Was zusammen gehört …

30. April 2009, von Thomas von der Osten-Sacken

Der HWK Verlag kündigt das Buch „Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich“ an. Die Co-Autorin Sabine Schiffer war gerne gesehene Referentin des Zentrums für Antisemitismusforschung.

Als Pressekontakt des HWK Verlages wiederum fungiert ein Herr Anis Hamadeh, der gerne und viel über den Nahostkonflikt schreibt. Etwa auf den Seiten des Free Gaza Movements. Und zwar sowas:
Der arische Staat hat nicht funktioniert, versuchen wir es mit einem jüdischen Staat …

Durch seine Geschichte ist Israel mit der Deir-Jassin-Politik fortgefahren und heute sind weniger als 10 oder 5 Prozent des Landes palästinensisch. An weltweiten Tagen der Flüchtlinge wird über Palästinenser nicht gesprochen, obwohl sie mit weit mehr als fünf Millionen die größte Flüchtlingsgruppe der Welt darstellen. Dies funktioniert nur deshalb, weil Palästinenser (und Araber und Muslime im Allgemeinen) gebraucht werden, um die Rolle des Antisemiten einzunehmen, die für die zionistische Ideologie substanziell notwendig ist.

Es ist, als ob die Welt sagt: Der arische Staat hat nicht funktioniert, versuchen wir es mit einem jüdischen Staat … Ist es wirklich so erstaunlich, dass wir heute verblüffende Ähnlichkeiten zwischen den beiden erkennen können? (9) Die israelische Bevölkerung steht heute exakt vor der Frage der „Endlösung“, weil Israel einerseits keinen Frieden machen kann (dies würde Gerechtigkeit für die Palästinenser implizieren, eine undenkbare Idee für Israels Entscheidungsträger) und es andererseits den Konflikt beenden muss. Mit extremen Gewaltpolitikern wie Netanjahu und Lieberman rückt der „Transfer“-Plan näher, also der Gedanke, die Palästinenser en masse zu vertreiben, wie in alten Zeiten. Wenn dies geschieht, wird es natürlich nicht Frieden bedeuten, sondern mehr Gewalt und noch stärkeren Widerstand. Man kann also seiner Fantasie freien Lauf lassen, um sich vorzustellen, wie eine solche Endlösung aussehen kann.

Passt das nicht alles wunderbar zusammen? Schließlich hat Sabine Schiffer auf der Homepage des Herrn Hamadeh auch ihren eigenen „Room„. Man kennt sich, man mag sich, man hilft sich und alles für den guten Zweck, zu verhindern, dass die Zionisten eine Endlösung an den Palästinensern vollziehen, weil sie den Antisemitismus ja substanziell brauchen.

PS: „Dr. Sabine Schiffer, die Initiatorin und Geschäftsführerin des Instituts für Medienverantwortung e. V., hält im Rahmen einer von der Staats- und Wirtschaftspolitisc hen Gesellschaft e. V. (SWG) Hamburg ausgerichteten Veranstaltung einen Vortrag zum Thema „Manipulation durch die Medien: Reformlügen, vorgebliche Friedensinitiativen , subtile Kriegspropaganda“. Beginn: 19 Uhr; Veranstaltungsort: a. d. H. der Burschenschaft Germania Königsberg zu Hamburg„.

(Diese Werbung findet sich auf Seiten des Regin Verlages, eines obskuren neurechten Ladens, der Bücher rumänischer Faschisten ebenso vetreibt, wie das Büchlein „Saddam Hussein am Galgen; Staatsmord in Bagdad“ (Co-Autor: Jörg Haider) , das so beworben wird:

Renommierte Autoren und Gesprächspartner beschäftigen sich u. a. mit dem Siegerprozeß gegen Saddam und vergleichen ihn mit dem Nünberger Prozeß ab 1945, untersuchen die Rolle modernster Medienpropaganda gegen Saddam oder berichten von persönlichen Begegnungen in Bagdad, bei denen sie einen kultivierten Staatsmann trafen.

( Auf seinen Linkseiten wirbt dieser Verlag zudem für die faschistische eurasische Bewegung in Rußland, ebenso für den italienischen Faschisten und Antisemiten Julius Evola. Verlinkt ist auch die Nazi-Seite „Eiserne-Krone„)

Die SWG wiederum ist eine Truppe, deren Mitglieder gerne in der Jungen Freiheit veröffentlichen, während einem Artikel über die Jewish Claims Konferenz dann folgendes Vorwort des Vereins vorangestellt wird::

Über die nachstehend beschriebene Holocaust-Industrie hat Norman Finkelstein das erforderliche gesagt und geschrieben. Die verantwortlichen Deutschen Politiker sind offensichtlich nicht in der Lage und auch nicht gewillt, jenen Auswüchsen einen Riegel vorzuschieben.

Oder so etwas:

In Gaza wird geschossen/ in Afrika sterben Hunderttausende Hungers/ in Tibet stirbt mit dem Volk eine alte Kultur/ in Westpreußen wird ein Massengrab mit Deutschen gefunden/ im Irak dauert der Krieg an/, in Afghanistan auch/ aber das beherrschende Thema ist: Der Papst als Holocaustleugner. (…)

Dem Staat Israeli kam diese Affäre anscheinend wie gerufen. Ein Professor Mosche Zimmermann aus Jerusalem sagte im Fernsehen sinngemäß: Israel stehe wegen seiner Palästinenserpolitik in weltweit wachsender Kritik. Da sei es just recht gekommen, dass der Papst ihm diese Waffe in die Hand gespielt habe. Es fällt manchmal schwer, nicht an einen inneren Zusammenhang bestimmter Vorgänge zu glauben.

Es ist schon äußerst erstaunlich, in welchen Kreisen Wolfgang Benz sich offenbar wohfühlt!

Eine Antwort zu “Was zusammen gehört …”

  1. Mike sagt:

    Boah, da regt sich aber ein „Nationalbolschewist“ mächtig auf: http://eisernekrone.blogspot.com/2009/04/der-lugenbaron-und-die-regin.html

    Und wer ist sein Kronzeuge? Der Bernhard Schmid, Autor von Jungle World, Trend, AK etc. pp. Das gehört offenbar auch was zusammen.

    Zitat „Eiserne-Krone“:
    „Nachdem die direkt zionistisch beherrschten Staaten bereits von Anbeginn ihre Feindschaft gegen jede Kritik am heute aggressivsten Rassismus, den schleichenden Genozid im besetzten Palästina, durch ihren Boykott deutlich gemacht haben, haben die klaren und wahren Worte des Präsidenten der Islamischen Republik Iran auch die weiteren westlichen Unterstützer des Zionismus vertrieben“
    http://eisernekrone.blogspot.com/2009/04/rassisten-verlassen-antirassismuskonfer.html

    Vielleicht kann Schmid ja bald auch da veröffentlichen.

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