

26. August 2009, von Thomas von der Osten-Sacken

Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ kann nicht wie geplant in der Neuköllner Werkstatt der Kulturen ab dem 1. September gezeigt werden. Grund ist die Darstellung der umstrittenen historischen Figur, des Palästinenserführers Hadj Amin el-Husseini

Die Verstrickungen el-Husseinis sind bekannt. Aber jetzt führte unter anderem eine Schautafel mit diesen Informationen dazu, dass die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ nicht wie geplant in der Neuköllner Werkstatt der Kulturen ab dem 1. September gezeigt werden kann, sondern in die Uferhallen in Wedding ausweichen musste. Nach Angaben des Ausstellungsmachers Karl Rössel von der Kölner Gruppe „recherche international“ hat Werkstatt-Geschäftsführerin Philippa Ebéné in der vergangenen Woche unter Hinweis auf ihr Hausrecht verlangt, die Ausstellungsteile zur arabischen Kollaboration zu entfernen. (Quelle)
 

Weil: der Karneval der Kulturen funktioniert nur – und Tag fuer Tag mehr – mittels Ausblendung und Unterdrueckung aller irgendwie unliebsamer Tatsachen.

Und da, wo man nicht umdeuten kann, also etwa den Jihad zur friedlichen Bemuehung erklaeren, muessen die unangenehmen Bilder so retuschiert werden, wie einst Trotzki in der offiziellen Sowjetikonographie verschwand. Funktioniert dies nicht, laesst amn sie weg, so wie man es von den eigenen Grosseltern gelernt hat, damals, die haeufig auch so eine komische Luecke in der offiziellen Biographie hatten.

Und statt klar zu bekennen, dass der ganze Kulturhumbug eine originaere deutsche Mittelstandsveranstaltung ist, schiebt man dann noch die Araber vor: „Dem Vernehmen nach wollte die Geschäftsführung den im Haus ansässigen arabischen Organisationen diesen Ausstellungsteil nicht zumuten.“ Wenn die im Hause ansaessigen arabischen Gruppen nicht gerade arabische Sozialisten baathistischer Provinienz oder aehnliches sind, duerften sie, ich wette, mit dieser Ausstellung nicht die geringsten Probleme haben.

 

4 Antworten zu “Deutsche Alternativkultur: Nazis unerwuenscht”

  1. MrKanister sagt:

    „Die Verstrickungen el-Husseinis sind bekannt. Aber jetzt führte unter anderem eine Schautafel mit diesen Informationen dazu, dass die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ nicht wie geplant in der Neuköllner Werkstatt der Kulturen ab dem 1. September gezeigt werden kann, sondern in die Uferhallen in Wedding ausweichen musste.“

    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die oben genannten Verstrickungen (das ist an sich schon zu milde ausgedrückt) den meisten Menschen in Deutschland eher nicht bekannt sind. Ich gehe weiterhin davon aus dass es Menschen gibt die auch nicht möchten dass es bekannt wird.
    Erbärmlich wie unsere Gesellschaft mittlerweile einknickt. Es kann doch nicht sein dass im Namen der „Toleranz“ ein übler Volksverhetzer wie el-Husseini gedeckt wird.

  2. mario sagt:

    Vielleicht möchte man auch gerne vergessen, daß el-Husseini im Auftrag seines wohlwollenden Führers die bosnische SS-Division „Handschar“ aufstellte, die besonders durch Massaker an kommunistischen Partisanen in Jugoslawien auffiel (Näheres bei Wikipedia unter „Handschar“).

    Ich kann mir vorstellen, daß das einigen Serben in den 1990ern noch fest im Gedächtnis war, und etwas das man damals unserer Bevölkerung lieber verschwiegen hat.

    Und Frau Ebéné lebt halt unter Umständen auch nach dem Motto, daß nicht sein kann, was nicht sein darf. Kein böses Wort über unsere palästinensischen Hätschelkinder!

  3. Schaschlik « abseits vom mainstream – heplev sagt:

    […] geht’s noch haarsträubender, aber das ist schon heftig: Wenn eine Ausstellung mit den Titel „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ auch über die […]

  4. Karl sagt:

    Interessant wie Deutsche so schnell ihre Hassmütze aufziehen können, angeblich das Volk der Rationale, aber wenn sie hassen dürfen wird nicht weiter recherchiert. Für die anderen hier etwas ganz besonderes zum Thema 3ww2 http://die-dritte-welt-im-zweiten-weltkrieg.blogspot.com/2009/10/kleine-anleitung-zur-kolonialen.html

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