Archiv für die Kategorie ‘Irak’

Halabja Tag 2016: Ende der Straflosigkeit

Mittwoch, 16. März 2016

Ein zum Jahrestag des Giftgasangriffs auf die irakisch-kurdische Stadt Halabja veröffentlichter Bericht dokumentiert 161 Giftgasangriffe in Syrien seit Beginn des Krieges vor fünf Jahren. Mehr als zwei Drittel der Angriffe erfolgte nach Verabschiedung der UN-Sicherheitsratsresolution 2118 v. September 2013.

Deutsch irakische-Hilfsorganisation Wadi fordert, die Verantwortlichen endlich strafrechtlich zu verfolgen.

Demonstration in Halabja

Am 16. März 1988 bombardierte die irakische Armee die kurdische Stadt Halabja mit einem Cocktail aus unterschiedlichen chemischen Kampfstoffen. 5000 Menschen starben damals unmittelbar durch die Angriffe, zwischen 5000 und 10000 an den Spätfolgen.

Bis heute wirkt dieser Angriff nach. Nicht nur in Halabja und anderen irakisch-kurdischen Orten, in denen Menschen bis heute unter den Folgen dieser Angriffe leiden.

Passend zu diesem Jahrestag hat die renommierte Syrian American Medical Society (SAMS) eine umfangreiche Studie über den Einsatz chemischer Kampfstoffe durch den syrischen Staatsapparat vorgelegt. Der Bericht legt nahe, dass trotz Verabschiedung der UN-Sicherheitsratsresolution 2118 vom September 2013 und der darauf folgenden vermeintlichen Abrüstung des syrischen C-Waffenarsenals der Einsatz chemischer Kampfstoffe gegen die Zivilbevölkerung in den von der Opposition gehaltenen Gebieten fortgesetzt wurde. Der Bericht belegt 161 Fälle von C-Waffenangriffen durch syrische Regierungstruppen – mehr als Zweidrittel davon nach Verabschiedung der UN-Sicherheitsratsresolution.[1]

Damit dokumentiert der Bericht das vollständige Scheitern der internationalen Politik gegenüber Syrien – und eine erschreckende Ignoranz gegenüber dem Horror chemischer Kriegsführung in Nahost.

Nicht nur die Regierung hat inzwischen in Syrien systematisch Giftgas zum Einsatz gebracht, mehrfach belegt ist inzwischen auch, dass die islamistische Miliz Islamischer Staat (IS) über Chemiewaffen verfügt und diese auch verwendet. Geholfen wird dem IS dabei von ehemaligen Anhängern Saddam Husseins und Mitarbeitern des irakischen Giftgasprogramms.

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Wirtschaftlicher Tsunami in Irakisch-Kurdistan

Samstag, 16. Januar 2016

Iraq’s Kurdistan region is in danger of being drowned by an economic „tsunami“ as global oil prices plunge, its deputy prime minister said, warning it could undermine the war effort against Islamic State.

Four months in arrears and deeply in debt, the Kurdistan Regional Government (KRG), which depends on oil revenue to survive, has been hit hard by oil’s slump below $30 per barrel this week from over $100 a barrel two years ago.

Even before oil’s most recent losses, the autonomous region was unable to meet a bloated public payroll including the salaries of its own armed forces, the peshmerga, which are on the front line against Islamic State.

„The world is focused on the war against ISIS but nobody wins a war bankrupt,“ Qubad Talabani said in the interview on Thursday, using an acronym for Islamic State. „I think this is something the coalition against ISIS really do need to factor into the equation.“

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Annual Report of Wadi’s Activities in Northern Iraq

Mittwoch, 06. Januar 2016

annual report

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wadi – Dezemberrundbrief 2015

Sonntag, 06. Dezember 2015

Aus der Einleitung:

Vor genau einem Jahr haben wir in unserem Weihnachtsrundbrief bereits das Elend der Flüchtlinge im Vorderen Orient beschrieben. Geändert hat sich mit der großen Flüchtlingskrise seitdem nur der Abstand, der zwischen uns und ihnen mithilfe »grenzsichernder Maßnahmen«, Radarüberwachung, vorverlagerter Flüchtlingsaufnahme und der »Bekämpfung der Schleuserkriminalität« notdürftig aufrechterhalten wurde. Schon vor 2015 starben Flüchtlinge im Vorderen Orient und auf dem Mittelmeer. Neu war, dass die Grenzsicherung Europas angesichts der schieren Zahl von Flüchtlingen zusammenbrach und Zehntausende die scheinbar unüberwindbare Grenze überschritten. Zum Sinnbild wurden dänische Polizisten, deren Aufgabe es war, hunderte Flüchtlinge von der Einreise nach Dänemark abzuhalten und die kapitulierten, weil sie die dazu erforderlichen Gewaltmittel gegen die ausgezehrten Männer, Frauen und Kinder nicht einsetzen wollten und konnten. Dass seitdem flieht, wer fliehen kann, liegt auch daran, dass lange vor der europäischen Grenzsicherung bereits alle anderen Systeme und Institutionen zusammenbrachen, die die Menschen vor Ort gehalten haben.

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rb 12-15

 

Dead and Injured in Iraqi-Kurdistan

Samstag, 10. Oktober 2015

A young protester died after the Kurdistan Democratic Party’s headquarters were torched Saturday during deadly protests in the Sulaimani Province town of Qaladze.

The 13-year-old boy died in the hospital from injuries sustained when the building was set on fire, Qaladze hospital personnel Othman Muhamad told Rudaw.

Three people were shot dead yesterday during demonstrations in Qaladze, while dozens more were wounded.

The semiautonomous Kurdish enclave in northern Iraq has been erupting in protests for the past week as anger over lack of government wages, feuding political parties and economic instability has reached a boiling point.

Clashes between demonstrators and police continue in the town of Said Sadiq and Kalar in the Sulaimani. Protesters torched the KDP’s building in Kalar on Saturday.

At least nine people, including five policemen, were wounded on Thursday during protests sparked by the government’s delayed salaries in Sulaimani, the city’s mayor told Rudaw.

Police used tear gas during a mass demonstration in Sarra Square in the city on Saturday when hundreds of protesters gathered again to demand three months of unpaid salaries and an end to the current political stalemate that has left the KRG without an official president since August.

Major political parties in Kurdistan have condemned the violence and called on citizens and party members for peace.

Source

Protests in Iraqi-Kurdistan

Donnerstag, 08. Oktober 2015

Hundreds of demonstrators took to the streets in cities across the Kurdistan region to protest delayed salaries and the stalemate between Kurdish political parties that has left the regional government without an official president for since July.

At the biggest protest site in Suliamani, Rudaw’s Saman Basharty witnessed clashes between the police and protesters who had gathered in front of of the Shary Juan Hotel where the five major Kurdish political parties were holding a meeting.

The meeting, held between representatives of the Kurdistan Democratic Party (KDP), Patriotic Union of Kurdistan (PUK), Change Movement, Kurdistan Islamic Union and the Kurdistan Islamic League, was the latest in a series of unsuccessful attempts to find agreement over the presidency of Masoud Barzani.

Dozens of protesters held demonstrations in Erbil and Halabja. In Erbil, a medical official for Rizgari hospital said doctors who have not been paid would continue to help patients, but stressed that the government needs to know the doctors and other workers need their salaries.

On Tuesday, hundreds of teachers took to the streets in Sulaimani and Erbil after declaring a week-long strike earlier this month over delayed salaries. Representatives of the protesting teachers told Rudaw they refused to go back to work before receiving their full salaries, which have been withheld since July.

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Sich ins Leben zurücktasten

Montag, 24. August 2015

Aus einem dpa-Bericht über die Arbeit von Wadi für yezidische Flüchtlinge:

Weil das Leid so groß war, ist schon ein kleines Lächeln ein Schritt zurück ins Leben: Im Nordirak versucht Cheman Rashid, jesidischen Mädchen ein wenig Freude zu machen. Die 50-jährige Kurdin ist mit mobilen Teams der Hilfsorganisation Wadi in der Region unterwegs. Jeweils zwei Frauen kümmern sich in Flüchtlingslagern um Jesidinnen, die von Angehörigen der Terrormiliz Islamischer Staat verschleppt worden waren.

„Das Leben ist sehr schwer für sie“, sagt Rashid in einem Gespräch über den Internet-Dienst Skype. „Sie haben zu viel gesehen. Manche wurden vor den Augen der anderen vergewaltigt. Das lässt sich kaum vergessen.“

Wadi hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Der arabische Name bedeutet Flussbett. „Wir wollen Wasser ins trockene Flussbett bringen, damit es wieder grünt“, sagt der Leiter der Hilfsorganisation, Thomas von der Osten-Sacken.

Die Arbeit der drei mobilen Teams in den von Kurden kontrollierten Gebieten im Nordirak begann im September 2014. Sie wird vom Entwicklungshilfeministerium (BMZ) mit 377.000 Euro unterstützt. „Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zur Behandlung von traumatisierten Binnenvertriebenen im Nordirak“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums.

Im Juli richtete Wadi zusätzlich ein Tagesbetreuungszentrum in Dohuk ein. „Sie sollen tagsüber eine schöne Umgebung vor Augen haben, nicht ständig das Elend der Flüchtlingslager“, erklärt von der Osten-Sacken. „Sie können dort das Friseurhandwerk erlernen, Handarbeiten machen oder an Computerkursen teilnehmen.“

„Die Bruchlinien gehen mitten durch Kurdistan“

Freitag, 07. August 2015

Interview von Radio Dreyeckland mit Thomas v. der Osten-Sacken zur aktuellen Lage in Kurdistan

Kurz nach seiner schweren Wahlniederlage aber noch immer mit einer ihm freundlichen Regierung provisorisch im Amt hat der türkische Präsident Tayyip Erdogan die Notwendigkeit eines Kurdenkrieges erkannt. Seither jagen sich die Luftangriffe, insbesondere gegen Lager der Partei der Arbeiter Kurdistans (PKK) im Nordirak und werden in der Türkei reihenweise AktivistInnen der prokurdischen Partei der Demokratie der Völker (HDP) festgenommen. Gegen die beiden Co-Vorsitzenden der Partei wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet usw. Nun, wie sieht das aus der Sicht von Irakisch Kurdistan aus, wo die Bomben runterkommen, wenn auch bislang nicht überall. Der Präsident der Autonomen Region Irakisch Kurdistan, Masud Barzani ist schon mal auf Distanz zur PKK gegangen und forderte sie auf, zur Vermeidung ziviler Opfer bei den Luftangriffen sein Land zu verlassen. Allerdings denken nicht alle in Kurdistan so wie Barzani. Radio Dreyeckland fragte Thomas von der Osten-Sacken von der Hilfsorganisation Wadi, die seit über 20 Jahren Projekte in Irakisch Kurdistan und anderen Ländern des Nahen Ostens durchführt.

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Remember

Montag, 03. August 2015

Under the Knife

Dienstag, 28. Juli 2015

Foreign Affairs Magazine about Wadi’s anti FGM campaign in Iraqi-Kurdistan:

A great case study comes from the Kurdish region of Northern Iraq, which is currently considered one of the world leaders in female genital mutilation eradication. Aid organizations there first discovered that the practice was occurring in 2003 as workers fanned out to the countryside in anticipation of a refugee crisis following the U.S. invasion and toppling of Saddam Hussein. The refugees never came, but aid workers got an earful about what was happening to girls in the village.

Eight years later, in 2011, the Kurdish regional government passed law banning female genital mutilation. It was the result of an arduous, around the clock, and controversial campaign to push the politicians into action, led by WADI, a small Iraqi–German NGO. Along the way, activists faced death threats and had their personal reputations smeared. But they were ecstatic when they finally emerged victorious.

Yet today, four years after the law was passed, Kurdistan has yet to see the first person fined or jailed in connection with practicing female genital mutilation. “We fought so hard for the law, but as soon as it was passed, we realized that the fight had only begun,” Arvid Vormann, a program manager at WADI told me.

Even so, in some villages in the Kurdish region, mutilation is down by more than 40 percent, and nearly a dozen villages have officially adopted a label of “FGM-free” for several years now, a practice first started in Africa. Aid workers thus argue that the symbolism of the legislative victory was worth the effort, even if it is now clear that it was mostly the campaign itself—and not the legislation—that moved the needle.

Jinda Day Care Center for Yazidi Girls inaugurated in Iraqi-Kurdistan’s Dohuk

Sonntag, 12. Juli 2015

Wadi Dohuk inaugurating the center

On July 9th the Jinda Day Care Center for Yazidi Girls was inaugurated in Dohuk. This Center serves as a social and psychological safe haven particularly for women who were forced into slavery by the IS, but were able to escape.

In Kurdish Jinda means ‘re-live’ and in this sense the organizers of the center aim to “give a new life” to all women and girls who are affected by the war.

The Jinda center run by WADI Dohuk and supported by UNICEF is  offering these women a space and a variety of classes such as computer, hairdressing, handicraft and language classes. Thus, women who feel ready, can acquire new skills they will need if they stay on in the cities of Iraqi Kurdistan where they have found refugee.

Currently Wadi is caring about 300 girls, who were abducted by ISIS and abused but managed to escape.

Representatives of UNICEF and the Dohuk Governorate were present during the inauguation as well as the Italian Consulate General. This project is funded by the Italian Government.

Wadi-Newsletter Juli 2015

Dienstag, 30. Juni 2015

Liebe Freunde und Freundinnen von WADI,

seit fast 10 Jahren engagiert sich WADI gegen weibliche Genitalverstümmelung in Irakisch-Kurdistan. Seit drei Jahren haben wir mit unserer Kampagne Stop FGM Middle East gemeinsam mit Hivos den Kampf gegen diese Menschrechtsverletzung in anderen asiatischen Ländern aufgenommen.

Im Nachbarland Iran laufen inzwischen zahlreiche Aktivitäten. Laut einer aktuellen Studie sind in den Provinzen West Azerbaijan, Kurdistan, Kermanshah and Hormozgan 40-60% der Frauen genital verstümmelt.

Wir haben die Veröffentlichung der Studie zum Anlass genommen, die UN aufzufordern, endlich Iran auf die Karte der von Genitalverstümmelung betroffenen Länder zu setzen.

Presseerklärung: FGM in Iran needs to be put on international agenda

Unsere Erklärung wurde von mehreren internationalen Medien aufgegriffen, die auch über einige einzigartige Projekte im Iran berichteten, etwa vom Weekly Standard: Confronting FGM in Iran and Iraqi Kurdistan

 

 

Im Irak konnten wir im vergangenen Jahr dank der Unterstützung von UNICEF Mitarbeiterinnen für sechs weitere Mobile Teams schulen.Diese Teams klären nun in allen Gebieten der autonomen Region Kurdistan über die Gefahren von weiblicher Genitalverstümmelung auf.

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Saddams Erbe

Montag, 29. Juni 2015

Iraqi forensic teams in the southern province of Basra have found a mass grave containing 377 corpses apparently killed during the 1991 Shiite uprisings against Saddam Hussein’s dictatorship, said Iraqi human rights officials Sunday.

A statement released by Mehdi Tamimi, an Iraqi government human rights officer, said that the mass grave was found in the east of Basra province. According to Tamimi, the grave is the second biggest mass grave ever found in southern Iraq.

“The first stage of exhuming bodies has been initiated. Bodies are mainly believed to be women and children,” Tamimi said, adding that the forensic teams need larger budgets for further excavations.

According to Tamimi, there are more than 40 mass graves in Basra province. He emphasized the importance of preserving graves in order for them to be documented properly.

Quelle

Supporting a school for children of Syrian Refugees

Montag, 01. Juni 2015

WADI has a special relationship with the complex and its youngest and cutest inhabitants, because the accountant of WADI, Kumry Alferha, who herself is a refugee from Syria and came to Suleymaniah in 2004, is taking a lot of care about these children.

Earlier in the year, the eager pupils received clothes from WADI and now, on the last day of school they were waiting, wide eyed and hopeful for their end of school year gifts. The fifth and sixth grade boys received footballs while the girls received bracelet-making kits. The younger pupils received dolls and big toy trucks. To top off this joyous occasion, each child and teacher were handed tasty sweets especially ordered for them. The children, sometimes trilingual (speaking Kurdish, Arabic, and English) were very grateful for this little gesture – to some it may not seem like a big deal, it means the world to children who are trying to achieve the unachievable and find some semblance of stability in an unstable world.

Children should not have to worry about what to wear for school, where to obtain their school books and whether or not there will be enough teaches at school to guide them through their day.

Another pressing issue related to this, is that most of the children have missed out on two years of schooling due to their status as Syrian refugees. (mehr …)

„Wenn wir geweint haben, haben sie gelacht“

Montag, 11. Mai 2015

Für Bild.de haben Antje Schippmann und Claas Weinmann jesidische Mädchen interviewt, dei vom islamischen Staat als Sexsklavinnen mißbraucht wurden und nun von Wadi betreut werden:

Die deutsche Hilfsorganisation „Wadi e.V. betreut Sina, Fahima und alle anderen Frauen und Mädchen, die aus ISIS-Gefangenschaft fliehen konnten, im Flüchtlingslager in Khanke.

Mit ihren mobilen Teams, in denen auch mehrere Jesidinnen arbeiten, gehen sie jeden Tag in das Camp. „Wenn die Mädchen hier ankommen, brauchen sie sofort dringend Hilfe“, erzählt die Teamleiterin Chiman (49). „Viele sind akut selbstmordgefährdet. Wir gehen mit ihnen zu allen Ärzten und betreuen sie auch psychologisch. Wir versuchen, wie eine Familie für sie zu sein.“

Einige der Mädchen seien so jung, dass sie noch nicht verstehen würden, was eine Vergewaltigung ist, sagt Chiman. Aber sie alle hätten ähnliches erlebt, wurden verkauft, missbraucht und verprügelt. Viele mussten mitansehen, wie ihre Väter, Brüder und Mütter kaltblütig ermordet wurden. Jetzt müssen sie versuchen, in ihr Leben zurückzufinden, während ihre Familien oftmals noch in den Fängen der Terrormiliz sind.

„Wir wollen, dass sie nach vorne schauen können, unternehmen mit ihnen kleine Ausflüge, um sie abzulenken, organisieren Computerkurse und einen haben einen Sportraum. Wir wollen den Mädchen wieder eine Zukunft geben.“

Über die Arbeit von Wadis Mobilen Teams zur Hilfe jesidischer Flüchtlinge

Sonntag, 10. Mai 2015

Für die Presse hat Martin Gehlen jesidische Flüchtlinge in Dohuk besucht und dabei auch die Mitarbeiterinnen der Mobilen Teams von Wadi getroffen, über deren Arbeit er ins einem Artikel berichtet:

1500 jesidische Frauen und Kinder sind inzwischen aus den IS-Gebieten zurückgekommen. Einige Geiseln konnten mithilfe kurdischer Geheimdienstler fliehen, andere wurden von Verwandten freigekauft, wie vor einer Woche Basma Sharaf, für die ihr tunesischer Besitzer in der syrischen Stadt Tabka 10.000 Dollar verlangte. Zuvor hatte sie in Mosul als Sklavin bei einer eingesessenen arabischen Familie schuften müssen. Von der Mutter und ihren drei Töchtern wurde sie ständig misshandelt. Ihre Rippen schmerzen noch heute von dem Sturz, als ihre Peinigerinnen sie die Treppe hinunterstießen. Und der Sohn der Familie sei unverheiratet gewesen. „Für eine vergewaltigte Frau ist das Leben die Hölle“, sagt die 34-Jährige, die am 15. August zusammen mit ihren beiden jüngeren Schwestern Faiza und Vian verschleppt wurde. „Wir können nicht mehr lachen. Wir sind nicht mehr wie normale Menschen und müssen ständig daran denken, was uns zugestoßen ist.“ Vater und Mutter sowie einer ihrer vier Brüder werden immer noch vermisst.

Im Flüchtlingslager Gali Zakho, wo unweit der Grenze zu Syrien 13.000Menschen in 3000 Wohncontainern leben, kümmert sich ein Krisenteam der deutschen Organisation Wadi um verstörte Rückkehrerinnen wie Basma. Die jesidischen Mitarbeiterinnen kennen die strikten Traditionen der Kultur. Sie wissen, dass sich viele junge Frauen niemandem anvertrauen können und vor ihrer Familie voller Scham verbergen, was sie durchgemacht haben. So besorgen sie ihnen heimlich Schwangerschaftstests oder vermitteln eine Abtreibung im Krankenhaus. Manchmal werden die Helferinnen mitten in der Nacht gerufen, weil sich eine der Gepeinigten die Pulsadern aufschneiden will.

Protests in Support of Mahabad

Sonntag, 10. Mai 2015

The Kurdish rights activists organised a gathering in front of the Kurdistan Region Parliament to support the protests in Mahabad and demand the release of the Iranian Kurds detained during the demonstrations. Members of Iranian Kurdish political parties, human rights activists and other civilians rallied to the Kurdistan Region Parliament in Erbil, chanting slogans in support of the protestors in the Iranian Kurdistan city of Mahabad on 10th May. A BasNews reporter explained, “A large number of women participated in the rally and raised banners declaring ‘We are all Farinaz’.”

And in Gever in Turkish-Kurdistan demonstrators with the slogan „Death to the Iranian Regime, long live Women’s Freedom“

‚This law is the first of its kind in Asia to address FGM

Montag, 27. April 2015

AI-Monitor über die anti-FGM Kampagne in Irakisch-Kurdistan:

In the case of FGM, the Iraqi-German nongovernmental organization WADI estimates that around 72% of adult women in Iraqi Kurdistan have undergone the operation.

But among girls aged 6 to 10, the rate has dropped to close to zero in some parts of Kurdistan, such as Halabja and Garmiyan, and decreased by half in other places such as Raniya. The usual age for the practice is between ages 4 and 8, according to WADI.

Researchers and activists such as Taha are quick to point out that the existing anti-domestic violence law in Kurdistan, passed in 2011, is likely to be the first of its kind in Asia to address FGM.

The draft allows girls subjected to FGM to file lawsuits against the perpetrator and those who forced them to undergo the operation. If the girl is a minor, she can file a lawsuit through a trustee.

Von Ypern nach Damaskus: Der Giftgas-Horror

Sonntag, 26. April 2015

Aus Bild.de:

Zum Jahrestag des ersten Giftgaseinsatzes protestierten Syrer und irakische Kurden diese Woche gemeinsam in Ypern während der Gedenkfeierlichkeiten. In einem offenen Brief ihrer Kampagne „Breathless“ fordern sie den Westen auf, „den weiteren Einsatz chemischer Kampfstoffe in Syrien und anderswo wirkungsvoll zu verhindern“ .

„Das Leid und der ganz besondere Terror chemischer Kampfstoffe sind heute so aktuell wie damals“, schreiben die Aktivisten und fordern ein Ende der Giftgasangriffe. „Es dauert nur eine Sekunde, die Bombe zu werfen, aber es braucht Generationen, um über ihre Folgen hinweg zu kommen.“

#Breathless: Chemical Warfare from Ypres to al-Ghouta

Donnerstag, 23. April 2015

On this day, 100 years ago, the fields of Ypres, Belgium, witnessed the first use of chemical weapons in modern times. A mutation in the nature of war into terrible new lows of barbarity and gruesomeness. Today, as the world commemorates the victims of chemical weapons, Syrians ring a reminder that these silent mass murders are hardly behind us. Indeed, only last month, Syrian towns in the Idlib governorate were subjected to this horror.

Survivors from al-Ghouta’s chemical attacks, along with their comrades in Halabja, Iraq, spoke in one voice about their suffocating experiences. The #Breathless campaign was launched with an open letter signed by those who had witnessed first-hand the horrors of chemical weapons at the hands of the Syrian and Iraqi regimes:

We, survivors of chemical attacks from different countries, ethnicity and belief, know with whom the responsibility lies for the chemical attacks we have witnessed. It primarily lies with the ruthless regimes that drop these bombs on us; the same regimes that taught us for decades that we were enemies. Now we — Arabs and Kurds, people from Syria, Iraq, Iran and Kurdistan — sign this letter together knowing that our only enemies are those who do not hesitate to gas us.

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