Zentrum für Antisemitismus
17. November 2008, von Arvid VormannIm “Zentrum für Antisemitismusforschung” der TU Berlin hat sich zwar bis heute noch nicht herumgesprochen, dass moderner Antisemitismus sich vorzugsweise antizionistisch artikuliert. Dafür hat man nun ein neues Arbeitsfeld entdeckt: die - hm, na wer hätte es gedacht - Islamophobie!
Genau genommen ist dem Zentrum natürlich daran gelegen, diesen Terminus ganz im Sinne seiner Erfinder gegen den Antisemitismusbegriff in Anschlag zu bringen. Daher trägt die nächste Konferenz den Titel “Feindbild Muslim - Feindbild Jude“. Dabei handelt es sich den Veranstaltern zufolge um eine “Wissenschaftliche Konferenz über das Verhältnis von Antisemitismus und Islamophobie”. Diese Wissenschaft darf sich allerdings fakten- und methodenresistent nennen, wenn schon im Ankündigungstext fabuliert wird, Ressentiments gegen den Islam hätten seit dem 11. September 2001 weltweit Konjunktur, und die Parallelen zum Antisemitismus seien “unverkennbar”. Unverkennbar! ist hier Wissenschaft am Werke!
Nein, das wirkliche Schurkenstück ist doch nicht, dass durch diese Gleichsetzung die bevorstehende Endlösung für Islamgläubige herbeihalluziniert wird, sondern im Gegenteil, dass dem Antisemitismus damit de facto ein rationaler Kern zugesprochen wird. Das macht schon die Gleichung antisemitisch.
18. Dezember 2008 um 13:35
[...] von Dr. Gudrun Eussner, Dr. Matthias Küntzel, mir selbst, sowie Benjamin Weinthal, LizasWelt, Wadinet und insbesondere und nachdrücklich von Henryk M. Broder auf der von ihm mitbetriebenen [...]