Schweigen wäre besser
22. Juni 2009, von Thomas von der Osten-SackenEine ”Sozialistische Linke” demonstriert in HH gegen das “islamische und faschistische Regime” im Iran. Oder auch nicht. Denn:
Eine iranische Linke, die mit Zionisten zusammenarbeitet oder sie auf ihren Veranstaltungen toleriert, hat keine fortschrittliche Perspektive mehr. Wer mit Zionisten hantiert, holt sich auch den Imperialismus ins Boot. Im Nahen und Mittleren Osten spielt Israel eine tief reaktionäre und imperialistische Rolle, seien es die vergangenen Kriege, die von Israel ausgingen oder die Gefahr von neuen. Israel im Bündnis mit den USA gestaltet die Region nach seinem Willen und akzeptiert bis heute keine Grenzen für sich!
Frieden oder Freiheit gibt es nicht mit den Imperialisten, seien es deutsche, israelische oder nordamerikanische. Das Beispiel des Irakkrieges zeigt, dass es keine Befreiung durch imperialistische Intervention geben kann! Dort paktiert die „Irakische Kommunistische Partei“ mit den USA und entzieht sich so ihrer gesellschaftlichen Basis, anstatt sich an die Spitze des irakischen Widerstandes zu setzen und die Imperialisten aus dem Land zu jagen.
Die Imperialisten bedrohen die Länder dieser Region, wenn sie sie nicht schon direkt besetzt oder zu ihren Vasallen gemacht haben. Deshalb ist eine klare Positionierung gegen sie für den dortigen Kampf unentbehrlich. Wer also zusammen mit den Imperialisten das iranische Regime bekämpfen will, fällt hinter den Status Quo zurück, weil er die imperialistische Besatzung legitimiert. Man muss sich also sowohl gegen das mörderische Mullah-Regime als auch gegen den Imperialismus stellen!
Danke für die Belehrung. Vielleicht wäre Schweigen doch die bessere Alternative.
22. Juni 2009 um 16:29
Vielleicht bricht für Ahmadinejad-Groupies eine Welt zusammen, wenn sie erkennen müssen, dass viele IranerInnen nicht ihren Antisemitimus ähm Antizionismus teilen.
23. Juni 2009 um 11:08
Herr Andreas mag es womöglich nicht glauben, aber nicht jeder, der an der selbstgefälligen Politik Israels Kritik übt, ist ein Ahmadinejad-Groupie oder ein Antisemit.
23. Juni 2009 um 11:32
die unterstützung der iranischen opposition gegen das mullah-regime kann man doch wohl kaum mit der unterstützung für einen staat israel, der den fascho avigdor lieerman zum außenminister macht, verbinden.
da ist die verbindung zum palästinensischen freiheitskampf doch wesentlich naheliegender.
28. Juni 2009 um 11:03
[...] Die „Sozialistische Linke“ – muss wohl so etwas wie ein weißer Schimmel oder schwarzer Rappe sein – aus Hamburg: Sie demonstriert gegen das “islamische und faschistische Regime” im Iran, indem sie auf Israel und die USA als Imperialisten eindrischt, die bekämpft werden müssen. So verblödet man dort also weiter und indymedia outet sich als Sprachrohr von Propaganda-Heinis, die viel hohle Phrasen dreschen und nicht für Opfer einstehen. [...]