Klärung
28. Januar 2009, von Thomas von der Osten-SackenBekanntermaßen gehört es zum Standardrepertoire des Antizionisten ständig zu repetieren, er sei keineswegs ein Antisemit, sondern lediglich “Israelkritiker”. Früher bestand Ideologiekritik darin, das Gegenteil zu zeigen. Heute kann man sich das sparen. Die Frankfurter Rundschau ist da nämlich von großer Hilfe.
Ein Artikel ihrer Nahostkorrespondentin Inge Günther wurde kürzlich mit diesem Bild illustriert:
Bildunterschrift: Antiisraelischer Protest
Jeder Ersstsemestler der Politologie wäre problemlos in der Lage dieses Motiv als das zu bezeichnen, was es ist: antisemitisch in guter alter Tradition. Die richtige Unterschrift müsste also heißen “antisemitische Demonstration in Indien“. Das klänge aber nicht so gut und würde zudem die Frage aufwerfen, wer das Mädchen auf dem Bild wohl dazu gebracht hat, ein solches Poster in die Kameras zu halten.
Aber, wie gesagt, die FR hat geholfen klarzustellen, was es mit dem Antiisraelismus auf sich hat.

28. Januar 2009 um 14:12
“wir” wundern uns über die FR?
Aber nicht erst seit heute, bereits 1995 -anläßlich des 50.Jahrestags der Befreiung des ehem.KZ`s Auschwitz- gab es eine von der FR initiierten Dis-
kussion über die Rückgabe (auch durch die deutschen Nachkommen&Erben)
von Lieschen Müller des einstigen arisierten “Geschirr u.a.”
Ich ereinnere mich an den Leserbrief, darin hieß es “daß die Juden 50 Jahre Zeit gehabt haben, ihr angebliches Eigentum einzuklagen.
Sie jedenfalls würde die Möbel von Oma und Opa nicht hergeben, es sei redlich bezahlt.
Frankfurt)Main schlug sich geradezu im Mai 1995 an die Brust und ich fuhr
von Marburg nach Ff, um an einer Diskussion beiderseits im Filmmuseum
teilzunehmen.
Der Moderator vom Freudinstitut schrieb mir im Nachhinein, daß er überfordert gewesen sei und es gutgemeint habe.
Die “Täterkinder” sprachen von ihren guten Eltern, lachten und pfiffen
Prof.Brumlik aus, als der von seiner Kindheit berichten wollte.
Ich rastete öffentlich aus und seitdem habe ich nicht mehr an einer
“gutgemeinten Diskussion” mit der “anderen Seite” teilgenommen.
Der 27.Januar im Bundestag ist das Eine und die Realität auf der Straße das Andere (was suchte die Polizei in der israelbeflaggten Wohnung?)!
Der Außenminister a.D. Fischer beherrscht nicht die Grundrechenarten,
ansonsten hätte er gewußt, daß nicht der gerade entstandene jüdische Staat die arabischen Nachbarn überfallen hatte.
Im Gegensatz zu Anderen bin ich der Ansicht, daß die Absage der Teilnahme an den Bundestag des “ZR der Juden in Deutschland” am 27.01.2009 zwingend notwendig gewesen ist.
Leider wird es nicht einmal zum Nachdenken anregen, wie gewohnt.
Ruth Spicker
28. Januar 2009 um 16:53
Von der Unterschrift des Bildes einmal abgesehen, frage ich mich, was der Zweck der Veröffentlichung des Bildes ist. Doch sicherlich nicht, um dem Leser zu zeigen, dass auch in Indien (oder wo auch immer) gegen Juden demonstriert wird. Das weiß der Leser mittlerweile im Überfluß. Nein, dieses infame Bild, das quasi dem “Stürmer” des Julius Streicher entsprungen zu sein scheint, dient einzig und allein dazu, dem antijüdischen Tenor des Artikels den richtigen Pepp zu verleihen. Das indische Girl wird von der FR vorgeschickt, um die Haltung der Zeitung auszudrücken, eine Haltung, die die FR selbst aus Gründen der politischen Korrektness selbst nicht öffentlich auszudrücken wagt. Die FR sollte bedenken, dass der Geist, an dem sie uns hier teilnehmen läßt, in Nürnberg mit gehängt wurde.
28. Januar 2009 um 19:56
abgesehen davon, dass das mädchen nicht älter als 10 jahre und damit vermutlich keine studentin sein dürfte (übersetzungsfehler aus dem englischen, wo “schülerin” gemeint war?)… wird sich die FR darauf berufen, dieses foto nur aus dokumentationsgründen verbreitet zu haben.
wie schön, dass sie damit auch ihre eigene haltung dokumentiert.
28. Januar 2009 um 22:02
Unter dem Artikel ist eine Anzeige (die sich auf i.d.R. den Artikel bezieht):
“Endlich kein Mundgeruch -
So können Sie ihren Mundgeruch auf natürlichem Weg beseitigen. http://www.fangocur.at/Mundgeruch”
Soll das bedeuten, wer palästinensische Kinder frisst hat hinterher Mundgeruch? Oder sollte das darauf hindeuten, dass man am liebsten kotzen möchte, wenn man so einen antisemitischen Mist sieht?
30. Januar 2009 um 14:31
[...] (Which one ever worked out?) - Richard Herzinger: Offener Antisemitismus in Europa - FR mal wieder unter aller Kanone - Polizei entfernt in Davos Tibet-Flagge aus Geschäft (inzwischen ist das [...]
31. Januar 2009 um 11:37
Beim Instrumentalisieren von Kindern steht das antisemitische und fundamentalistische Pack der HJ zumindestens nicht nach.