Great Minds for Obama

03. November 2008, von Thomas von der Osten-Sacken

Einer, der wie kein anderer für die tiefe Provinzialität des deutschen Autorenfilms steht, nämlich der Wim Wenders, meint zur morgigen US-Wahl:

Ich erhoffe mir von dem zukünftigen amerikanischen Präsidenten, dass er erstens Barack Obama heißt, und dass er zweitens dieses große weite Land aus seiner tiefen Provinzialität zurückholt in die Welt!

Das wird nur noch getoppt von Stefan Effenberg, den, hätte ich die Wahl, ich auch als ersten zur US-Wahl befragen würde:

Große Reden schwingen kann man immer, aber die USA müssen wieder dahin kommen, wo sie einmal waren. Zurzeit wird hier Hoffnung groß geschrieben, vor allem in Verbindung mit Barack Obama. Darum glaube ich auch, dass er gewinnen wird.

Wobei auch Dieter Hoeness Analyse bedenkenswert ist, schließlich fokussiert sie weniger auf große Reden, denn auf den imperialistischen Stil selbst -bekanntlich eines der zentralen Grundübel des neuen Jahrhunderts:

Dieser imperialistische Stil wie ihn die scheidende Regierung geprägt hat, kann nicht mehr stattfinden. Durch diesen politischen Stil sind viele Probleme entstanden. Ich erwarte, dass Barack Obama eher für diese neue Politik stehen kann als John McCain.

Dank dem Tagesspiegel wissen die Amerikaner nun endgültig, wen sie morgen besser wählen sollten, denn wenn’s Obama nicht werden sollte, sind Wenders, Effenberg und Hoeness ganz traurig und das kann selbst der imperialistische, große Reden schwingende Ami aus tiefster Provinz unmöglich wollen..

 

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