Yezidische Familien und aus Gefangenschaft von ISIS zürückgekehrte Mädchen brauchen Unterstützung

04. Februar 2015, von Administrator

Von Abdullah Sabir, Wadi; Dohuk im Januar

Hunderttausende yezidischer Flüchtlingsfamilien aus der Sindschar Region sind im vergangenen August in die Provinz Duhok im Norden Irakisch-Kurdistans geflohen und Schutz in Lagern oder Rohbauten  gefunden. Gemeinsam mit der lokalen Organisation Alind unterstützt Wadi 102 Familien mit Nahrungsmitteln und bietet psychosoziale Betreuung. Wadi und Alind sind mit Teams vor Ort, von den 6 Helferinnenn sind 4 Yezidinnen.

Unter den Flüchtlingsfamilien sind auch paar türkmenische Familien aus Tel Afar, die nach Sinjar geflohen waren und nach der Offensive des IS gemeinsam mit den Yeziden erneut fliehen mussten.

Die Gesichter und Augen der Frauen und Kinder sind erfüllt von der Angst und dem erlebten Schrecken. Die geflohenen Frauen und Mädchen wurden während ihrer Gefangenschaft von den Kämpfern des IS vergewaltigt, misshandelt und gefoltert. Sie bekamen kaum ein Stück Brot am Tag, konnten sich nicht waschen und wurden vergewaltigt. Die Frauen und Mädchen wollten anfangs nicht über ihre Erlebnisse reden und es bedurfte viel Geduld und Einfühlungsvermögen, das Vertrauen wachsen zu lassen.

Ende Januar fand ein ein Treffen in Duhok mit 12 Frauen und Mädchen statt, an dem die Projektkoordinatoren von UNICEF Irak, Wadi und Alind teilnahmen. Zögernd berichteten die Mädchen von ihren Erlebnissen. Unser Koordinator aus Duhok bestätigte, dass die meisten Frauen  bislang direkte Gespräche vermeiden und Mobiltelefone bevorzugen.

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