Archiv für die Kategorie ‘In eigener Sache’

FGM: Talking about numbers

Freitag, 05. Februar 2016

This was written by WADI in 2012, when still everyone was taling about 140Million girls, who are mutilated worldwide:

The number 140 million is currently the common official figure of women in the world that have undergone a procedure known as female genital mutilation (FGM). FGM is defined by the World Health Organization as “partial or total removal of the external female genitalia or other injury to the female genital organs for non-medical reasons”. 140 million is a very large and deplorable number, yet today we must seriously begin to consider the possibility that the number of genitally mutilated women in the world is, in fact, much higher. How so? 140 million is the estimation primarily for Africa; but growing evidence suggests that FGM is not only an “African problem” – it may well be widespread in various parts of Asia – including the Middle East. Finding out more about the real measures of the practice beyond Africa should be on the agenda of the international bodies and campaigns against FGM in 2013 and in the years to come.

For years no one was listening, but thanks to the great work done by so many activists in Iraq, Iran, Oman, Malaysia, India, Indonesia and other countries even UNICEF has to admit now that their old numbers were inaccurate, although they just include Indonesia now, while still refusing to  acknowledge the widespread existence of FGM in other South Asian and Middle Eastern countries as well as in India, Pakistan and the Maldives:

The huge global scale of female genital mutilation has been revealed in disturbing new statistics, which show at least 200 million girls and women alive today have undergone ritual cutting, half of them living in just three countries.

The latest worldwide figures, compiled by Unicef, include nearly 70 million more girls and women than estimated in 2014 because of a raft of new data collected in Indonesia, one of the countries where FGM is most prevalent despite the practice being banned since 2006.

Annual Report of Wadi’s Activities in Northern Iraq

Mittwoch, 06. Januar 2016

annual report

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wadi – Dezemberrundbrief 2015

Sonntag, 06. Dezember 2015

Aus der Einleitung:

Vor genau einem Jahr haben wir in unserem Weihnachtsrundbrief bereits das Elend der Flüchtlinge im Vorderen Orient beschrieben. Geändert hat sich mit der großen Flüchtlingskrise seitdem nur der Abstand, der zwischen uns und ihnen mithilfe »grenzsichernder Maßnahmen«, Radarüberwachung, vorverlagerter Flüchtlingsaufnahme und der »Bekämpfung der Schleuserkriminalität« notdürftig aufrechterhalten wurde. Schon vor 2015 starben Flüchtlinge im Vorderen Orient und auf dem Mittelmeer. Neu war, dass die Grenzsicherung Europas angesichts der schieren Zahl von Flüchtlingen zusammenbrach und Zehntausende die scheinbar unüberwindbare Grenze überschritten. Zum Sinnbild wurden dänische Polizisten, deren Aufgabe es war, hunderte Flüchtlinge von der Einreise nach Dänemark abzuhalten und die kapitulierten, weil sie die dazu erforderlichen Gewaltmittel gegen die ausgezehrten Männer, Frauen und Kinder nicht einsetzen wollten und konnten. Dass seitdem flieht, wer fliehen kann, liegt auch daran, dass lange vor der europäischen Grenzsicherung bereits alle anderen Systeme und Institutionen zusammenbrachen, die die Menschen vor Ort gehalten haben.

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rb 12-15

 

Gebt den Menschen eine Zukunft!

Sonntag, 13. September 2015

Aufruf zur Unterstützung syrischer und irakischer Flüchtlinge. Wenn Menschen in ihrem Land und ihrer Region keine Zukunft mehr sehen, sollten wir sie in Europa willkommen heißen. Weit wichtiger ist es aber, ihnen diese Zukunft in ihrem Land zu ermöglichen.

Halabja Summer of Peace

 

„Marsch der Hoffnung“, so nennen Syrer eine bislang wohl einmalige Aktion. Anfang September machten sich Flüchtlinge aus aller Welt von Budapest in Richtung Wien auf und brachten damit das europäische Grenz- und Flüchtlingsregime ins Wanken. Geplant und organisiert haben diesen Durchbruch syrische Demokratie-Aktivistinnen und Aktivisten. Zu dieser Aktion kann man nur applaudieren – und es ist erfreulich, dass so viele Menschen das auch tun, statt wie noch vor 25 Jahren in Hetze gegen Fremde zu verfallen.

Doch wer jetzt nur offene Grenzen und die Aufnahme von immer mehr Flüchtlingen fordert, verkennt den Sinn dieser Aktion. Seit vier Jahren bombardiert das Assad-Regime in Syrien seine eigene Bevölkerung, weil die Menschen dort Demokratie und Menschenrechte gefordert haben. Seit vier Jahren bitten die syrischen Demokratie-Aktivisten um Unterstützung aus dem reichen Europa, von dem sie glaubten, es stünde für Demokratie und Menschenrechte: finanzielle Unterstützung, um in den vom Regime befreiten Gebieten demokratische Strukturen aufzubauen, diplomatische, um Assads mächtige Verbündete Iran und Russland in die Schranken zu weisen, Flugverbotszonen und ein bisschen Munition, um ihre befreiten Gebiete zu verteidigen. Aber diese Hilfe blieb weitestgehend aus. Europa schaute zu, wie eine Diktatur ihre Bevölkerung ermordet. (…)

Trotzdem wollen viele nicht nach Europa kommen. Sobald es innerstaatliche Fluchtalternativen gibt, versuchen die Menschen zu bleiben. In Syrien gibt es nach wie vor Gebiete, in denen die Menschen demokratische selbstverwaltete Strukturen aufbauen und verteidigen – und dabei versuchen, die aus anderen Gebieten Flüchtenden zu versorgen. Im Irak haben sich mehr als eine Million arabischstämmige Iraker und Turkmenen vor dem „Islamischen Staat“ und schiitischen Milizen in die kurdischen Gebiete des Nordens geflüchtet. Und obwohl die kurdische Autonomieregierung selbst einen Krieg gegen den „Islamischen Staat“ führt, leistet sie gemeinsam mit der UN das Mögliche, um diese Flüchtlinge zusätzlich zu den 250.000 aus Syrien dorthin Geflohenen zu versorgen.

Den ganzen Aufruf von Wadi lesen

Sich ins Leben zurücktasten

Montag, 24. August 2015

Aus einem dpa-Bericht über die Arbeit von Wadi für yezidische Flüchtlinge:

Weil das Leid so groß war, ist schon ein kleines Lächeln ein Schritt zurück ins Leben: Im Nordirak versucht Cheman Rashid, jesidischen Mädchen ein wenig Freude zu machen. Die 50-jährige Kurdin ist mit mobilen Teams der Hilfsorganisation Wadi in der Region unterwegs. Jeweils zwei Frauen kümmern sich in Flüchtlingslagern um Jesidinnen, die von Angehörigen der Terrormiliz Islamischer Staat verschleppt worden waren.

„Das Leben ist sehr schwer für sie“, sagt Rashid in einem Gespräch über den Internet-Dienst Skype. „Sie haben zu viel gesehen. Manche wurden vor den Augen der anderen vergewaltigt. Das lässt sich kaum vergessen.“

Wadi hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Der arabische Name bedeutet Flussbett. „Wir wollen Wasser ins trockene Flussbett bringen, damit es wieder grünt“, sagt der Leiter der Hilfsorganisation, Thomas von der Osten-Sacken.

Die Arbeit der drei mobilen Teams in den von Kurden kontrollierten Gebieten im Nordirak begann im September 2014. Sie wird vom Entwicklungshilfeministerium (BMZ) mit 377.000 Euro unterstützt. „Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zur Behandlung von traumatisierten Binnenvertriebenen im Nordirak“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums.

Im Juli richtete Wadi zusätzlich ein Tagesbetreuungszentrum in Dohuk ein. „Sie sollen tagsüber eine schöne Umgebung vor Augen haben, nicht ständig das Elend der Flüchtlingslager“, erklärt von der Osten-Sacken. „Sie können dort das Friseurhandwerk erlernen, Handarbeiten machen oder an Computerkursen teilnehmen.“

Under the Knife

Dienstag, 28. Juli 2015

Foreign Affairs Magazine about Wadi’s anti FGM campaign in Iraqi-Kurdistan:

A great case study comes from the Kurdish region of Northern Iraq, which is currently considered one of the world leaders in female genital mutilation eradication. Aid organizations there first discovered that the practice was occurring in 2003 as workers fanned out to the countryside in anticipation of a refugee crisis following the U.S. invasion and toppling of Saddam Hussein. The refugees never came, but aid workers got an earful about what was happening to girls in the village.

Eight years later, in 2011, the Kurdish regional government passed law banning female genital mutilation. It was the result of an arduous, around the clock, and controversial campaign to push the politicians into action, led by WADI, a small Iraqi–German NGO. Along the way, activists faced death threats and had their personal reputations smeared. But they were ecstatic when they finally emerged victorious.

Yet today, four years after the law was passed, Kurdistan has yet to see the first person fined or jailed in connection with practicing female genital mutilation. “We fought so hard for the law, but as soon as it was passed, we realized that the fight had only begun,” Arvid Vormann, a program manager at WADI told me.

Even so, in some villages in the Kurdish region, mutilation is down by more than 40 percent, and nearly a dozen villages have officially adopted a label of “FGM-free” for several years now, a practice first started in Africa. Aid workers thus argue that the symbolism of the legislative victory was worth the effort, even if it is now clear that it was mostly the campaign itself—and not the legislation—that moved the needle.

Jinda Day Care Center for Yazidi Girls inaugurated in Iraqi-Kurdistan’s Dohuk

Sonntag, 12. Juli 2015

Wadi Dohuk inaugurating the center

On July 9th the Jinda Day Care Center for Yazidi Girls was inaugurated in Dohuk. This Center serves as a social and psychological safe haven particularly for women who were forced into slavery by the IS, but were able to escape.

In Kurdish Jinda means ‘re-live’ and in this sense the organizers of the center aim to “give a new life” to all women and girls who are affected by the war.

The Jinda center run by WADI Dohuk and supported by UNICEF is  offering these women a space and a variety of classes such as computer, hairdressing, handicraft and language classes. Thus, women who feel ready, can acquire new skills they will need if they stay on in the cities of Iraqi Kurdistan where they have found refugee.

Currently Wadi is caring about 300 girls, who were abducted by ISIS and abused but managed to escape.

Representatives of UNICEF and the Dohuk Governorate were present during the inauguation as well as the Italian Consulate General. This project is funded by the Italian Government.

Wadi-Newsletter Juli 2015

Dienstag, 30. Juni 2015

Liebe Freunde und Freundinnen von WADI,

seit fast 10 Jahren engagiert sich WADI gegen weibliche Genitalverstümmelung in Irakisch-Kurdistan. Seit drei Jahren haben wir mit unserer Kampagne Stop FGM Middle East gemeinsam mit Hivos den Kampf gegen diese Menschrechtsverletzung in anderen asiatischen Ländern aufgenommen.

Im Nachbarland Iran laufen inzwischen zahlreiche Aktivitäten. Laut einer aktuellen Studie sind in den Provinzen West Azerbaijan, Kurdistan, Kermanshah and Hormozgan 40-60% der Frauen genital verstümmelt.

Wir haben die Veröffentlichung der Studie zum Anlass genommen, die UN aufzufordern, endlich Iran auf die Karte der von Genitalverstümmelung betroffenen Länder zu setzen.

Presseerklärung: FGM in Iran needs to be put on international agenda

Unsere Erklärung wurde von mehreren internationalen Medien aufgegriffen, die auch über einige einzigartige Projekte im Iran berichteten, etwa vom Weekly Standard: Confronting FGM in Iran and Iraqi Kurdistan

 

 

Im Irak konnten wir im vergangenen Jahr dank der Unterstützung von UNICEF Mitarbeiterinnen für sechs weitere Mobile Teams schulen.Diese Teams klären nun in allen Gebieten der autonomen Region Kurdistan über die Gefahren von weiblicher Genitalverstümmelung auf.

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Supporting a school for children of Syrian Refugees

Montag, 01. Juni 2015

WADI has a special relationship with the complex and its youngest and cutest inhabitants, because the accountant of WADI, Kumry Alferha, who herself is a refugee from Syria and came to Suleymaniah in 2004, is taking a lot of care about these children.

Earlier in the year, the eager pupils received clothes from WADI and now, on the last day of school they were waiting, wide eyed and hopeful for their end of school year gifts. The fifth and sixth grade boys received footballs while the girls received bracelet-making kits. The younger pupils received dolls and big toy trucks. To top off this joyous occasion, each child and teacher were handed tasty sweets especially ordered for them. The children, sometimes trilingual (speaking Kurdish, Arabic, and English) were very grateful for this little gesture – to some it may not seem like a big deal, it means the world to children who are trying to achieve the unachievable and find some semblance of stability in an unstable world.

Children should not have to worry about what to wear for school, where to obtain their school books and whether or not there will be enough teaches at school to guide them through their day.

Another pressing issue related to this, is that most of the children have missed out on two years of schooling due to their status as Syrian refugees. (mehr …)

„Wenn wir geweint haben, haben sie gelacht“

Montag, 11. Mai 2015

Für Bild.de haben Antje Schippmann und Claas Weinmann jesidische Mädchen interviewt, dei vom islamischen Staat als Sexsklavinnen mißbraucht wurden und nun von Wadi betreut werden:

Die deutsche Hilfsorganisation „Wadi e.V. betreut Sina, Fahima und alle anderen Frauen und Mädchen, die aus ISIS-Gefangenschaft fliehen konnten, im Flüchtlingslager in Khanke.

Mit ihren mobilen Teams, in denen auch mehrere Jesidinnen arbeiten, gehen sie jeden Tag in das Camp. „Wenn die Mädchen hier ankommen, brauchen sie sofort dringend Hilfe“, erzählt die Teamleiterin Chiman (49). „Viele sind akut selbstmordgefährdet. Wir gehen mit ihnen zu allen Ärzten und betreuen sie auch psychologisch. Wir versuchen, wie eine Familie für sie zu sein.“

Einige der Mädchen seien so jung, dass sie noch nicht verstehen würden, was eine Vergewaltigung ist, sagt Chiman. Aber sie alle hätten ähnliches erlebt, wurden verkauft, missbraucht und verprügelt. Viele mussten mitansehen, wie ihre Väter, Brüder und Mütter kaltblütig ermordet wurden. Jetzt müssen sie versuchen, in ihr Leben zurückzufinden, während ihre Familien oftmals noch in den Fängen der Terrormiliz sind.

„Wir wollen, dass sie nach vorne schauen können, unternehmen mit ihnen kleine Ausflüge, um sie abzulenken, organisieren Computerkurse und einen haben einen Sportraum. Wir wollen den Mädchen wieder eine Zukunft geben.“

Über die Arbeit von Wadis Mobilen Teams zur Hilfe jesidischer Flüchtlinge

Sonntag, 10. Mai 2015

Für die Presse hat Martin Gehlen jesidische Flüchtlinge in Dohuk besucht und dabei auch die Mitarbeiterinnen der Mobilen Teams von Wadi getroffen, über deren Arbeit er ins einem Artikel berichtet:

1500 jesidische Frauen und Kinder sind inzwischen aus den IS-Gebieten zurückgekommen. Einige Geiseln konnten mithilfe kurdischer Geheimdienstler fliehen, andere wurden von Verwandten freigekauft, wie vor einer Woche Basma Sharaf, für die ihr tunesischer Besitzer in der syrischen Stadt Tabka 10.000 Dollar verlangte. Zuvor hatte sie in Mosul als Sklavin bei einer eingesessenen arabischen Familie schuften müssen. Von der Mutter und ihren drei Töchtern wurde sie ständig misshandelt. Ihre Rippen schmerzen noch heute von dem Sturz, als ihre Peinigerinnen sie die Treppe hinunterstießen. Und der Sohn der Familie sei unverheiratet gewesen. „Für eine vergewaltigte Frau ist das Leben die Hölle“, sagt die 34-Jährige, die am 15. August zusammen mit ihren beiden jüngeren Schwestern Faiza und Vian verschleppt wurde. „Wir können nicht mehr lachen. Wir sind nicht mehr wie normale Menschen und müssen ständig daran denken, was uns zugestoßen ist.“ Vater und Mutter sowie einer ihrer vier Brüder werden immer noch vermisst.

Im Flüchtlingslager Gali Zakho, wo unweit der Grenze zu Syrien 13.000Menschen in 3000 Wohncontainern leben, kümmert sich ein Krisenteam der deutschen Organisation Wadi um verstörte Rückkehrerinnen wie Basma. Die jesidischen Mitarbeiterinnen kennen die strikten Traditionen der Kultur. Sie wissen, dass sich viele junge Frauen niemandem anvertrauen können und vor ihrer Familie voller Scham verbergen, was sie durchgemacht haben. So besorgen sie ihnen heimlich Schwangerschaftstests oder vermitteln eine Abtreibung im Krankenhaus. Manchmal werden die Helferinnen mitten in der Nacht gerufen, weil sich eine der Gepeinigten die Pulsadern aufschneiden will.

The diversity of Kurdish women’s perspectives of female genital mutilation

Samstag, 14. März 2015

Findings from a recent study done in Iraqi-Kurdistan about FGM:

With the recent advocacy and awareness campaigns in the region many people have become more aware of the health concerns related to FGM. However, rejecting a practice that is deeply embedded in the roots of the society cannot be simply achieved by recognizing its harms. The women with this viewpoint were very well educated, were originally from urban areas and were from the middle to high socioeconomic class.

The consensus perspective, “marital role”, centers primarily on lack of effect of FGM on women’s marital role and maturity. In several societies where FGM is practiced, a girl can’t be considered an adult/women until she has FGM and hence a girl cannot marry without going through FGM. However, this notion does not seem to be an important reason for performing FGM in IKR.

In fact, some important efforts have been made to fight FMG in IKR. The reports of high prevalence of FGM in 2007 resulted in launching the campaign of “Stop FGM in Kurdistan” by a number of civil society organizations and women’s rights groups to abandon this practice. Such effort resulted in passing the Domestic Violence Bill in June 2011, which includes several provisions criminalizing FGM in IKR.

The regional government established a supreme council for women’s affairs to oversee and coordinate activities and a special police directorate responsible to combat all types of gender-based violence including FGM. Many civil society organizations are working with communities and religious leaders to reduce the practice of FGM.

Finally, I hope that the findings of our study and other similar studies can add to these efforts through providing more insight into this problem and helping in guiding the efforts to fight FGM in IKR.

Die Arbeit von Wadi in Medienberichten über die Lage yezidischer Mädchen

Samstag, 14. Februar 2015

Inzwischen betreuen die Mobilen Team von Wadi und Alind 163 Rückkehrerinnen.

In den vergangenen Tagen haben wir es einigen Journalisten ermöglicht, sich mit ein paar dieser Mädchen zu treffen und sie zu interviewen.

Der amerikanische Sender NBC berichtete am 13.2 und erwähnt auch die Arbeit unserer Kolleginnen in Dohuk:

Both Farida and Hweida are now being helped by a German funded charity called Wadi .They have found an anchor and guardian in one of group’s aid workers named Ciman Rashid. She said the girls have been making progress despite their ordeal.

“When Hweida first came out of ISIS captivity she was speaking incoherently, talking constantly without making sense for two days. Then she stopped talking entirely for two months. Now she’s getting better and speaks a little. She’s starting to have more trust,” Rashid.

Am Tag darauf beschäftigte sich das ZDF Magazin Mona Lisa mit dem selben Thema und interviewte den Geschäftsführer von Wadi, Thomas von der Osten-Sacken.

Yezidische Familien und aus Gefangenschaft von ISIS zürückgekehrte Mädchen brauchen Unterstützung

Mittwoch, 04. Februar 2015

Von Abdullah Sabir, Wadi; Dohuk im Januar

Hunderttausende yezidischer Flüchtlingsfamilien aus der Sindschar Region sind im vergangenen August in die Provinz Duhok im Norden Irakisch-Kurdistans geflohen und Schutz in Lagern oder Rohbauten  gefunden. Gemeinsam mit der lokalen Organisation Alind unterstützt Wadi 102 Familien mit Nahrungsmitteln und bietet psychosoziale Betreuung. Wadi und Alind sind mit Teams vor Ort, von den 6 Helferinnenn sind 4 Yezidinnen.

Unter den Flüchtlingsfamilien sind auch paar türkmenische Familien aus Tel Afar, die nach Sinjar geflohen waren und nach der Offensive des IS gemeinsam mit den Yeziden erneut fliehen mussten.

Die Gesichter und Augen der Frauen und Kinder sind erfüllt von der Angst und dem erlebten Schrecken. Die geflohenen Frauen und Mädchen wurden während ihrer Gefangenschaft von den Kämpfern des IS vergewaltigt, misshandelt und gefoltert. Sie bekamen kaum ein Stück Brot am Tag, konnten sich nicht waschen und wurden vergewaltigt. Die Frauen und Mädchen wollten anfangs nicht über ihre Erlebnisse reden und es bedurfte viel Geduld und Einfühlungsvermögen, das Vertrauen wachsen zu lassen.

Ende Januar fand ein ein Treffen in Duhok mit 12 Frauen und Mädchen statt, an dem die Projektkoordinatoren von UNICEF Irak, Wadi und Alind teilnahmen. Zögernd berichteten die Mädchen von ihren Erlebnissen. Unser Koordinator aus Duhok bestätigte, dass die meisten Frauen  bislang direkte Gespräche vermeiden und Mobiltelefone bevorzugen.

Den ganzen Beitrag lesen

Wadi-Rundbrief Winter 2014

Montag, 08. Dezember 2014

Der Wadi neue Wadi Rundbrief ist gerade erschienen und kann hier heruntergeladen werden

rb 2014

 

Die islamische Praxis der Genitalverstümmelung

Mittwoch, 26. November 2014

Vortrag und Diskussion mit Arvid Vormann (Wadi e.V.)

Freitag, 28. November 2014 ab 18:30 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin, Hörsaal 2002
[Unter den Linden 6, 10099 Berlin]

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist auch außerhalb Afrikas weit verbreitet, namentlich im Mittleren und Fernen Osten. Diese Tatsache ist noch immer wenig bekannt und wird noch weniger diskutiert, was auch daran liegen mag, dass hier kaum Anknüpfungspunkte für kulturalistische Narrative auszumachen sind. Auch lässt sich das Thema nicht sinnvoll behandeln, ohne die Rolle des Islam ausgiebig zu beleuchten – ein im Orient wie im Westen gern vermiedenes Unterfangen.
Im Kampf gegen FGM nimmt Irakisch-Kurdistan eine Leuchtturmfunktion ein. Über das einstige Tabu wird heute in den Medien offen gestritten, das Regionalparlament hat ein sehr weit gehendes Gesetz gegen häusliche Gewalt, einschließlich FGM, verabschiedet, dessen Umsetzung allerdings in weiten Teilen auf sich warten lässt, und glücklicherweise nimmt die Genitalverstümmelungsrate derweil kontinuierlich ab.

Arvid Vormann von der Organisation Wadi, die seit 20 Jahren vor Ort tätig ist, wird nachzeichnen, wie es zu dieser Entwicklung kam und wie sich die Situation heute, auch angesichts der Bedrohung durch ISIS, darstellt. Zudem wird er auf die von Wadi, neuerdings im Verbund mit UNICEF, angewandte Strategie im Kampf gegen FGM eingehen. Einleitend werden wir den halbstündigen Dokumentarfilm »Eine Handvoll Asche« zeigen.

http://www.hummel-antifa.de.vu/

Wadi Newsletter Autumn 2014

Freitag, 14. November 2014

An Update of current activities and projects from Wadi in Iraqi-Kurdistan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veranstaltungen und Vorträge November 2014

Sonntag, 02. November 2014

Folgende Veranstaltungen und Vorträge finden im November statt, an denen Thomas v. der osten-Sacken, geschäftsführer von Wadi teilnimmt:

Mo 3.11: “Arabischer und islamischer Antisemitismus”, KOZ, Frankfurt, 19.00 Uhr

Mi 5.11: Nahostkonflikt und Antisemitismus, Nordpol, Münsterstr.99, Dortmund, 20 Uhr

Do 6.11: “Syrien – Katastrophe ohne Ende oder das Versagen des Westens”, VHS Konstanz, 19:30 Uhr

Do 13.11: “IS/ISIS, Assad und das iranische Regime. Appeasement und/oder Intervention? – Das Fehlen einer Strategie des Westens im Kampf gegen Islamismus. Diskussion mit Hiwa Bahrami, HU Berlin, 19:00 Uhr

Fr 14.11: “Entgrenzte Katastrophe. Syrien, Irak und der Islamische Staat”, Universität Leipzig, 19:00 Uhr

Nothilfe für jesidische Flüchtlinge, Nordirak

Dienstag, 30. September 2014

Das Video vermittelt einen Eindruck davon, unter welch widrigen Umständen diese Überlebenden des IS-Terrors nun gezwungen sind, den Winter zu verbringen. Was danach einmal wird, ist völlig ungewiss.

Bitte spenden Sie, Stichwort Nothilfe Sinjar! Herzlichen Dank!

Weitere Nothilfe für Flüchtlinge aus dem Sinjar

Samstag, 27. September 2014

In Zusammenarbeit mit Alind und CPT versorgt Wadi  mit Hilfe Ihrer Spenden 88 jesidische Familien (ca. 600 Personen) mit dem Nötigsten. Die Familien sind vor den mordenden Banden des Islamischen Staates nach Norden in die Region um Dohuk geflohen und haben in einigen Rohbauten Zuflucht gefunden. Viele haben unterwegs Angehörige verloren und mussten Schreckliches mit ansehen und erleben. Nun naht auch noch der Winter und noch immer fehlt es an fast allem.

Vergangene Woche konnten wir den Menschen erneut weitere Hilfe bringen: Decken, Babybettchen, Kinderkleidung, kleine Zelte und Überlebens-Packs mit 11 verschiedenen Sorten Lebensmitteln wie Reis, Bohnen, Öl, Zucker, sowie 7 Hygiene-Artikeln, darunter Waschpulver, Shampoo, Seife.

Dies war möglich, weil wir auf unseren gemeinsamenen Spedenaufruf innerhalb von nur einer Woche fast 3000 Euro auf unser Konto eingegangen sind.

Die Menschen bitten dringend um mehr Decken – noch immer haben nicht alle eine, und die Nächte werden inzwischen kühl. Warme Kleidung wird auch benötigt … und vieles vieles mehr.

Daher unsere dringende BitteSpenden Sie bitte auch weiter, Stichwort Nothilfe Sinjar!

Eingehendes Geld wird umgehend vor Ort in dringend benötigte Hilfsgüter investiert und den Menschen gebracht.