Wie wäre das: Deutschland nähme ALLE Jesiden auf

23. August 2014, von Arvid Vormann

…und böte ihnen eine neue Heimstatt. Deutschland, das Jahrzehnte zuvor Millionen Juden ermordete, um ein Volk auszulöschen, nähme heute bis zu einer Million jesidischer Flüchtlinge auf. Das wäre eine Geste an die Menschheit. Und durchaus machbar.

Die Jesiden können und wollen nicht mehr in ihrem angestammten Gebiet leben. Sie sind gerade knapp einem Genozid entronnen. Tausende sind ermordet oder versklavt worden. Ihre arabischen Nachbarn haben ihnen nach dem Leben getrachtet, sie im wahrsten Sinne verraten und verkauft an ihre Mörder. Ihre de-facto-Schutzmacht, die kurdische Armee, hat bei ihrer Verteidigung versagt. Die meisten Jesiden wollen ihre Heimat verlassen und lieber irgendwo als Flüchtlinge vegetieren, als noch einmal in das verfluchte Land ihrer Mütter und Väter zurückzukehren.

Es kann hier daher nicht darum gehen, die Verhältnisse im Herkunftsland so weit zu stabilisieren, dass die Menschen im Land bleiben oder in absehbarer Zeit zurückkehren können. Diese Menschen müssen dauerhaft aufgenommen werden, und zwar möglichst von Ländern außerhalb des islamischen Kulturkreises. Deutschland hätte die Voraussetzungen und Kapazitäten dafür, das in einer großen gemeinsamen Anstrengung zu leisten.

Gerade diejenigen, die für eine nichtmilitärische Lösung plädieren, sollten sich diese Forderung zu eigen machen: Alle Jesiden, die dies wünschen, sollen ab sofort nach Deutschland kommen dürfen, um sich hier niederzulassen, Start- und Integrationshilfen inklusive.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière dagegen findet, dass die Terroristen schon gewonnen hätten, wenn Deutschland jetzt Anflüge von Menschlichkeit gegenüber ihren Opfern zeigte. „Es wäre ein unerträglicher Triumph für die Terroristen als Feinde unserer Religion, wenn am Ende des Konflikts die Christen aus dem Irak vertrieben wären“, erklärte er gegenüber der Bild-Zeitung.

Geht es nach ihm, mögen die Verfolgten gefälligst im Lande ihrer Häscher bleiben, tot oder lebendig: „Den Satz, dass die Jesiden oder die Christen im Irak keine Zukunft haben, will ich nicht akzeptieren.“ Und weil er diese bittere Realität nicht akzeptieren will, muss er sie zurechtlügen mit der dreisten Behauptung, die „Jesiden wollten selbst nach dem Ende der Kämpfe in ihre Heimatregionen zurückkehren“.

3 Antworten zu “Wie wäre das: Deutschland nähme ALLE Jesiden auf”

  1. Ruth sagt:

    Die Jesiden haben leider zusaetzlich zu ihrer Verfolgung das Unglueck, dass weder Israel noch die Juden irgendwie dafuer verantwortlich gemacht werden koennen.
    1948 verliessen weniger Araber das Gebiet des neu gegruendeten Israels, aber sie haben eine eigene UN Behoerde bekommen mit Milliarden Subventionen seit ueber 60 Jahren!

  2. Reinhard Rieder sagt:

    Auch ein Kirchenasyl in Deutschland wäre denkbar. Das wäre ein echter Akt christlicher Nächstenliebe… http://wp.me/p2Cfx3-1Gs

  3. Rolf sagt:

    Jesieden haben leider gewöhnungsbedürftige Gewohnheiten die mit unserem Grundgesetzt nicht zu vereinbaren sind. Sollte Deutschland alle Jesieden aufnehmen, werden die sich dafür bedanken, indem sie weitere junge deutsche Männer abstechen, die den Fehler machen, sich für ihre Töchter zu interessieren. Nein, ich möchte dieses aggresive Mordvolk nicht hier haben.

    http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13816274/Zwangsehe-und-sexuelle-Unterdrueckung-bei-Jesiden.html

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