Archiv für die Kategorie ‘UN’
Samstag, 20. April 2013
Hätte man 2011, als das Land noch nicht in Schutt und Asche lag, in Syrien interveniert, es wäre zu einer humanitären Katastrophe, ja einem Bürgerkrieg gekommen. Erinnert sich noch wer an das Mantra aus Washington, Berlin und Brüssel?
Ganz multilateral gemanagt hat sich Syrien inzwischen in den Worten eines UN Vertreters zu der schlimmsten humanitären Katastrophe der Nachkriegszeit entwickelt:
António Guterres, who has led the UNHCR through the worst of the refugee crises in Afghanistan and Iraq, said the Syrian civil war was more brutal and destructive than both and was already the worst humanitarian disaster since the end of the cold war.
Und wo ist die ARD-Gala zur Unterstürtzung syrischer Flüchtlinge, wo die Mavi Marmara Flotte , wo die großartigen Papiere deutscher Friedens- und Konfliktforschungsinstitute, wo der Ruf, die europäischen Grenzen für die Überlebenden des Gemetzels zu öffnen? …. Ach es ist Zynismus angesichts des Elends noch solche Fragen zu stellen. Syrien, das ist in jeder Hinsicht die Nemesis der sog. Internationalen Staatengemeinschaft, ein moralischer Totalbankrott, so groß wie die damalige Untätigkeit angesichts des Genozides in Ruanda.
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Samstag, 23. Februar 2013
Aus Protest gegen die internationale Nichteinmischung im Syrien-Konflikt hat das wichtigste Oppositionsbündnis des Landes weitere internationale Treffen abgesagt. Der Zusammenschluss boykottiert nicht nur das Treffen der Freunde Syriens in Rom, sondern auch ein im März in Moskau geplantes Gespräch mit Vertretern der russischen Regierung sowie ein Treffen in den USA. Die Rebellen wollen militärische Hilfe und Waffen. Der UN-Sicherheitsrat ist im Syrien-Konflikt allerdings zutiefst zerstritten.
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Samstag, 02. Februar 2013
Wie die UN in Syrien hilft:
The UN channels all its aid through Damascus and the main distributor of this aid is the Syrian Arab Red Crescent which operates predominately in government-controlled areas. (…) Aid workers inside Damascus tell us that even aid earmarked for disputed areas outside of the city is often commandeered by government soldiers never to be seen again. The SARC’s own website lists the areas it has distributed aid to in Aleppo. All are held by the regime.
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Mittwoch, 23. Januar 2013
More than 650,000 people have fled the conflict in Syria, a top United Nations official said on Wednesday, as Turkey’s foreign minister pledged Ankara would continue to accept refugees.
Speaking at the World Economic Forum in Davos, UN aid chief Valerie Amos said the humanitarian situation in Syria was “already catastrophic and clearly getting worse”.
”The harsh winter is exacerbating the already appalling conditions. More than 650,000 people have left the country,” she added.
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Freitag, 18. Januar 2013
As for the UN, although after much discussion the security council has authorised the use of force by Ecowas to re-establish Mali’s territorial integrity, the organisation’s secretary general seems to be running, as ever, on empty. Ban Ki-moon named Romano Prodi his emissary for the Sahelian crisis, leaving some to wonder if he had not got his dossiers shuffled. Prodi, a former prime minister of Italy, knows nothing of the Sahel and speaks none of its languages, only stumbling along in French. He is scarcely qualified for the job.
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Mittwoch, 26. Dezember 2012
Immerhin ein erster Erfolg der jüngsten Entscheidung der UN-Generalversammlung FGM in allen Formen zu verurteilen:
As the United Nations has adopted a resolution urging member states to ban female genital mutilation, the government has been told it has no choice but to revoke a Health Ministry regulation issued in 2010 that condones female circumcision.
National Commission on Violence against Women (Komnas Perempuan) deputy chairwoman Masruchah said that the 2010 ministerial regulation runs counter to the UN resolution because it legalizes a practice that is harmful to the sexual and reproductive health of women. (…)
The 2010 Health Ministry regulation stipulates that female circumcision is allowed as long as it is performed by licensed doctors, nurses or midwives
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Samstag, 08. Dezember 2012
Eine weitere UN-Erfolgsgeschichte, diesmal aus Mali. Aber ganz sicher erzaehlen uns jetzt deutsche Linke, Friedenfreunde und andere Non-Intervenrionisten die aufgebrachten Bewohner Malis seien entweder vom Imperialismus gekauft, verwestlicht oder nicht repraesentativ fuer die Bevoelkerun:
“Ban Ki-moon doesn’t live on the same planet as us. When I hear that we should wait until September 2013 for anything to happen, that makes me sick,” he said. (…)
“I am furious at the international community. I wonder if they understand the full extent of the people’s suffering here,” said Mohamed Toure, a resident of the city of Timbuktu, which is under the control of group called Ansar Dine (Defenders of Faith).
On Saturday, around 1,000 people marched through the streets of Bamako to demand swift international action.
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Sonntag, 28. Oktober 2012
Trotz des Scheitern der Waffenruhe plant der Sondergesandte von UNO und Arabischer Liga, Lakhdar Brahimi, nach Angaben von Diplomaten in New York eine neue Initiative für ein Ende des Syrien-Konflikts. In den kommenden Tagen will Brahimi Russland und China besuchen – die beiden Vetomächte im UN-Sicherheitsrat, die bislang Resolutionen gegen Syrien verhindert haben. Anfang November werde der Algerier dann “mit neuen Ideen für Aktivitäten des UN-Sicherheitsrates zurückkehren”, sagte ein ranghoher Diplomat bei der UNO.
Ein anderer Diplomat bei den Vereinten Nationen sagte, der politische Prozess werde erst beginnen, “wenn Assad und die Opposition sich gegenseitig so sehr ramponiert haben, dass sie keine Wahl mehr haben”. “Sie sind noch nicht da angekommen, aber Brahimi hat einige Ideen.” Diese werde er in den kommenden Wochen vorlegen.
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Samstag, 27. Oktober 2012
Am ersten Tag nach dem offiziellen Beginn einer Waffenruhe in Syrien sind nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 146 Menschen getötet worden. Die in London ansässige oppositionsnahe Organisation, die ihre Informationen von Aktivisten und Ärzten vor Ort bezieht, erklärte, es seien am Freitag 53 Zivilisten, 50 Rebellen und 43 Soldaten bei Anschlägen und Gefechten getötet worden. Damit hat die Gewalt trotz Ausrufung der Feuerpause kaum nachgelassen.
Die syrische Regierung und die Freie Syrische Armee (FSA), der die meisten Rebellenkämpfer angehören, hatten sich am Donnerstag zu der vom internationalen Syrien-Gesandten Lakhdar Brahimi angeregten Waffenruhe während des viertägigen islamischen Opferfests Eid al-Adha bereit erklärt. Die islamistische Al-Nusra-Front, die bereits zahlreiche Anschläge verübte, wollte sich aber nicht an der Feuerpause beteiligen. Auch die Regierung und die FSA hatten angekündigt, im Fall weiterer Angriffe der Gegenseite zurückschießen zu wollen.
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Sonntag, 21. Oktober 2012
Nach fast zwei Jahren Bürgerkrieg, über 30 000 Toten und ebensovielen Verschleppten in einem Land, das de facto in Trümmern liegt, nachdem Jahrzehnte Politiker und Politikwissenschaftler sich die Finger über Multilateralismus wund geschrieben, und wortreich eine Stärkung von UN und Internationaler Gemeinschaft gefordert haben, diskutiert allen Ernstes der Sonderbotschafter der UN in Syrien nun über eine viertägige Waffenruhe und, sollte, wovon nicht auszugehen ist, er damit Erfolg haben, wird dies am Ende dann noch als Erfolg internationaler Friedensdiplomatie abgefeiert:
Brahimi war am Freitag nach Syrien gereist, um eine Feuerpause zwischen Armee und Rebellen während des islamischen Opferfestes in der kommenden Woche auszuhandeln.
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Mittwoch, 05. September 2012
Die UN ergreift endlich die Initiative, Brahimi wird sogar nach Damaskus reisen:
Der internationale Sondergesandte Lakhdar Brahimi warnte am Dienstag vor der UN-Vollversammlung in New York, die Zahl der Opfer in Syrien sei “erschütternd”. Ein gemeinsames Vorgehen der Weltgemeinschaft sei dringend notwendig. Brahimi kündigte an, in den kommenden Tagen nach Damaskus reisen zu wollen.
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Dienstag, 14. August 2012
AFP meldet heute:
The Syrians have agreed to the candidacy of Algeria’s Lakhdar Brahimi as successor to Kofi Annan, who has resigned as the United Nations and Arab League mediator in Syria, Annan’s spokesperson said Tuesday.
Brahimi, einen geeigneteren könnte man kaum finden. Vor Jahren schon schrieben Thomas Uwer und ich über ihn, als die UN ihn in den Irak enstandte:
Mit Brahimi wurde einer der langgedienten Funktionäre aus dem arabischen Lager ins Amt gehoben – obendrein einer, der als algerischer Außenminister guten Kontakt zur Saddam-Regierung in Bagdad pflegte. Brahimi, der nicht nur Israel als „Gift in der Region“ bezeichnete, sondern der New York Sun erklärte, er sei stolz, noch nie einem Juden die Hand geschüttelt zu haben , entsprach ganz der Persönlichkeitsstruktur, mit der man sich im alten Europa bevorzugt zum kritischen Dialog setzt.
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Samstag, 04. August 2012
Arabische Staaten gegen eine Un á la Kofi Annan, auch eine ganz neue Konstellation
Arab states will not accept a new international envoy to Syria after Kofi Annan’s resignation unless his or her mandate is to clearly negotiate a transfer of power, Qatar’s prime minister said on Saturday.
“Arab nations will not accept a new envoy with the same mandate that was given to Annan,” Sheikh Hamad bin Jassem al-Thani told Al-Jazeera of the outgoing UN and Arab League envoy, whose six-point plan for peace was never implemented.
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Donnerstag, 02. August 2012
Nach seinen erfolglosen Bemühungen um eine Waffenruhe in Syrien wirft der internationale Sondergesandte Kofi Annan das Handtuch. Er habe „nicht alle Unterstützung bekommen, die der Fall verdient“, klagte der frühere UN-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger aus Ghana.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte am Donnerstag in New York, dass Annan seinen Rücktritt zum Ende seines Mandats am 31. August eingereicht habe. Annan war am 23. Februar von den Vereinten Nationen und der Arabischen Liga damit beauftragt worden, im Syrien-Konflikt zu vermitteln.
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Sonntag, 29. Juli 2012
Almost half of those killed in Syria since the outbreak of the anti-regime revolt in March 2011 have died since a failed UN-Arab League truce was due to come into force, a monitoring group said on Sunday.
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Donnerstag, 19. Juli 2012
UN-Arab League envoy Kofi Annan is “disappointed” at the UN Security Council’s failure to press for an end of the Syria conflict, his spokesperson said after Russia and China vetoed a resolution proposing sanctions against the government.
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Montag, 16. Juli 2012
This month the United Nations marks World Refugee Day, a star-studded, multimedia campaign to raise awareness about the plight of refugees. Celebrities like Angelina Jolie have cut video spots that will be broadcast on television and spread on social media. Millions will participate in events spanning five continents, from concerts in London to a film festival in Beirut to a bike race in Ecuador. Yet mention of one group of refugees will be noticeably absent from any of these activities: the 850,000 Jews expelled from Arab countries during the past six decades. Their history remains one of the 20th century’s greatest untold stories.
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Montag, 16. Juli 2012
Russia on Monday blocked a proposed UN Security Council statement on mass killings in the Syrian village of Treimsa, diplomats said amid worsening deadlock over international action on the conflict. (…)
Britain, France, United States, Germany and Portugal want a resolution that includes the threat of sanctions if Assad does not halt the use of heavy weapons. Russia rejects the threat of sanctions.
Russia’s Foreign Minister Sergei Lavrov said Monday that the Western nations were using “elements of blackmail” against his country to get agreement on sanctions.
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Samstag, 14. Juli 2012
Nein, das alles stammt nicht von Monty Pythons:
Geneva-based human rights group UN Watch urged United Nations Secretary-General Ban Ki-moon and High Commissioner for Human Rights Navi Pillay to urgently speak out against the African-backed bid by Sudanese president Omar Al-Bashir, indicted for genocide by the International Criminal Court, for a seat on the U.N. Human Rights Council.
Last week, the U.S. failed to get the council to pass a condemnation of what it said was a Syrian candidacy for 2014. (…)
The U.N.’s African group of states agreed behind closed doors to endorse the candidacies of Ethiopia, Gabon, Ivory Coast, Sierra Leone and Sudan. Because Africa has arranged for five countries to run for the same amount of allotted seats, Sudan’s election is virtually assured.
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Samstag, 14. Juli 2012
Reflecting the deep frustration, activists held anti-regime protests across Syria on Friday under the banner “Remove Kofi Annan, the servant of Assad and Iran.”
“Down with Annan, the agent of Iran!” protesters chanted in the town of Maaret al-Numan. Iran is one of the Syrian regime’s strongest backers.
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Und wenn schon die Tagesschau so kommentiert:
Der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan hat kürzlich gesagt: Wenn wir zuhause ein Problem haben, dann setzen wir uns unter einen Baum und diskutieren so lange bis es gelöst ist. Annan sollte sich ab sofort unter diesen Baum setzen und mit dem Baumstamm diskutieren. Da ist er besser aufgehoben als in den Krisenländern dieser Welt. Auf seiner Friedensmission ist jetzt klar geworden, was Annan ist: harmlos, hilflos und machtlos. Annan ist gescheitert. Sein Friedensplan ist das Papier nicht wert, auf dem er steht. (…) Die Unterstützer von Präsident Assad – egal ob im Iran, im Irak oder in Russland – treffen sich nur aus Eigeninteresse mit Annan. Das macht sich doch gut, wenn man sagt: Ja ja, einen Friedensplan, den wollen wir unterstützen. Und die tollen Bilder gehen um die Welt.
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