Bliebe er doch bei öden Krimis!
28. Juni 2009, von Thomas von der Osten-SackenHenning Mankell, bekannt für seine schnarchlangweiligen Krimis mit dem bedenkentragenden Kommissar Wallander, der ständig leidet, weil sein schöner Sozialstaat Schweden angeblich vor die Hunde geht, muss sich jetzt auch noch in die lange Reihe drittklassiger Schriftsteller begeben, die Israel ganz schlimm finden und ihm den Untergang wünschen. Also der Mann hat eine Reise getan und dann folgendes von sich gegeben:
Was ich während dieser Reise sah, war völlig eindeutig: der Staat Israel ist in seiner gegenwärtigen Form ohne Zukunft. Jene, die eine Zwei-Staaten-Lösung vertreten, denken ausserdem falsch.
1948, als ich geboren wurde, erklärte Israel seine Unabhängigkeit auf besetztem Gebiet. Es gibt keinerlei Gründe dafür, dass dies eine völkerrechtlich legitime Handlung war. Man besetzte ganz einfach palästinensisches Land. Und man fährt fortlaufend fort, diesen Landbesitz zu vergrössern, etwa durch den Krieg 1967 und heute durch die ständige Zunahme an Siedlungen. Hin und wieder wird eine Siedlung abgerissen, um den Schein aufrechtzuerhalten. Aber bald taucht sie woanders wieder auf. Eine Zwei-Staaten-Lösung bedeutet nicht, dass die historische Besatzung aufgehoben wird.
Israel wird es genauso ergehen wie Südafrika unter der Apartheidzeit. Die frage ist nur, ob die Israelis Vernunft annehmen werden und freiwillig einer Abwicklung des Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird.Ebenso wichtig ist selbstverständlich, dass die USA es sich bald nicht mehr leisten können, diese abscheuliche Kriegsmaschine zu bezahlen, die Steine werfende Jugendliche von einem normalen Leben in Freiheit fernhält.
Wenn Veränderungen kommen, wird es von dem einzelnen Israeli abhängen, ob er oder sie bereit ist, auf seine Privilegien zu verzichten und in einem palästinensischen Staat zu leben. Ich stiess auf meiner Reise auf keinen Antisemitismus. Hingegen auf einen normalen Hass auf die Besatzer. Es ist wichtig, diese Dinge auseinanderzuhalten.
Den letzten Abend sollten wir in Jerusalem beenden, wo wir angefangen hatten. Aber das Theater war wieder vom Militär geschlossen worden. Es musste woanders vonstattengehen.
Der Staat Israel hat nur eine Niederlage zu erwarten, wie alle Besatzungsmächte.
Die Israelis vernichten Leben. Aber sie können nicht die Träume zerstören. Der Untergang dieses verächtlichen Apartheidsystems ist das einzig denkbare Resultat, da es notwendig ist.
Die Frage lautet also nicht ob, sondern wann es geschieht. Und natürlich auch, auf welche Weise.
Das ist alles so grottig, wie seine Krimis und ebenso banal und dumm. Kurz der Mann ist nur ein weiterer schrifstellernder Antisemit, ders eine Chance wittert mit derartigen Äußerungen noch ein bißchen zu punkten.
28. Juni 2009 um 12:32
Wieso kann er nicht einfach seine Buecher schreiben und auf diesen ganzen politischen Schwachsinn verzichten? Seriously, mit jedem Satz wird es doch nur dummdreister und lächerlicher; brauchen Leute wie er diesen antisemitischen Kick um ihrem Leben einen moralischen Sinn zu geben, nachdem sie selbst zu den reichen Vertretern jener Gesellschaft geworden sind, die in ihren Werken ständig verteufelt wird?
Erinnert mich an Roger Waters, dessen wunderbare Musik ich auch nicht mehr genießen kann, ohne an seine politischen Statements zu denken. Schade.