Archiv für die Kategorie ‘Islam’

Ziel erreicht

Sonntag, 28. Juni 2015

Ein IS- Anhänger spricht:

Was will der Islamische Staat mit so einem Anschlag in Tunesien bezwecken?
Sie wollen die tunesische Wirtschaft kaputt machen, die auf Tourismus basiert. Dann wird der Staat destabilisiert und sie können das Volk gewinnen.

Und sie haben Erfolg:

Nach dem verheerenden Anschlag auf Touristen in Port El Kantaoui verlassen Tausende Urlauber das Land. Bis Sonntag wollten britische Reiseveranstalter 2500 Touristen heimbringen, der belgische Anbieter Jetair sprach von 2000 Urlaubern. Der Reiseveranstalter Tui rechnet damit, dass insgesamt 250 deutsche Urlauber ihre Ferien dort abbrechen werden. „Bis zum Sonntagabend werden wir rund 200 Gäste ausgeflogen haben“, sagte ein Sprecher des Unternehmens an diesem Sonntag in Port el Kantaoui.

Bei den Einheimischen ist das Entsetzen groß. Viele Tunesier können es nicht fassen: Erst im März kamen bei einem Anschlag auf das Bardo-Nationalmuseum in Tunis 21 Touristen ums Leben. Am Freitag dann wurden 38 Menschen bei dem Hotel-Attentat in Port el Kantaoui getötet – die meisten davon Urlauber aus Großbritannien und anderen europäischen Ländern. Auch ein Deutscher zählt zu den Opfern. Dass nun zahlreiche Touristen das Land erst einmal meiden, verstehen viele Tunesier. Zugleich bangen Hotelangestellte, Händler und andere Abhängige um ihre Zukunft. „Das ist ein tödlicher Schlag für den Tourismus“, sagt Ali Soltani, Händler in der Altstadt von Sousse. „Das ist mehr als eine Katastrophe, es gibt nun für mehrere Jahre keine Hoffnung“, sagt er. Auch der Kupferschmied Kamel Ben Sadok zeigt sich pessimistisch. „Ich habe gar keine Lust mehr zu arbeiten“, sagt er. „Seit gestern fühlen wir uns wie Dummköpfe, die nichts tun können.“

FGM becoming more popular in Malaysia

Samstag, 21. Februar 2015

VICE reports how FGM is spreading in Malaysia due to to current Islamization of the the country:

„I’m circumcised because it is required by Islam,“ she says. The Malay word she uses is wajib, meaning any religious duty commanded by Allah. Syahiera is aware of how female circumcision is perceived in the West, but rejects any notion that it’s inhumane. „I don’t think the way we do it here is harmful,“ she says. „It protects young girls from premarital sex as it is supposed to lower their sex drive. But I am not sure it always works.“(…)

Regardless of how cruel FGM is, the majority of Muslim women in Malaysia are, like Syahiera, circumcised. A 2012 study conducted by Dr. Maznah Dahlui, an associate professor at the University of Malaya’s Department of Social and Preventive Medicine, found that 93 percent of Muslim women surveyed had been circumcised. Dahlui also discovered that the procedure is increasingly performed by trained medical professionals in private clinics, instead of by traditional circumcision practitioners called Ma Bidans.(…)

Malaysian medical practitioners also defend the practice by passing judgment onto other countries. „We are very much against what is going on in other countries like Sudan,“ said Dr. Ariza Mohamed, an obstetrician and gynecologist at KPJ Ampang Puteri Specialist Hospital in Kuala Lumpur. „That is very different from what we practice in Malaysia,“ she added. „And there is a big difference between circumcision and female genital mutilation.“

Escaping Hell

Dienstag, 23. Dezember 2014

Torture, including rape and other forms of sexual violence, suffered by women and girls from Iraq’s Yezidi minority who were abducted by the armed group calling itself the Islamic State (IS), highlights the savagery of IS rule, said Amnesty International in a new briefing today.

Escape from hell- Torture, sexual slavery in Islamic State captivity in Iraq provides an insight into the horrifying abuse suffered by hundreds and possibly thousands of Yezidi women and girls who have been forcibly married, “sold” or given as “gifts” to IS fighters or their supporters. Often, captives were forced to convert to Islam.

“Hundreds of Yezidi women and girls have had their lives shattered by the horrors of sexual violence and sexual slavery in IS captivity,” said Donatella Rovera, Amnesty International’s Senior Crisis Response Advisor, who spoke to more than 40 former captives in northern Iraq.

“Many of those held as sexual slaves are children – girls aged 14, 15 or even younger. IS fighters are using rape as a weapon in attacks amounting to war crimes and crimes against humanity.”

The women and girls are among thousands of Yezidis from the Sinjar region in north-west Iraq who have been targeted since August in a wave of ethnic cleansing by IS fighters bent on wiping out ethnic and religious minorities in the area.

Read more

Missbraucht und verkauft

Donnerstag, 27. November 2014

Es sind Geschichten, wie sie die Mobilen Teams, die Wadi in Kooperation mit der lokalen Organisation Alind in Dohuk einsetzt, fast jeden Tag zu hören bekommen. Die Mitarbeiterinnen der Team besuchen die verschiedenen Flüchtlingslagern und Unterkünften, in die im August hunderttausende von Yeziden vor dem Terror des Islamischen Staates geflohen. Sie betreuen dabei auch Mädchen und Frauen, die den Jihadisten in die Hände gefallen sind, als Sexsklavinnen verkauft und missbraucht wurden und es irgendwie geschafft haben, dem Milizionären des Islamischen Staat zu entkommen.

Da ist etwa die Geschichte von A. D., einer sechzehnjährigen Yezidin. Sie wurde im August, weil es ihr wie tausenden anderen auch nicht mehr gelang, vor den anrückenden Islamisten zu fliehen, zusammen mit einigen ihrer Schwestern und ihrer Mutter gefangen genommen.

Nachdem sie neun Tage im Irak, gemeinsam mit über fünfzig anderen festgehalten, geschlagen und als Ungläubige beschimpft und beleidigt wurde, selektierten der IS die nach ihrer Meinung gutaussehenden Mädchen von den anderen und verschleppten sie nach Syrien. A. D. Wurde mit sechs anderen Mädchen in eine syrische Kleinstadt gebracht, wo man sie Nacht für Nacht vergewaltigte. Eines der Mädchen war erst neun Jahre alt, auch sie wurde missbraucht und musste sich anhören, dass ja der Prophet Mohammad auch das erste Mal Sex mit seiner seine Lieblingsfrau Aisha, als diese neun gewesen sei. Man folge nur dem Vorbild des Propheten.

A.D. Versuchte mehrmals zu fliehen und wurde jedes mal wieder eingefangen und danach geschlagen und missbraucht. Ein Mädchen, das mit ihr zu entkommen versucht hatte, wurde von einem IS-Kämpfer so heftig geschlagen, dass es kurz danach starb. (mehr …)

In Memoriam Theo van Gogh

Sonntag, 02. November 2014

Haben Sie schon mal etwas mitbekommen davon, daß der Sozialismus, und damit auch die Sozialdemokratie, aus der Aufklärung hervorgegangen sind, so etwa vor 200 Jahren, als man jedermann das Recht einräumte ungläubig zu sein, das heißt, nicht zu knien vor Gott, Jahwe, Allah – oder wer auch sonst dem menschlichen Aberglauben entsprungen ist? Und daß damit auch das Recht des Ungläubigen, sich über den Glauben lustig zu machen, ein Recht für alle Menschen geworden ist?

The van Gogh, vor zehn Jahren von einem Islamisten ermordert

„Pflicht gegenüber Gott“

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Über Versklavung und sexuellen Missbrauch von Yezidinnen ein Artikel von Thomas von der Osten-Sacken in der Jungle World:

Manchmal lassen die Jihadisten, anders als im Falle Alis und seiner Schwester, die weiblichen Familienangehörigen ans Telefon, ermuntern sie sogar, detailliert zu beschreiben, was ihnen angetan wurde. Der IS verheimlicht nämlich keineswegs, was mit den Mädchen und Frauen von Ungläubigen geschieht, die ihm in die Hände fallen, genauso wie er auch Massenexekutionen, Kreuzigungen und Enthauptungen filmen und über das Internet verbreiten lässt. Das unterscheidet ihn von anderen Diktaturen und Autokratien in der Region, ob in Syrien unter Bashar al-Assad, früher in Saddam Husseins Irak oder im Iran, wo sexueller Missbrauch und Vergewaltigungen in Gefängnissen zwar an der Tagesordnung waren und sind, in der Regel aber heimlich stattfinden und offiziell geleugnet werden.

Der Islamische Staat dagegen verübt seine ­Verbrechen ganz öffentlich – auch weil es sich nach den Gesetzen und Regeln seines Kalifats gar nicht um Verbrechen handelt, sondern um die wortgetreue Befolgung von Gottes Wort. Nichts dort geschieht, ohne dass es zuvor ein religiöser Rat abgesegnet hätte. (mehr …)

Im Kalifat des Islamischen Staates ist Versklavung von Frauen legal

Montag, 13. Oktober 2014

Nun ist es offiziell: Die Versklavung von „ungläubigen“ Frauen und Mädchen ist unter dem Islamischen Staat legal:

IS has just released the fourth installment of Dabiq, an official publication that they began to produce in July. This issue, called “The Failed Crusade,” contains an article entitled “The Revival of Slavery Before the Hour,” which details how IS fighters kidnapped and distributed Yazidi women as slave concubines. The article also provides their rationale for reviving slavery, which they root in their interpretation of the practice of the earliest Islamic communities. The Islamic State has now officially disclosed that it engages in the sexual enslavement of women from communities determined to be of “pagan” or “polytheistic” origin.

 

Prime Minister Barzani regarding the killing of British citizen Alan Henning

Samstag, 04. Oktober 2014

“When a volunteer leaves his job, family, and loved ones to travel to a far away country in order to help displaced and wounded people, we all celebrate him or her. This is what British citizen Alan Henning did.

He left his work as a taxi driver, his wife Barbara, his two children, his relatives and friends, and the comfort of life in Salford to aid refugees and displaced people in Syria. He was abducted at the end of 2013 and has now been beheaded by the terrorists of the so-called Islamic State. This brutal and barbaric act once again demonstrates the true nature of these terrorists, revealing their lack of humanity.

We in the Kurdistan Region are saddened once again, as we were when aid worker David Haines was the first British citizen beheaded by these evil forces around us. We have been through this kind of suffering and we know how difficult it is, as such inhuman acts are perpetrated against these innocent people solely because of who they are and not because of what they have done. We extend our thoughts and condolences to the families of the victims and to the British people.

We will remember Alan Henning, David Haines, Steven Sotloff, Jim Foley, and all of our innocent victims of the so-called Islamic State and other violent and brutal terrorist groups. With our partners, we will do all we can to bring these murderers to justice.”

Jihad

Mittwoch, 20. August 2014

Leon de Winter über den Islamischen Staat:

Heutzutage erscheinen diese Horden nicht zu Pferde, sondern in Geländewagen und mit Granatwerfern, aber noch immer bebt die Erde, wenn sie kommen. Sie hissen schwarze Fahnen und lieben den Tod mehr als das Leben; aber erst, nachdem sie vom Fleisch unterjochter Frauen gekostet haben. Sie sprengen Statuen, Kirchen, alles, was ihnen in die Hände fällt: Die Würde des anderen wird nicht respektiert. (…)

Der englische Philosoph, Schriftsteller und Kulturkritiker George Steiner hat einmal bemerkt, dass die Juden gehasst werden, weil sie das Gewissen und das Ideal einer moralischen und ethischen Vervollkommnung erfunden haben. Die Menschheit hasst sie dafür, weil sie immer wieder versucht, diese moralischen Forderungen zu erfüllen, aber immer aufs Neue scheitert. Sie scheitert, weil niemand diesen hohen moralischen Geboten gerecht werden kann. Der islamische Dschihad umgeht dieses existentielle Problem.

Er erlaubt den Gläubigen, die Stimme der Vernunft und des Gewissens abzuschalten. Sie können nunmehr rohe sexuelle Gewalt ausüben. Die Stimme der Horden ist die Stimme orgiastischer Lust. Diese Horden schlachten Männer und Jungen ab und machen Mädchen und Frauen zu Sexsklavinnen. Die Menschen sind wieder so schutzlos, wie sie es Zehntausende von Jahren waren, bevor wir das Menschenopfer abschafften und mit dem langsamen und schmerzhaften Prozess begannen, unsere grausame Natur zu überwinden.

Der Dschihad hat so viel Macht, weil er die mühsam errungenen Beschränkungen ausschalten kann, die wir im Laufe des Zivilisationsprozesses verinnerlicht haben. Der Dschihad bringt der Welt den ultimativen Kämpfer, der keinerlei Schranken mehr kennt. Diese Leute brauchen kein politisches oder religiöses Programm. Ihre Triebkraft ist keine soziale oder ökonomische Benachteiligung. Ihre absurde Vorstellung eines weltumspannenden Kalifats ist ebenso ein Vorwand wie all die anderen unsinnigen Ideen, die die Tötung von Ungläubigen verlangen, damit ein Paradies der reinen Gläubigen entstehen kann. Nein, es geht nur um den Wunsch, zu vergewaltigen und zu zerstören. Unsere Kultur hat einen Namen dafür: das Böse.

 

IS zurückdrängen

Mittwoch, 06. August 2014

Richard Herzinger in der Welt:

Zwischen der syrischen Diktatur und dem IS gab es dabei lange Zeit ein Stillhalteabkommen – konnte das Regime so doch dabei zusehen, wie der IS die nicht islamistischen Oppositionskräfte aufrieb.

Nun aber gehen die bisher stillschweigend Verbündeten aufeinander los, und Assad kann sich angesichts der grausigen islamistischen Alternative der Welt wieder als Stabilitätsgarant präsentieren – ein Triumph auch für seine Schutzmächte Iran und Russland.

Aus dem Irak zogen die USA just überstürzt ab, als ihnen eine relative Stabilisierung des Landes gelungen war. Sie gaben so das Feld frei für die faktische Übernahme des Irak durch den Iran – was die sunnitische Bevölkerung gegen die Teheran ergebene Zentralregierung in Bagdad aufbrachte. Aus Furcht vor dem Zerfall der staatlichen Einheit und der Bildung eines kurdischen Staates verweigerten die USA zudem den Kurden, die jetzt die Hauptlast im Kampf gegen den IS tragen müssen, angemessene Unterstützung.

(mehr …)

Genitalverstümmelung – Fatwa oder Falschmeldung?

Montag, 04. August 2014

Hannah Wettig, Koordinatorin von Wadis Stop FGM Mideast Kampagne, in der Welt über den Islamischen Staat und FGM:

Vergangene Woche berichtete „Spiegel online“, die Vereinten Nationen (UN) hätten sich mit einer Falschmeldung blamiert. Die militant islamistische Gruppe Islamischer Staat (IS), vormals Isis, habe nicht die genitale Verstümmelung aller Mädchen und Frauen im irakischen Mosul befohlen. Das hatte zuvor die humanitäre Koordinatorin der UN im Irak, Jacqueline Badcock, behauptet.

Doch die Falschmeldung ist womöglich nicht so falsch wie behauptet. Badcock bezog sich auf ein im Internet kursierendes religiöses Gutachten (Fatwa). Dabei handelte es sich nicht um einen Befehl und der Ausstellungsort war nicht Mosul. Doch die Behauptung, das Gutachten widerspreche dem von IS vertretenen salafistischen Islam, ist falsch.

Den ganzen Artikel lesen

Dress Code

Samstag, 02. August 2014

The jihadist Islamic State has imposed a strict dress code for women in eastern Syria, forbidding them from showing any part of their bodies, a monitoring group said on Thursday.

„Women… are completely forbidden from showing their eyes,“ said the statement, which the Syrian Observatory for Human Rights said was distributed in IS-controlled areas of Deir Ezzor province in the east. Women are also forbidden from wearing „open abayas (traditional black gowns) that reveal colourful clothes worn underneath“, it said. Abayas, it added, „must not be decorated with beads, sequins or anything else“ and women „must not wear high heels“. „Anyone who violates this will be penalised,“ it added, without elaborating on the punishment.

Last month, IS declared the establishment of an Islamic „caliphate“ straddling Syria and Iraq.

Quelle

Demonstrationen und keine Demonstrationen

Donnerstag, 31. Juli 2014

Ali Dogan, Mitglied im Vorstand der Alevitischen Gemeinde Deutschlands:

Im Irak und in Syrien vernichten die Islamisten ganze Generationen. Alleine in den vergangenen Wochen wurden Zehntausende Christen durch die islamistische ISIS aus Mossul vertrieben. Moscheen und andere Heilige Stätten werden von diesen Terroristen zerstört. In anderen muslimisch geprägten Ländern wie der Türkei steht Gewalt gegen Minderheiten auf der Tagesordnung.

Aber nie habe ich aus diesen Anlässen eine Demonstration von denjenigen gesehen, die nun wegen der Selbstverteidigung Israels durch die Straßen ziehen, dabei von Juden bewohnte Gebäude angreifen und angeblich für den Frieden im Nahen Osten demonstrieren – manchmal sogar mit der Flagge der ISIS.

(mehr …)

Moscheenzerstörer

Freitag, 11. Juli 2014

In Bagdad wird nun befürchtet, dass die Stoßtrupplern des selbsternannten Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi in ihrem Siegesrausch auch noch das ebenfalls in Mosul befindliche Grab des Propheten Jona ins Visier nehmen könnten. Diese Sorge äußerte zu Wochenbeginn ein ranghoher Kulturbeamter gegenüber der irakischen Zeitung „Az-Zaman“, der auch von der Notwendigkeit sprach, die sich häufenden islamistischen Angriffe auf die Kulturgüter des Landes systematisch zu dokumentieren.

Die Befürchtungen werden nun zusätzlich genährt durch die jüngst kursierende Meldung, die ISIS-Banden hätten den Imam der Jona-Moschee, in der der Prophet Jona begraben liegt, ermordet. Die Tatsache, dass es sich um ein islamisches Gotteshaus handelt, schützt den Ort keineswegs vor dem Zerstörungswahn der Extremisten. Erst kürzlich hatte der ISIS eine prächtige Moscheeanlage im syrischen Raqqa durch Sprengung zerstört und damit in der islamischen Welt helles Entsetzen ausgelöst. Die Zerstörungswut der Islamisten richtete sich wohl gegen das darin befindliche Grab des schiitischen Sufisten Uwais al-Qarani. Der Baukomplex beherbergte aber auch das Grab Ammar Ibn Yasirs – er gilt als einer der engsten Weggefährten des Religionsstifters Muhammad.

Quelle

Über das Khalifat

Freitag, 04. Juli 2014

Thomas v. der Osten-Sacken und Oliver M. Piecha in der Jungle World:

Sicher streben Isis auf der einen und schiitische Milizionäre und Apokalyptiker mit ihren Unterstützern im Iran auf der anderen Seite einen neuen Nahen Osten an. Ihnen geht es dabei um vieles, die Justierung nationaler Grenzen gehört nicht dazu, schließlich träumen sie von einem islamischen Reich, das per definitionem keine irdischen Grenzen kennt. Das islamische Kalifat, das Isis am Wochenende ausrufen ließ, ist nicht mittelalterlich, sondern die postmoderne Aufhebung des Nationalstaates und seine Transformation in ganglands unmittelbarer religiös legitimierter Herrschaft. Der neue Kalif, Abu Bakr al-Baghdadi, sei, hieß es in einer entsprechenden Erklärung, fortan legitimer Herrscher aller Muslime.

Wenn auf der anderen Seite vor dreieinhalb Jahren, als es überall in der Region zu Massenprotesten kam, westliche Beobachter erstaunt feststellten, dass die Parolen der sogenannten arabischen Straße irgendwie nach dem Europa von 1848 klangen, lag das keineswegs nur an eurozentrischen Sichtweise, sondern entsprach vielmehr populären Forderungen nach Demokratisierung und Partizipation. Es mag Regionen der Welt geben, in denen neue Grenzziehungen geholfen haben, blutige Bürgerkriege zu beenden. Der eigentliche Konflikt im Irak, in Syrien und anderen Ländern des Nahen Ostens ist allerdings keineswegs einer um nationale Grenzen – einzig Kurdistan mag da eine Ausnahme darstellen –, sondern ein Krieg all jener, mal mit- und mal gegeneinander, denen es erklärtermaßen um die Vernichtung von vermeintlich künstlichen Nationalstaaten und dem geht, wofür sie noch immer stehen.

Explaining the Sunni-Shia split

Donnerstag, 19. Juni 2014

https://pbs.twimg.com/media/BqfH1BiIcAApz9G.jpg

 

Iraq, Syria and the Middle East

Sonntag, 15. Juni 2014

The former British Prime Minister, Tony Blair, has written an excellent essay why it was right to topple Saddam Hussein, why it was wrong to let Assad slaughter his people, what should be done now and how the Arab spring changed the political landscape:

So it is a bizarre reading of the cauldron that is the Middle East today, to claim that but for the removal of Saddam, we would not have a crisis.

And it is here that if we want the right policy for the future, we have to learn properly the lessons not just of Iraq in 2003 but of the Arab uprisings from 2011 onwards.

The reality is that the whole of the Middle East and beyond is going through a huge, agonising and protracted transition. We have to liberate ourselves from the notion that ‘we’ have caused this. We haven’t. We can argue as to whether our policies at points have helped or not; and whether action or inaction is the best policy and there is a lot to be said on both sides. But the fundamental cause of the crisis lies within the region not outside it.

The problems of the Middle East are the product of bad systems of politics mixed with a bad abuse of religion going back over a long time. Poor governance, weak institutions, oppressive rule and a failure within parts of Islam to work out a sensible relationship between religion and Government have combined to create countries which are simply unprepared for the modern world. Put into that mix, young populations with no effective job opportunities and education systems that do not correspond to the requirements of the future economy, and you have a toxic, inherently unstable matrix of factors that was always – repeat always – going to lead to a revolution.

But because of the way these factors interrelate, the revolution was never going to be straightforward. This is the true lesson of Iraq. But it is also the lesson from the whole of the so-called Arab Spring. The fact is that as a result of the way these societies have developed and because Islamism of various descriptions became the focal point of opposition to oppression, the removal of the dictatorship is only the beginning not the end of the challenge. Once the regime changes, then out come pouring all the tensions – tribal, ethnic and of course above all religious; and the rebuilding of the country, with functioning institutions and systems of Government, becomes incredibly hard. The extremism de-stabilises the country, hinders the attempts at development, the sectarian divisions become even more acute and the result is the mess we see all over the region. And beyond it. Look at Pakistan or Afghanistan and the same elements are present.

 

Talking about Sex in The Arab World

Montag, 09. Juni 2014

An interview with Shereen El Feki, author of Sex and the Citadel: Intimate Life in a Changing Arab World.

Do you see greater openness about sex as an extension of the Arab Spring?

We have all this grand rhetoric about justice and freedom and dignity and equality, but […] I fail to see how we’re going to walk the talk of empowering young people into being real leaders in their societies if we don’t trust them with information on sexual and reproductive life to lead their own intimate lives. I do not understand how we are going to empower women, politically or economically, if they do not have control over their own bodies. How are they going to speak out in the parliament or the boardroom if they can’t express themselves in the bedroom? It is all connected.

Second Middle East & Asia Conference on FGM shows that new strategies are needed

Sonntag, 18. Mai 2014

Embedded image permalink

On May 7th to 10th the Second Middle East & Asia Conference on Female Genital Mutilation (FGM) was held in Istanbul where more than thirty activists and researchers from Iraq, Egypt, Iran, Oman, Saudi Arabia, Malaysia, Indonesia and India met as well as representatives from UNICEF Iraq, Orchid Project (England) and Terre des Femmes (Germany). It was the second such conference organized by the German-Iraqi NGOs WADI and the Dutch NGO Hivos.

For the longest time FGM was regarded as an African problem, based on the African continent with some prevalence in neighboring countries like Yemen. This mantra was overcome only recently when WADI strated raising conscious, that FGM is also widespread in a Middle Eastern country like Iraq. In January 2012, the first conference on FGM in the Middle East was held in Beirut. In the last two years the STOP FGM Middle East Project by WADI and Hivos collected further evidence, that countries like Oman, Malaysia and Indonesia have a significant high prevalence rate of FGM. Therefore, this second conference widened the scope from the Middle East to South East Asia.

Read more

About Islamophobia

Samstag, 17. Mai 2014

Several newspaper columnists and journalists in the Islamic nation of Pakistan are challenging Western sensibilities that resist making any connection between the religion of Islam and the mass abduction of Nigerian schoolgirls by the jihadist group Boko Haram.

In an article in the Pakistani daily Dawn titled “There is a mini Boko Haram thriving in every Muslim society,” columnist Murtaza Haider warned that such acts are inherent in Muslim societies, noted the Middle East Media and Research Institute, or MEMRI.

Several Pakistani writers questioned liberal “apologists” for failing to understand the links between Islamic law and the Boko Haram abductions or the Pakistani Taliban’s 2012 attack on youth icon Malala Yousafzai.

Read more