Archiv für die Kategorie ‘Antisemitismus’

Nicht neu

Donnerstag, 31. Juli 2014

Detlev Claussen im Gespräch:

Hier ist überhaupt nichts neu. Seit 250 Jahren begleitet uns der moderne Antisemitismus in allen westlichen Gesellschaften. Er ist ein elementarer Bestandteil der westlichen Zivilisationsgeschichte. Seine einzige Botschaft lautet: „Die Juden sind an allem schuld.“ Sie kommt mal manifester zum Ausdruck, mal bleibt sie im Hintergrund. Diese Typen, die jetzt auf der Straße herumrennen, sind ein willkommener Anlass für latent antisemitische Gesellschaften und Medien, sich als nichtantisemitisch hinzustellen und zu sagen: die Antisemiten, das sind die Anderen. (…)

In fast allen westlichen Gesellschaften hat sich etwas durchgesetzt, das ich „Ja, aber“-Antisemitismus nenne: „Ja, Auschwitz war schlimm, aber man wird doch noch sagen dürfen …“ (mehr …)

Demonstrationen und keine Demonstrationen

Donnerstag, 31. Juli 2014

Ali Dogan, Mitglied im Vorstand der Alevitischen Gemeinde Deutschlands:

Im Irak und in Syrien vernichten die Islamisten ganze Generationen. Alleine in den vergangenen Wochen wurden Zehntausende Christen durch die islamistische ISIS aus Mossul vertrieben. Moscheen und andere Heilige Stätten werden von diesen Terroristen zerstört. In anderen muslimisch geprägten Ländern wie der Türkei steht Gewalt gegen Minderheiten auf der Tagesordnung.

Aber nie habe ich aus diesen Anlässen eine Demonstration von denjenigen gesehen, die nun wegen der Selbstverteidigung Israels durch die Straßen ziehen, dabei von Juden bewohnte Gebäude angreifen und angeblich für den Frieden im Nahen Osten demonstrieren – manchmal sogar mit der Flagge der ISIS.

(mehr …)

HRW did the right thing

Dienstag, 18. Dezember 2012

Nach öffentlichem Protest von UN Watch hat Human Rights Watch jetzt gehandelt und den Israelhasser und Verschwörungstheoretiker Richard Falk aus dem Board entfernt. HRW vermied allerdings, auf die Gründe einzugehen, die zu diesem Schritt führten. Gern würde man auch Genaueres darüber erfahren, wie Falk überhaupt in diese Position gelangen konnte. Schließlich ist der Mann bekannt wie ein bunter Hund (a propos ‚Hund‚) für seine „linken“ Positionen – zuletzt machte er als 9/11-„Truther“ von sich reden. Ähnlich wie der Schweizer Jean Ziegler fand auch Falk unter dem schützenden Dach der Vereinten Nationen noch für jeden Diktator warme Worte, wenn dessen Regime nur antiwestlich genug ausgerichtet war. Mit Menschenrechten hat das alles denkbar wenig zu tun.

Gesamtkunstwerk Hizbollah

Dienstag, 11. Dezember 2012

Im antizionistischen „Freitag“, den Jakob Augstein 2008 übernommen hat, kommen ausschließlich Israel-Gegner vom Schlage Norman Paech, Mohssen Massarrat bis Felicia Langer zu Wort. – Gleichzeitig deklariert ein Freitag Autor, Matteo Fagotio, den mörderischen Terror der Hisbollah als Kunst:

„Die Hisbollah feiert in einem Freiluftmuseum ihren Kampf gegen Israel in ästhetisierter Form. Auch sonst will die Organisation ihre politischen Ideen jetzt in Kultur verwandeln.«

Bekanntlich entstieg soeben der Hamas-Führer Khaled Meschal anläßlich seiner massenhaft inszenierten Rückkehr zwecks Überraschung der Seinen einer Papprakete mit Türchen drin.

Womit das obige Konzept seine sinnlich-konkrete Bestätigung erfährt und das erfüllt, was die Augstein-Linke unter Aisthesis versteht: Pappraketen & ästhetisierter Massenwahn.

Selbst beim dlf unten durch

Freitag, 30. November 2012

W. Benz, der größte deutsche Vorurteilsforscher aller Zeiten („Er hat das Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin zum Schwergewicht gemacht“ – Die Welt), durfte im Deutschlandfunk und anderenorts schon zu zahllosen Gelegenheiten als Experte unwidersprochen seine so banalen wie abwegigen Thesen verbreiten. Umso erstaunlicher nun, dass ein Redakteur des dlf diese Thesen einmal wirklich zur Kenntnis nimmt und als das bezeichnet, was sie sind: Ideologisch und voller Vorurteile. Der Rezensent hätte bei der Erwähnung Treitschkes allerdings noch ergänzen sollen, dass Benz Treitschke nicht einmal als Antisemiten erkennen will – indem er behauptet, diese Frage sei vollkommen unerheblich.

Die Wohlmeinenden

Montag, 19. November 2012

Eine ganz blöde Masche ist es, Israel dafür anzuklagen, dass es angeblich den Terror doch nur stärke oder seine Vertreter salonfähig mache. Wer so spricht, möchte den Eindruck vermitteln, er sei ein zunehmend resignierter Vertreter der Interessen Israels. Eine bequeme Position: Er muss sich nicht rechtfertigen für seinen Standpunkt, und er muss den Terror nicht umlügen zum Befreiungskampf, kann ihn aber dafür in den Verantwortungsbereich Israels delegieren und ihn so jeder aktivischen Komponente entledigen.

Terror wird naturalisiert. Er entspringt plötzlich nicht mehr kalkulierten Entscheidungen bestimmter Protagonisten, sondern wird zur quasi naturgesetzlichen Folge israelischen Handelns verklärt.

Auch das antiaufklärerische Ressentiment gegen jede Form bewussten Handelns und Gestaltens verschafft sich hier Geltung. Der Antisemit sagt: „Wer Wind sät, wird Sturm ernten.“ Das Ganze läuft schließlich darauf hinaus, dass die bloße Gegenwart des Juden schon den Übergriff konstituiert. Die Unverhältnismäßigkeit ist ihm bereits eingeschrieben. „Israel wehrt sich„, war der treffende Titel einer im Januar 2009 im Tagesspiegel erschienenen antisemitischen Karikatur. Der Zeichner hat sich übrigens auf gnadenlose israelische Panzer spezialisiert.

Ein guter Mann

Mittwoch, 14. November 2012

Der Imam von Drancy lässt keinen Zweifel an seinem Abscheu gegenüber Antisemiten aufkommen. Jetzt führte er eine Delegation von Imamen nach Israel und erklärte in Yad Vashem: „Niemand hat das Recht, Menschen im Namen des Islam oder der palästinensichen Sache zu töten.“ und „Unsere Regierung muss sehr hart gegen diese Fanatiker vorgehen.“

UN-Reden

Montag, 24. September 2012

Iranian President Mahmoud Ahmadinejad on Monday disregarded a U.N. warning to avoid incendiary rhetoric and declared ahead of the annual General Assembly session that Israel has no roots in the Middle East and would be „eliminated.“ (…)

Ahmadinejad alluded to his previous rejection of Israel’s right to exist. „Iran has been around for the last seven, 10 thousand years. They (the Israelis) have been occupying those territories for the last 60 to 70 years, with the support and force of the Westerners. They have no roots there in history,“ he said, speaking to reporters through an interpreter.

Quelle 

Gegen Rassismus

Freitag, 27. Juli 2012

The Palestinian Authority is against the moment of silence at the Olympics to commemorate the Israeli athletes murdered at the Munich Olympics in 1972. According to the headline in the official PA daily, „Sports are meant for peace, not for racism.“

According to Jibril Rajoub, President of the Palestinian Olympic Committee:
„Sports are meant for peace, not for racism… Sports are a bridge to love, interconnection, and spreading of peace among nations; it must not be a cause of division and spreading of racism between them [nations].“
[Al-Hayat Al-Jadida, July 25, 2012]

These words appeared in a letter sent by Rajoub to the President of the International Olympic Committee, Jacques Rogge. The letter „expressed appreciation for [Rogge’s] position, who opposed the Israeli position, which demanded a moment’s silence at the opening ceremony of the Olympic Games in London.“

Quelle 

Siehe auch: PA President Mahmoud Abbas‘ Role in the Munich Massacre 

Ein neues Logo muss her!

Dienstag, 24. Juli 2012

Das Olympiakomitee des Irans hat einen Brief an Jacques Rogge, Präsident des Internationales Olympisches Komitee (IOC) geschrieben, in dem es das IOC auffordert, ein neues Logo für die in London im nächsten Jahr stattfindenden Olympischen Sommerspiele gestalten zu lassen. Nach Ansicht der Komiteemitglieder, enthält das von der Londoner Agentur Wolff Olins gestaltete Signet das Wort „ZION”. Die Verwendung des Wortes „ZION“ sei „eine Schande und beschädige die Olympischen Werte“, so Mohammad Ali Abadi, Vorsitzender des Olympiakomitees des Irans, sowie Generalsekretär Bahram Afsharzade, die beide den Brief unterzeichneten.

 Quelle 

Heilige Unvernunft

Montag, 23. Juli 2012

Diejenigen, die nun vom Rechtsstaat verlangen, das Abschneiden der Vorhaut von Jungen solle nicht als Körperverletzung gewertet werden, offenbaren eine erschreckende Unkenntnis oder auch Ignoranz gegenüber den geltenden – säkularen! – Rechtsprinzipien. Heute konzidiert Einer im Tagesspiegel, das Ritual sollte zwar verschoben werden, bis die Betroffenen selbst entscheiden könnten, aber er verstehe das Problem nicht.

Offenbar glaubt er, hier und da, z.B. beim Recht auf körperlicher Unverletzlichkeit, könne der Gesetzgeber einmal von seinen Prinzipien abweichen. So manch Einer ist sich sicher, mit der Rede von „zwei Weltreligionen“ und „Jahrtausende währender Praxis“ ausreichend gewichtige Argumente aufgeboten zu haben, um diesem profanen Provinzgericht den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Dieses fehlende Rechtsverständnis ist erschreckend. (mehr …)

…. verweist auf die Hizbollah

Freitag, 20. Juli 2012

American officials on Thursday identified the suicide bomber responsible for a deadly attack on Israeli vacationers here as a member of a Hezbollah cell that was operating in Bulgaria and looking for such targets, corroborating Israel’s assertions and making the bombing a new source of tension with Iran. (…)

A senior Israeli official said on Thursday that the Burgas attack was part of an intensive wave of terrorist attacks around the world carried out by two different organizations, the Iranian Quds Force, an elite international operations unit within Iran’s Islamic Revolutionary Guards Corps, as well as by Hezbollah.

Quelle

From Buenos Aires to Burgas

Mittwoch, 18. Juli 2012

Eighteen years after blowing up the AMIA Jewish Community Center in Buenos Aires – an attack that killed 85 people – Hezbollah appears to have struck again, this time in Bulgaria.

While it is difficult to disconnect the two attacks due to the amazing timing, there are some differences, most importantly the chosen target.

Read more

Farhud

Sonntag, 17. Juni 2012

On June 17, 2012, Iraqi Jews will commemorate the 71st anniversary of the Farhud – the riots that took place on Shavuot in 1941. In the riots, reminiscent of Kristallnacht in Germany, 137 Jews (180 or more according to some sources), men, women and children, were murdered, hundreds more wounded and much Jewish property looted. The memory of the riots remains fresh in the minds of Iraqi Jews.

Den ganzen Artikel lesen

Tunesische Anzeige

Dienstag, 08. Mai 2012

Von Gilbert Naccache

Ich erstatte Anzeige. Ich erstatte Anzeige gegen diejenigen, die auf der Avenue Habib Bourguiba zum Mord an den Juden aufgerufen haben. Es ist nicht das erste Mal, dass ich Opfer rassistischer Angriffe wurde. Doch bislang entschied ich mich gegen eine Anzeige, in der Annahme, es handle sich bei den Tätern um junge, unwissende Menschen. Inzwischen hat sich die Lage verändert: Der Antisemitismus ist in Tunesien zu einer politischen Bewegung geworden. Der Aufruf zum Mord an den Juden ist die Basis seiner Propaganda. Die neuen Antisemiten melden sich immer, immer wieder zu Wort.

Ich erstatte Anzeige, denn diese Mordaufrufe haben nichts mit dem Gefühl der tunesischen Bürger oder ihrer Einstellung zu der jüdischen Minderheit zu tun. Sie dienen allein dazu, die Konterrevolution zu etablieren, im Namen einer sogenannten Ordnung, die die aktuelle Regierung noch nicht herstellen kann. Um die aufgeladene Situation heute zu verstehen, lassen Sie mich kurz die Ereignisse des letzten Jahres rekapitulieren.

Den ganzen Artikel lesen

Ein Antisemit in der Weltkurstadt

Freitag, 04. Mai 2012

Gerade hat der Friedens- und Konfliktforscher Johann Galtung sich als ordinaerer Antisemit geoutet, den Mossad verdaechtigt, als Strippenzieher hinter den Massakern von Andreas Breivik gestanden zu haben und die Protokolle der Weisen von Zion zur Lektuere empfohlen, da wird er schon als Referent eingeladen nach Wiesbaden, das sich gerne auch Weltkurstadt bezeichnet, und wo, wenn’s um Casinokapitalismus und Kritik an den Juden geht, man offenbar weder Parteien noch Konfessionen kennen mag.

Den Antisemiten aus Norwegen laedt deshalb Attac und das Pariser Hoftheater ein, in Kooperation mit dem Katholischen Erwachsenenbildung-Bildungswerk Wiesbaden und Rheingau, dem Evangelischen Sozialpfarramt Wiesbaden und der VHS.

Linke, Evangelen, kulturbeflissenes Buergertum, Katholiken und Volkshochschule, sonst mag sie ja vieles trennen, der Wunsch nach Frieden bzw. dem antisemitischen Friedensforscher aber eint sie ueber alle Graeben hinweg.

Friedens- und Konfliktantisemit

Montag, 30. April 2012

Eine der ganz grossen Ikonen der (vor allem auch in Deutschland so aeusserst beliebten) Friedens- und Konfliktforschung, Johann Galtung, fiel schon in der Vergangenheit regelmaessig durch besonders unapettitliche Statements auf. Man ahnte es schon lange: der Mann ist ein ganz ordinaerer Antisemit, dessen Friedenswunsch dem des Fuehrers aehnelt, der auch die Juden als Haupthindernis auf dem Weg zum Weltfrieden identifiziert hatte. Nun, 85 jaehrig, also auch einer derjenigen, die Elias Cannetti so treffend in Masse und Macht als Typus des ewigen Ueberlebenden beschrieben hatte, kann Galtung endlich so reden, wie es offsichtlich immer schon in ihm dachte:

Among other statements, Galtung claimed that a possible connection exists between the terrorist responsible for the massacre of children in Norway last summer, and the Mossad. “The Jews control worldwide communication, and divert it in order to benefit of Israel,” wrote Galtung in an email exchange with Haaretz.

He pointed out that one of the factors behind the anti-Semitic sentiment that led to Auschwitz was the fact that Jews held influential positions in German society. Galtung also recommended reading “The Protocols of the Elders of Zion,” (….) one of the most quoted anti-Semitic works around the world. “I wonder how many people with such strong opinions on the book have even read it,” he wrote. “It is impossible to do so today without thinking of Goldman Sachs,” he added. Goldman Sachs is an international investment Bank founded and run by Jews, attacked in the media from time to time as a “capitalist pig.“

Kleines Quiz

Dienstag, 24. April 2012

Aus welcher Feder stammt wohl folgende Selbstbeschreibung:

„Wir gehören nicht zu den entwurzelten Menschen, die unsere Werte verleugnen und nur ihre eigenen Interessen im Blick haben.“

a) Pierre Vogel
b) Linkspartei Palästinasolidarität
c) Christliche Israelsolidarität
d) NPD Ortsgruppe

Die Probleme der ägyptischen Schriftstellerunion

Samstag, 21. April 2012

Die Probleme der ägyptischen Schriftstellerunion:

An official in Egypt’s Writers‘ Union has said the union discussing terminating the membership of Grand Mufti Ali Gomaa because of a visit he paid to Jerusalem Wednesday.

Salah Alrawy, member of the union’s Board of Directors said that the union has already prepared a decree to terminate Gomaa’s membership, given that he broke the national consensus on boycotting Israel by all means, which includes a travel ban to Jerusalem while it’s under Israeli occupation.

Alrawy said that the union will hold an urgent meeting Monday, 23 April, to take a final decision on the matter.

 

Die Wurzel des Antisemitismus

Freitag, 13. April 2012

Reginald Grünenbergüber die Wurzeln des Antisemitismus:

Der Antisemitismus ist bekanntlich eine Leidenschaft, die den Antisemiten auf intime Weise mit dem Dasein des Juden verbindet. Er spürt Lust, gepaart mit Verachtung und tiefster Geborgenheit, bei dem Gedanken: Der Jude erklärt mir die Welt, den Kapitalismus oder den Kommunismus, den Unterschied von Arm und Reich oder wenigstens den Nahost-Konflikt. Das ist eine wichtige Leistung, durch die der Antisemit sich beim Juden verschuldet. Wenn man diese Aussage umkehrt, erkennt man auch die Angst, die damit verbunden ist: Ohne den Juden verstehe ich die Welt nicht mehr!

Denn der Jude ist eine mächtige, beruhigende Welterklärungsmaschine geworden. Deshalb der Jude, denn er ist in dieser Funktion nicht ersetzbar. Im Endstadium dieser Krankheit beginnt der Antisemit, ernsthaft an ihr zu leiden und versucht, sich selbst zu heilen, wobei er zunehmend die Bereitschaft entwickelt, von den Worten zu Taten zu schreiten:

Die Welt, die der Jude mir erklärt, hat er auch erschaffen.

Ich will eine neue Welt – eine ohne Juden.