Archiv für die Kategorie ‘In eigener Sache’

The diversity of Kurdish women’s perspectives of female genital mutilation

Samstag, 14. März 2015

Findings from a recent study done in Iraqi-Kurdistan about FGM:

With the recent advocacy and awareness campaigns in the region many people have become more aware of the health concerns related to FGM. However, rejecting a practice that is deeply embedded in the roots of the society cannot be simply achieved by recognizing its harms. The women with this viewpoint were very well educated, were originally from urban areas and were from the middle to high socioeconomic class.

The consensus perspective, “marital role”, centers primarily on lack of effect of FGM on women’s marital role and maturity. In several societies where FGM is practiced, a girl can’t be considered an adult/women until she has FGM and hence a girl cannot marry without going through FGM. However, this notion does not seem to be an important reason for performing FGM in IKR.

In fact, some important efforts have been made to fight FMG in IKR. The reports of high prevalence of FGM in 2007 resulted in launching the campaign of “Stop FGM in Kurdistan” by a number of civil society organizations and women’s rights groups to abandon this practice. Such effort resulted in passing the Domestic Violence Bill in June 2011, which includes several provisions criminalizing FGM in IKR.

The regional government established a supreme council for women’s affairs to oversee and coordinate activities and a special police directorate responsible to combat all types of gender-based violence including FGM. Many civil society organizations are working with communities and religious leaders to reduce the practice of FGM.

Finally, I hope that the findings of our study and other similar studies can add to these efforts through providing more insight into this problem and helping in guiding the efforts to fight FGM in IKR.

Die Arbeit von Wadi in Medienberichten über die Lage yezidischer Mädchen

Samstag, 14. Februar 2015

Inzwischen betreuen die Mobilen Team von Wadi und Alind 163 Rückkehrerinnen.

In den vergangenen Tagen haben wir es einigen Journalisten ermöglicht, sich mit ein paar dieser Mädchen zu treffen und sie zu interviewen.

Der amerikanische Sender NBC berichtete am 13.2 und erwähnt auch die Arbeit unserer Kolleginnen in Dohuk:

Both Farida and Hweida are now being helped by a German funded charity called Wadi .They have found an anchor and guardian in one of group’s aid workers named Ciman Rashid. She said the girls have been making progress despite their ordeal.

“When Hweida first came out of ISIS captivity she was speaking incoherently, talking constantly without making sense for two days. Then she stopped talking entirely for two months. Now she’s getting better and speaks a little. She’s starting to have more trust,” Rashid.

Am Tag darauf beschäftigte sich das ZDF Magazin Mona Lisa mit dem selben Thema und interviewte den Geschäftsführer von Wadi, Thomas von der Osten-Sacken.

Yezidische Familien und aus Gefangenschaft von ISIS zürückgekehrte Mädchen brauchen Unterstützung

Mittwoch, 04. Februar 2015

Von Abdullah Sabir, Wadi; Dohuk im Januar

Hunderttausende yezidischer Flüchtlingsfamilien aus der Sindschar Region sind im vergangenen August in die Provinz Duhok im Norden Irakisch-Kurdistans geflohen und Schutz in Lagern oder Rohbauten  gefunden. Gemeinsam mit der lokalen Organisation Alind unterstützt Wadi 102 Familien mit Nahrungsmitteln und bietet psychosoziale Betreuung. Wadi und Alind sind mit Teams vor Ort, von den 6 Helferinnenn sind 4 Yezidinnen.

Unter den Flüchtlingsfamilien sind auch paar türkmenische Familien aus Tel Afar, die nach Sinjar geflohen waren und nach der Offensive des IS gemeinsam mit den Yeziden erneut fliehen mussten.

Die Gesichter und Augen der Frauen und Kinder sind erfüllt von der Angst und dem erlebten Schrecken. Die geflohenen Frauen und Mädchen wurden während ihrer Gefangenschaft von den Kämpfern des IS vergewaltigt, misshandelt und gefoltert. Sie bekamen kaum ein Stück Brot am Tag, konnten sich nicht waschen und wurden vergewaltigt. Die Frauen und Mädchen wollten anfangs nicht über ihre Erlebnisse reden und es bedurfte viel Geduld und Einfühlungsvermögen, das Vertrauen wachsen zu lassen.

Ende Januar fand ein ein Treffen in Duhok mit 12 Frauen und Mädchen statt, an dem die Projektkoordinatoren von UNICEF Irak, Wadi und Alind teilnahmen. Zögernd berichteten die Mädchen von ihren Erlebnissen. Unser Koordinator aus Duhok bestätigte, dass die meisten Frauen  bislang direkte Gespräche vermeiden und Mobiltelefone bevorzugen.

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Wadi-Rundbrief Winter 2014

Montag, 08. Dezember 2014

Der Wadi neue Wadi Rundbrief ist gerade erschienen und kann hier heruntergeladen werden

rb 2014

 

Die islamische Praxis der Genitalverstümmelung

Mittwoch, 26. November 2014

Vortrag und Diskussion mit Arvid Vormann (Wadi e.V.)

Freitag, 28. November 2014 ab 18:30 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin, Hörsaal 2002
[Unter den Linden 6, 10099 Berlin]

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist auch außerhalb Afrikas weit verbreitet, namentlich im Mittleren und Fernen Osten. Diese Tatsache ist noch immer wenig bekannt und wird noch weniger diskutiert, was auch daran liegen mag, dass hier kaum Anknüpfungspunkte für kulturalistische Narrative auszumachen sind. Auch lässt sich das Thema nicht sinnvoll behandeln, ohne die Rolle des Islam ausgiebig zu beleuchten – ein im Orient wie im Westen gern vermiedenes Unterfangen.
Im Kampf gegen FGM nimmt Irakisch-Kurdistan eine Leuchtturmfunktion ein. Über das einstige Tabu wird heute in den Medien offen gestritten, das Regionalparlament hat ein sehr weit gehendes Gesetz gegen häusliche Gewalt, einschließlich FGM, verabschiedet, dessen Umsetzung allerdings in weiten Teilen auf sich warten lässt, und glücklicherweise nimmt die Genitalverstümmelungsrate derweil kontinuierlich ab.

Arvid Vormann von der Organisation Wadi, die seit 20 Jahren vor Ort tätig ist, wird nachzeichnen, wie es zu dieser Entwicklung kam und wie sich die Situation heute, auch angesichts der Bedrohung durch ISIS, darstellt. Zudem wird er auf die von Wadi, neuerdings im Verbund mit UNICEF, angewandte Strategie im Kampf gegen FGM eingehen. Einleitend werden wir den halbstündigen Dokumentarfilm »Eine Handvoll Asche« zeigen.

http://www.hummel-antifa.de.vu/

Wadi Newsletter Autumn 2014

Freitag, 14. November 2014

An Update of current activities and projects from Wadi in Iraqi-Kurdistan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veranstaltungen und Vorträge November 2014

Sonntag, 02. November 2014

Folgende Veranstaltungen und Vorträge finden im November statt, an denen Thomas v. der osten-Sacken, geschäftsführer von Wadi teilnimmt:

Mo 3.11: “Arabischer und islamischer Antisemitismus”, KOZ, Frankfurt, 19.00 Uhr

Mi 5.11: Nahostkonflikt und Antisemitismus, Nordpol, Münsterstr.99, Dortmund, 20 Uhr

Do 6.11: “Syrien – Katastrophe ohne Ende oder das Versagen des Westens”, VHS Konstanz, 19:30 Uhr

Do 13.11: “IS/ISIS, Assad und das iranische Regime. Appeasement und/oder Intervention? – Das Fehlen einer Strategie des Westens im Kampf gegen Islamismus. Diskussion mit Hiwa Bahrami, HU Berlin, 19:00 Uhr

Fr 14.11: “Entgrenzte Katastrophe. Syrien, Irak und der Islamische Staat”, Universität Leipzig, 19:00 Uhr

Nothilfe für jesidische Flüchtlinge, Nordirak

Dienstag, 30. September 2014

Das Video vermittelt einen Eindruck davon, unter welch widrigen Umständen diese Überlebenden des IS-Terrors nun gezwungen sind, den Winter zu verbringen. Was danach einmal wird, ist völlig ungewiss.

Bitte spenden Sie, Stichwort Nothilfe Sinjar! Herzlichen Dank!

Weitere Nothilfe für Flüchtlinge aus dem Sinjar

Samstag, 27. September 2014

In Zusammenarbeit mit Alind und CPT versorgt Wadi  mit Hilfe Ihrer Spenden 88 jesidische Familien (ca. 600 Personen) mit dem Nötigsten. Die Familien sind vor den mordenden Banden des Islamischen Staates nach Norden in die Region um Dohuk geflohen und haben in einigen Rohbauten Zuflucht gefunden. Viele haben unterwegs Angehörige verloren und mussten Schreckliches mit ansehen und erleben. Nun naht auch noch der Winter und noch immer fehlt es an fast allem.

Vergangene Woche konnten wir den Menschen erneut weitere Hilfe bringen: Decken, Babybettchen, Kinderkleidung, kleine Zelte und Überlebens-Packs mit 11 verschiedenen Sorten Lebensmitteln wie Reis, Bohnen, Öl, Zucker, sowie 7 Hygiene-Artikeln, darunter Waschpulver, Shampoo, Seife.

Dies war möglich, weil wir auf unseren gemeinsamenen Spedenaufruf innerhalb von nur einer Woche fast 3000 Euro auf unser Konto eingegangen sind.

Die Menschen bitten dringend um mehr Decken – noch immer haben nicht alle eine, und die Nächte werden inzwischen kühl. Warme Kleidung wird auch benötigt … und vieles vieles mehr.

Daher unsere dringende BitteSpenden Sie bitte auch weiter, Stichwort Nothilfe Sinjar!

Eingehendes Geld wird umgehend vor Ort in dringend benötigte Hilfsgüter investiert und den Menschen gebracht.

Dringender Hilfsaufruf: Soforthilfe für Flüchtlinge aus dem Sinjar

Donnerstag, 18. September 2014

 

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Mobile Teams zur Unterstützung von Flüchlingen im Nordirak

Montag, 15. September 2014

 

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hat einen Antrag von wadi bewilligt, um in der Region Dohuk und Zakho Flüchtlingsfrauen und Kinder mit geschultem lokalen Personal und mobilen Teams zu betreuen. Besonders werden die Mitarbeiterinnen von Wadi gemeinsam mit lokalen Partnern sich um jene yezidischen Mädchen und Frauen kümmern, die sexuellen Übergriffen und systematischem Missbrauch durch Milizionäre des Islamischen Staates ausgesetzt waren.

Gemeinsam mit der Organisation Alind leistet Wadi seit Ausbruch de Flüchtlingskatastrophe Nothilfe in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften und unterstützt verschiedene lokale Organisationen mit Beratung und Wissenstransfer.

Majority in Iraqi Kurdistan oppose female genital mutilation

Mittwoch, 10. September 2014
The Guardian about a recent study conducted in Iraqi-Kurdistan showing the success of the campaign against FGM in Kurdistan :

 The majority of people in Iraqi Kurdistan think female genital mutilation (FGM) should be eradicated and blame traditional beliefs for its continued practice.

In the first survey to investigate attitudes towards FGM in Iraqi Kurdistan, conducted by a coalition of UN agencies and the Kurdish regional government, 68% of people, including religious leaders, said the practice should be eliminated, and almost the same number said it should be banned as a tradition.

“So grausam war Assads Giftgas-Terror”

Montag, 25. August 2014

Bild.de zitiert in einem langen Artikel über die Giftgasangriffe auf Ghouta vor einem jahr auch die von Wadi mitinitiierte Petition und zitiert aus unserem Dossier:

Auch die deutsch-irakische Hilfsorganisation Wadi e.V. hat gemeinsam mit syrischen Aktivisten eine Petition gestartet, die an die Weltöffentlichkeit appelliert, die Opfer der Angriffe nicht zu vergessen, und die schrecklichen Lebensumstände der Menschen in Ghuta beschreibt.

Ein Jahr nach den Angriffen sei die Situation vor Ort schlimmer denn je: Es mangele an Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, Medikamenten. Denn das Regime hungere die widerständischen Stadtteile gezielt aus, vor allem die Tausenden Verletzten der Giftgasangriffe seien schwer betroffen. „Ihre Behandlung wäre auch unter friedlichen Bedingungen extrem schwierig. Unter Belagerung und Beschuss ist sie praktisch unmöglich“, schreiben die Aktivisten.

„Das Assad-Regime hat überlebt und macht ungestraft weiter“, heißt es in der Petition. „Es nutzt weiterhin chemische Waffen und hat die Bevölkerung der belagerten Regionen völlig vom Rest der Welt abgeschnitten.“

Gefordert werden unter anderem ein Zugang für internationale Hilfsorganisationen und die UN, eine Flugverbotszone und internationale Ermittlungen gegen die Verantwortlichen.

Help the Displaced Yazidi People from Sinjar!

Sonntag, 17. August 2014

Representatives of three human rights non-governmental organizations (NGOs), a German-Kurdish organization Wadi, a U.S. based international organization Christian Peacemaker Teams (CPT), and Duhok based Alind Organization, conducted a two day visit on 15 and 16 August, 2014, to areas in the Duhok Governorate of Iraqi Kurdistan where Yazidi Iraqis who fled the violence of the Islamic State (IS) forces from the Shangal (Sinjar) area are now staying. The representatives spoke with an official at the Peshabur (Faysh Khabur) Iraqi-Syrian border crossing, who estimated that since 5 August more than 100,000 people came in seeking refuge.

The representatives observed Yazidi families camping out under make-shift tents along the roads throughout the area, under highway overpass bridges, (mehr …)

Supporting the refugees

Freitag, 15. August 2014

In cooperation with Christian Peacemaker Teams, WADI is assessing the situation and providing aid to refugees in Duhok. They are mainly Yazidis who escaped the Islamic State from Sinjar. Our partner organization in the region, Alind, is assisting this mission.

When we arrived in Duhok city we were shocked by this huge number of refugees who are virtually everywhere: under bridges, in construction sites, under trees, behind cars – in any shadow there are people who found a place to stay.


Please donate for the refugees in Kurdish Northern Iraq!
Each donation will directly benefit the people in distress.

WADI e.V.
Reference: “Emergency aid”
Account number: 612 305 602
Bank: Postbank Frankfurt
BLZ: 500 100 60
IBAN: DE43500100600612305602?
BIC: PBNKDEFF

or PAYPAL

Please donate for the refugees in Kurdish Northern Iraq!

Sonntag, 10. August 2014

This time it is mainly Yezidis and Christians. Hundreds of thousands of them are currently seeking refuge in the Iraqi Kurdish Region. They narrowly escaped the butchers from the Islamic State, and the horror they must have went through can still be read in their faces.

After all the Syrian refugees and then the wave of IDPs, this new wave of refugees is an immense challenge for the region which has a population of about five millon and is now accommodating over a million refugees.

Local people are willing to help and share, but the supply situation is very tense. With temperatures rising to almost 50 degrees, there is a lack of the most basic supplies, especially food, medicine, clothes, tents and lodging. The municipal infrastructure is overloaded, and the regional government and UN Refugee Agency are simply overwhelmed by the sheer number of refugees.
WADI in cooperation with several local partners and activists is providing relief on the ground. Each donation will directly benefit the people in distress.

However, emergency assistance to the refugees can not replace a good Middle East policy. Given the enormous threat IS is posing, the democratic forces in the region, esp., The Iraqi-Kurdish Peshmerga and the Free Syrian Army, need to get serious backing and militarily support in order to prevent a further deterioration of the situation!

WADI e.V.
Reference: “Emergency aid”
Account number: 612 305 602
Bank: Postbank Frankfurt
BLZ: 500 100 60
IBAN: DE43500100600612305602?
BIC: PBNKDEFF

or PAYPAL

Dringender Spendenaufruf

Freitag, 08. August 2014

Bitte spenden Sie für die Flüchtlinge im kurdischen Nordirak!

Diesmal sind es vor allem Jesiden und Christen. Zu Hunderttausenden fliehen sie derzeit in die irakische Kurdenregion. Den Schlächtern der Terrororganisation Islamischer Staat sind sie mit knapper Not entronnen, der Schrecken steht ihnen noch ins Gesicht geschrieben.

Nach dem Ansturm syrischer Flüchtlinge und der Welle von Binnenflüchtlingen ist diese erneute Flüchtlingswelle für den kurdischen Nordirak eine immense Herausforderung. Schätzungen gehen von über einer Million Flüchtlingen in der Fünf-Millionen-Einwohner-Region seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs aus.

Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist groß, aber die Versorgungslage ist sehr angespannt. Bei Mittagstemperaturen von fast 50 Grad fehlt es für die Ankommenden vor allem an elementarsten Dingen wie Nahrung, Medikamenten, Kleidung, Zelten und Unterkünften. Die kommunale Infrastruktur ist überlastet, und Regionalregierung wie UN-Flüchtlingshilfe sind überfordert von der schieren Anzahl der Flüchtlinge.

WADI leistet in Kooperation mit zahlreichen lokalen Partnern und Aktivist/innen Nothilfe direkt vor Ort. Jede Spende kommt den verfolgten Menschen unmittelbar zu Gute.

Hilfe für die Flüchtlinge kann allerdings eine verantwortungsvolle Nahostpolitik nicht ersetzen. Um einer weiteren Zuspitzung der Lage vorzubeugen, ist es unerlässlich, dass die demokratischen Kräfte in der Region, insbes. die irakisch-kurdische Peschmerga sowie die Freie Syrische Armee, gestärkt und angesichts der existenziellen Bedrohung auch militärisch unterstützt werden!

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WADI ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Ihre Spende ist daher steuerlich absetzbar.

Spendenkonto WADI e.V.
Stichwort: Nothilfe
Kontonummer: 612 305 602
Bank: Postbank Frankfurt
BLZ: 500 100 60
IBAN: DE43500100600612305602
BIC: PBNKDEFF

oder PAYPAL

Wadi Rundbrief Sommer 2014

Sonntag, 03. August 2014

Aus der Einleitung:

Nichtstun ist keine Option im Vorderen Orient; im Irak war es das nie. Unter schwersten Bedingungen, jahrelang belegt mit einem Embargo, internationalrechtlich nicht anerkannt, militärisch ungeschützt und von Nachbarn umgeben,die weder eine kurdische Autonomie noch die Entstehung eines demokratischen Gemeinwesens wünschen, sind im kurdischen Nordirak zivile Strukturen entstanden, die es Menschen ermöglichen, eigene Interessen zu formulieren und aus dem erzwungenen Nichtstun auszubrechen.

Denn darum dreht sich auch heute im Vorderen Orient fast alles: Menschen in wirtschaftlicher Abhängigkeit, Angst und Unselbstständigkeit zu halten. Wer im Zentralirak überleben will, der ist gut beraten, nichts zu tun, was Aufmerksamkeit erregen könnte. Zugehörigkeit und (vermeint liche) Loyalität sind Mittel, das Überleben zu sichern. Auf diesem erzwungenen Nichtstun fußten schließlich auch die Diktaturen in Syrien und Irak, deren Idealzustand eine hilflose und in allen Belangen des Lebens abhängige Bevölkerung war.

Im kurdischen Nordirak lässt sich studieren, wie schwer es ist, diesen Zustand zu überwinden, aber auch, dass es möglich ist. Wadi unterstützt seit zwei Jahrzehnten die demokratische Transfomation in Nordirak und fördert Initiativen, die das erzwungene Nichtstun überwinden. Diese Arbeit ist heute so wichtig wie damals, als sie begann – nicht nur, weil sie noch immer von jenem alten Orient bedroht ist, für den Milizen und Gangs im Stile des ISIS stehen. Sondern auch, weil überall dort, wo Freiräume entstehen, Menschen denselben Weg beschreiten.

Deshalb unterstützt Wadi längst auch Initiativen außerhalb des Irak. So wurde vor über einem Jahr gemeinsam mit unserem niederländischen Partner Hivos bei spielsweise die Kampagne »Stop FGM Middle East« (www.stopfgmmideast.org) ins Leben gerufen. Seitdem arbeiten wir mit Aktivisten und Gruppen in Oman, im Iran, in Indonesien, Malaysia und anderen Ländern der Region zusammen. Im Mai organisierten wir eine FGM Middle East Konferenz in Istanbul mit Teilnehmern aus der ganzen Region. Zu unseren Partnern gehören aber auch Initiativen in Syrien, die inmitten des Horrors des Krieges Hilfestellung leisten und versuchen, ein menschenwürdiges Leben zu organisieren.

Unterstützen Sie diese Arbeit weiter – mit Ihrer Spende.

 

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Emergency Aid for Internal Displaced Iraqis, who fled the Terror of ISIS

Mittwoch, 16. Juli 2014
Wadi is supporting refugee families from Western Iraq

Hundred of thousands of Iraqis had to flee the terror of the radical Islamic Group ISIS that took over big parts of Western Iraq in June. The were looking for shelter and safety in neighboring Iraqi Kurdistan.
But refugee camps are overcrowded and many families have to live in schools or other public buildings without getting much of assistance.
In Darbandikhan, a small town nearby Suleymaniah, around 500 families, most of them women and children, are sheltered in a local school building.
As part of the local Iraqi-Kurdish network Hana, which also supports refugees from Syria, Wadi is supporting these families with basic need such as food, clothes and toys for the children.
Please support these effort with your donation too.

Kampagne “You can’t beat me”

Freitag, 27. Juni 2014

Für die Spielerinnen des Vereins aus Halabja ist klar: Der Kampf um den Ball und der Kampf für die Rechte von Mädchen und Kindern gehören zusammen. Häusliche Gewalt, Zwangsehen und Ehrtötungen von Mädchen sind in der gesamten kurdischen Gesellschaft verbreitet.

Deshalb unterstützen die Spielerinnen des Mädchen Fußball Clubs Halabja eine Aufklärungskampagne, die unter dem Slogan „You can’t beat me“ für Mädchenrechte und den Schutz vor Gewalt und Ausbeutung wirbt. Dies war ein Wunsch der Mädchen und auch ihre Familien unterstützen sie dabei. Mit ihrem öffentlichen Auftreten für ihren Sport und die Rechte von Mädchen sind sie ein Vorbild für viele andere in der Region.

Viele Mädchen in Irakisch-Kurdistan möchten Fußball spielen. Doch die Möglichkeiten sind begrenzt. In nur wenigen Orten haben sich bislang Sportclubs für Mädchen gegründet. Es fehlt an Knowhow, an Plätzen, an Unterstützung. Eine reguläre Liga existiert nicht. WADI fördert die Bemühungen von Mädchen, Vereine zu gründen und setzt sich dafür ein, dass eine regionale Mädchenfußball-Liga entsteht. Unterstützen Sie die Kampagne und fördern auch Sie Sportprojekte mit Mädchen.

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