Archiv für die Kategorie ‘War on Terror’

Europäische Friedenspolitik

Donnerstag, 07. August 2014

Schon stecken die irakischen Kurden in einem ausgewachsenen Krieg. Die Kopfabhacker der ISIS befinden sich keine 100 Kilometer mehr von ihren Bevölkerungszentren entfernt. Christen und Jesiden wurden bereits zu Tausenden abgeschlachtet und befinden sich zu Hunderttausenden auf der Flucht. Die irakischen Kurdenregion ist ihre einzig mögliche Zuflucht weit und breit.

Doch wie lange kann sich dieser kleine, de-facto autonome, Proto-Staat noch gegen die bestens ausgerüstete und finanzierte Terrorarmee behaupten? Denn nach Jahren der warmen Worte wird Irakisch-Kurdistan nun von den USA und vor allem von Europa gnadenlos im Stich gelassen.

Als der „andere Irak“ wurde die Region gepriesen, wo man dank sicherer, friedlicher Verhältnisse und eines beträchtlichen Wirtschaftswachstums glänzende Geschäfte machen konnte. Die seit der Einrichtung der Schutzzone 1991 entwickelte rudimentäre Demokratie galt als Modell für den gesamten Irak. In Kurdistan hat man effektiv für die innere Sicherheit gesorgt, sich aber darüber hinaus auf internationale Schutzgarantien verlassen und seinen Reichtum lieber in bessere Häuser, Straßen und Autos investiert, statt – wie im Nahen Osten üblich – Waffen anzuhäufen und den militärischen Sektor überproportional aufzublähen. Das Fünf-Millionen-Einwohner-Land hat Hundertausende Flüchtlinge aufgenommen und überwiegend gut integriert. Man hat, mit anderen Worten, weitgehend das getan, was Friedensforscher so empfehlen: Entwaffnung, Stärkung der Zivilgesellschaft, Entwicklung gewaltloser Konfliktlösungsstrategien, Ausformung einer toleranten Friedenskultur.

Wer aber diesen Empfehlungen folgt und sie in die Tat umsetzt, ist offenbar selbst schuld. (mehr …)

Presseerklärung zur Situation in Sinjar

Mittwoch, 06. August 2014

In Sinjar spielt sich derzeit eine Tragödie unfassbaren Ausmaßes vor den Augen einer bisher nahezu untätigen Weltöffentlichkeit ab. Die Terrororganisation Islamischer Staat / ISIS hat die Region im Nordosten des Irak eingenommen, praktisch alle Einwohner sind geflohen oder bereits ermordet. Sinjar ist Heimat der Religionsgruppe der Jesiden, die unter Muslimen fälschlicherweise als „Teufelsanbeter“ verschrieen sind. Die Terroristen lassen ihnen höchstens die Wahl zwischen Konversion und Tod. Wie Slemani Times berichtet, sind bereits 2600 Männer hingerichtet worden. Kurdpress meldet 500 verschleppte Frauen.

Zehntausende Bewohner sind überstürzt in Autokonvois geflohen, weitere Zehntausende haben sich zu Fuß in die nahe gelegenen Berge aufgemacht, wo sie an den baumlosen Hängen ohne Wasser und Nahrung, der sengenden Sonne bei 40 Grad schutzlos ausgeliefert, ausharren. Es gibt bereits Berichte von zahlreichen Toten. Vor allem Kinder und ältere Menschen fallen den extremen Umständen als erste zum Opfer.

Die Jihadisten haben die Bergkette umzingelt. (mehr …)

Doomed to fail

Donnerstag, 03. Juli 2014

The effort to build an anti-ISIS coalition with Iran will inevitably fail—and spectacularly so. There are many reasons why, but one deserves special attention: Iran is incapable of making it succeed. Consider: over the last three years, Obama gave Iran a free hand in Syria and Iraq to counter Sunni jihadism. The result is a revitalized Iranian alliance system—and an al-Qaeda safe haven that now stretches from the outskirts of Baghdad in Iraq to Aleppo in Syria.

Quelle

Iran als Alliierter im War on Terror?

Donnerstag, 19. Juni 2014

Aus einem Artikel in der Jungle World von Thomas v. der Osten-Sacken über die Offensive von ISIS im Irak:

Was weiter droht, ist eigentlich klar: ein unkontrollierbarer Krieg zwischen Sunniten und Schiiten, angeheizt vom Iran auf der einen und den von Saudi-Arabien geführten Golfstaaten auf der anderen Seite. Die US-Regierung könnte sich wie in Syrien entscheiden, mehr oder weniger nichts zu tun und damit dem Iran das Feld im vermeintlichen Antiterrorkampf überlassen, den dieser zu gerne mit internationaler Rückendeckung im Irak und Syrien mit seinen Alliierten führen würde. Dann gerieten der Westirak und Ostsyrien endgültig zum Schlachtfeld eines innerislamischen Krieges, die Kurden nutzten die Gunst der Stunde, um sich vom Rest des Landes loszusagen, während Isis die Freiwilligen aus allen Ländern nur so zuströmten.

Halbherzige Luftschläge gegen Isis an der Seite der irakischen Regierung hätten fatalerweise dieselbe Wirkung: Ob gewollt oder nicht, die sunnitische Welt sähe die USA trotzdem im Bündnis mit dem verhassten Iran. (mehr …)

Iraq, Syria and the Middle East

Sonntag, 15. Juni 2014

The former British Prime Minister, Tony Blair, has written an excellent essay why it was right to topple Saddam Hussein, why it was wrong to let Assad slaughter his people, what should be done now and how the Arab spring changed the political landscape:

So it is a bizarre reading of the cauldron that is the Middle East today, to claim that but for the removal of Saddam, we would not have a crisis.

And it is here that if we want the right policy for the future, we have to learn properly the lessons not just of Iraq in 2003 but of the Arab uprisings from 2011 onwards.

The reality is that the whole of the Middle East and beyond is going through a huge, agonising and protracted transition. We have to liberate ourselves from the notion that ‘we’ have caused this. We haven’t. We can argue as to whether our policies at points have helped or not; and whether action or inaction is the best policy and there is a lot to be said on both sides. But the fundamental cause of the crisis lies within the region not outside it.

The problems of the Middle East are the product of bad systems of politics mixed with a bad abuse of religion going back over a long time. Poor governance, weak institutions, oppressive rule and a failure within parts of Islam to work out a sensible relationship between religion and Government have combined to create countries which are simply unprepared for the modern world. Put into that mix, young populations with no effective job opportunities and education systems that do not correspond to the requirements of the future economy, and you have a toxic, inherently unstable matrix of factors that was always – repeat always – going to lead to a revolution.

But because of the way these factors interrelate, the revolution was never going to be straightforward. This is the true lesson of Iraq. But it is also the lesson from the whole of the so-called Arab Spring. The fact is that as a result of the way these societies have developed and because Islamism of various descriptions became the focal point of opposition to oppression, the removal of the dictatorship is only the beginning not the end of the challenge. Once the regime changes, then out come pouring all the tensions – tribal, ethnic and of course above all religious; and the rebuilding of the country, with functioning institutions and systems of Government, becomes incredibly hard. The extremism de-stabilises the country, hinders the attempts at development, the sectarian divisions become even more acute and the result is the mess we see all over the region. And beyond it. Look at Pakistan or Afghanistan and the same elements are present.

 

Zur Eroberung von Mosul und der davon ausgelösten Massenflucht

Donnerstag, 12. Juni 2014

Die radikal-islamistische Gruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) hat die zweitgrößte Stadt des Irak, Mosul regelrecht überrannt und damit eine Massenflucht von wohl über einer halben Millionen Menschen aus Mosul ausgelöst. Die Flüchtlingskatastrophe könnte auch Irakisch Kurdistan destabilisieren. Ein Gespräch über die Hintergründe mit Thomas von der Osten-Sacken von der Hilfsorganisationn Wadi, die seit langem im Irak tätig ist.

Interview anhören

Brüder im Geiste…

Freitag, 29. Juni 2012

Sage keiner, die Muslimbrüder verfügten nicht über Problemlösungsstrategien, um Ägypten aus der Krise zu führen! Einer der ersten Programmpunkte von Mohammed Mursi lautet: Wir wollen den blinden Sheikh aus US-Haft befreien!

Omar Abdel Rahman, der Führer der islamistischen Terrorgruppe Jama’a al-Islamiya, war als Anstifter des ersten Anschlags auf das World Trade Center überführt worden und verbüßt seit 1995 eine lebenslange Haftstrafe.

Als vertrauensbildende Maßnahme gegenüber dem Westen kann die Forderung jedenfalls kaum eingestuft werden. Doch darauf legen die Brüder auch wenig Wert. Fragt man Mursi nach den Verantwortlichen des 11. Septembers, so bekommt man nicht mehr als das übliche Verschwörungsrepertoire geboten.

Schönen Dank auch

Dienstag, 27. Dezember 2011

Die Feinde füttern, die Freunde im Stich lassen – diese Art von Außenpolitik war immer wieder Markenzeichen eines Westens, dem der Wertekompass kurz- oder längerfristig abhanden gekommen war. Obama lässt gerade die hoch gefährdeten Truppendolmetscher am ausgestreckten Arm verhungern.

AP lässt Zahlen sprechen

Dienstag, 06. September 2011

Die Türkei mit Führungsanspruch, knapp vor China:

After the 9/11 attacks, the world launched a war on terror. Here, in the first tally of anti-terror prosecutions ever done, The Associated Press examines how many people have been put behind bars under anti-terror laws, and who they are. (…)

The AP used freedom of information queries, law enforcement data and hundreds of interviews to identify 119,044 anti-terror arrests and 35,117 convictions in 66 countries, accounting for 70 percent of the world’s population. The actual numbers undoubtedly run higher because some countries refused to provide information.

That included 2,934 arrests and 2,568 convictions in the United States, which led the war on terror — eight times more than in the decade before.

The investigation also showed:

— More than half the convictions came from two countries accused of using anti-terror laws to crack down on dissent, Turkey and China. Turkey alone accounted for a third of all convictions, with 12,897.

Antiimperialisten untereinander

Montag, 25. Juli 2011

Warum hatte es der Oslo-Killer eigentlich nicht auf Muslime abgesehen, wo doch seine größte Sorge dem drohenden Untergang des christlichen Abendlandes galt? Auflösung gibts auf Seite 960 seines Machwerks:

Regardless of these obvious conflicts, they should understand that we are not imperialists in contrary to the US/EU globalists who seek to maintain the Islamic puppet regimes and force the European way on them. The Islamic Ummah should view our enemies; the US/EU globalists, as a greater threat than we would ever aspire to be. The reason is that we do not wish to destroy Islam but simply to isolate it primarily outside Europe.

Antiimperialismus und Kulturrelativismus sind, wie man hier sehen kann, Kernbestandteile dieser menschenfeindlichen Ideologie. Den Muslimen gönnt der Rassekrieger sogar ihr Kalifat:

We do not necessarily oppose the creation of a caliphate lead by devout Muslims in the Middle East.

Wie aber könnten sich die völkischen Antiimperialen untereinander erkennen? „How can the Ummah, the enemy of our enemy, know they are really dealing with a Justiciar Knight and not a CIA or EU agent?“ Die Frage treibt ihn um und seine Antwort ist klar: mittels Grausamkeiten und Massenmord. Nur das „Morbide, Absurde und Unvernünftige“ könne Muslimen wie Kreuzrittern als unverwechselbares und sozusagen fälschungssicheres Erkennungszeichen dienen. „A government agent could and would never accept these terms“ – denn sie lieben das Leben und wir lieben den Tod.

Ein Platz der Befreiung weniger…

Montag, 30. Mai 2011

Der „Platz der Befreiung“ in Taiz, der zweitgrößten Stadt des Jemen, ist von Militär unter der Kontrolle des Präsidenten Ali Abdullah Sahleh gestürmt worden; die BBC spricht von 20 Toten:

„They attacked, shot at people, burned their tents. The square had a big stage to make speeches and to make plays and songs, loudspeakers and this sort of thing. And countless numbers of tents and a gallery for art. And it is a magnet for every big event.“ He added: „They killed them [protesters]… and at 3am they brought bulldozers and finished it all. There is nothing there, they are even cleaning it so no-one can guess that there was anything like that before.“ (BBC)

Aber ob das dem jemenitischen Präsidenten Saleh wirklich helfen wird, an der Macht zu bleiben, ist doch sehr fraglich. Es sieht eher so aus, als ob Saleh noch einmal alles daran setzt, voll aufzudrehen, er muß beschleunigen und beschleunigen, und die Fahrt wird an einer Wand enden. Dazu gehört auch die besonders aparte Idee, aus einer südjemenitischen Küstenstadt demonstrativ das Militär zurückzuziehen, damit eine Islamistenmiliz, von der so genau momentan keiner weiß, ob sie ganz, halb oder nur ein bißchen Al-Queida nah ist, nachrücken konnte. Das ist Salehs Lieblingsdrohung: Nach mir können nur die Islamisten kommen, zur Not helfe ich ihnen noch dabei.

Mitraten wer die Bombe gelegt hat

Samstag, 28. Mai 2011

Die Fakten: Bei einem Bombenanschlag im Süd-Libanon sind sechs italienische Blauhelmsoldaten verletzt worden. Zwei von ihnen befinden sich nach Angaben des italienischen Kontingents der UN-Militärbeobachtermission UNIFIL in kritischem Zustand. Auch drei Passanten wurden leicht verletzt, als der Sprengsatz in der Küstenstadt Sidon neben dem UN-Fahrzeug explodierte. (Rundschau/DPA)

Beirut Spring hat dazu einige sehr überzeugende Überlegungen;  könnte es sein, daß der angeblich so penetrant reformbereite syrische Folterchef Baschar al Assad den Europäern, die an ihre Sanktiönchen gerade noch ein paar Sanktiönchen dranhängen wollen… (mehr …)

Sympathy for the Devil

Mittwoch, 04. Mai 2011

Von Lizas Welt

Wenn man morgens erwacht und als Erstes erfährt, dass der gefährlichste Verbrecher auf diesem Planeten von einer amerikanischen Spezialeinheit vorzeitig zu seinen heißbegehrten 72 Jungfrauen befördert worden ist, dann weiß man beim Aufstehen, dass die Welt damit ganz gewiss keine schlechtere geworden ist. Wenn man sich anschließend jedoch damit beschäftigt, wie deutsche Medien – einschließlich ihrer immergleichen Adabeis von Helmut Schmidt bis Peter Scholl-Latour – das Ableben Osama bin Ladens eigentlich sehen und was die vielköpfige Schar deutscher Bescheidwisser im Internet so alles von sich gibt, dann weiß man beim Zubettgehen noch etwas anderes: Weniger wahnsinnig ist der Erdball seitdem leider auch nicht geworden.

Den ganzen Artikel lesen

Ein Opfer des iranisch – saudischen Kalten Krieges

Dienstag, 03. Mai 2011

Spengler in der Asia Times:

In short, while al-Qaeda had drawn funding from both Saudi and Iranian sources, in present circumstances its activity tended to serve Iranian rather than Saudi interests. Support for terrorism, moreover, is a two-way street: precisely because Saudi Arabia was „a critical financial support base for al-Qaeda“, Saudi intelligence knows something about the
recipients of their money.
American special forces may have been the proximate cause of Bin Laden’s violent death, but the efficient cause is a great strategic upheaval that America does not yet understand, and is not prepared to respond to.

Heilige arabische Krieger unter sich

Montag, 02. Mai 2011

„We regard this as a continuation of the American policy based on oppression and the shedding of Muslim and Arab blood,“ Ismail Haniyeh, head of the Hamas administration in the Gaza Strip, told reporters.

Though he noted doctrinal differences between bin Laden’s al-Qaida and Hamas, Haniyeh said: „We condemn the assassination and the killing of an Arab holy warrior. We ask God to offer him mercy with the true believers and the martyrs.“ (Haaretz)

Who Is Running Libya’s Revolution, and Does It Matter?

Freitag, 04. März 2011

Marc Ginsberg, ehemaliger US-Botschafter in Marokko  beschreibt die verschiedenen Akteure der „libyschen Revolution“:  Staemme, Ex-Militaers und Jugendbewegung und last but not least die „Islamic Fighting Group“.

Je laenger die Kaempfe gehen, glaubt er, je wahrscheinlicher wird nicht nur eine weitere Fragmentierung dieser Oppsoition, sondern auch eine Staekrkung der djihadistischen Elemente. Um dies zu verhindern fordert er die USA auf, endlich aktiv werden:

There is a credible fear that if the fighting reverts into a „Spanish Civil War“ stalemate Libya may disintegrate into factions and tribal regions divorced from a central government. That would spell disaster for the country and enable radical Islamists lurking around North Africa to set up shop in oil-rich Libya

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„ineffectual bystanders to history“?

Montag, 28. Februar 2011

Der große Al-Queida-Emir Ayman al-Zawahri hat gesprochen: Greetings to every free, honorable individual who was exposed to the bullets of the security herds to keep Islam as the master in his own country, preserve the headscarf of the Muslim sisters, stop normalisation with Israel … and protect his society from immorality, corruption and spoilage,“ al-Zawahri said in the 15-minute audiotape posted on an Islamic militant website late Sunday. (AP via Guardian)

Genau darum geht es gerade im Nahen Osten, und um sonst nichts: Kopftücher und Israel. Man möchte fast meinen, der Emir könnte doch mal einen Gastbeitrag auf einer der islamkritischen Webseiten schreiben, da geht es auch immer nur um dasselbe. Das al-Zawahri-Tape ist außerdem wohl mindestens zwei Wochen alt. Lesen wir doch besser die New York Times:

For nearly two decades, the leaders of Al Qaeda have denounced the Arab world’s dictators as heretics and puppets of the West and called for their downfall. Now, people in country after country have risen to topple their leaders — and Al Qaeda has played absolutely no role. (mehr …)

Die nächste Grußadresse …

Mittwoch, 09. Februar 2011

Auch ein wenig zu spät, aber immerhin, nun meldet sich nach Hassan Nasrallah auch Al Qaida zu Wort:

Der irakische Ableger von al-Qaida hat laut dem auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierten US-Unternehmen Site die Demonstranten in Ägypten zum Heiligen Krieg aufgerufen. In einer Erklärung des Islamischen Staats im Irak (Isi), die auf mehreren Websites im Internet veröffentlicht wurde, seien die Ägypter zudem aufgefordert worden, eine Regierung auf Grundlage der Scharia einzusetzen, teilte Site mit.

Nein, so hatten sie sich das 2001 nicht vorgetsellt, das Drehbuch für den Umsturz in nahost. Ganz vorne wollten sie sein bei den Aufständen … jetzt interessiert sich kaum noch jemand für ihre Wochen zu spät kommenden Erklärungen.

Die Wahrheit…doch wofür?

Montag, 20. Dezember 2010

Der Innenminister der Hamas, Fathi Hamad, erklärte kürzlich in einem Interview mit der renommierten Zeitung Al-Hayat, dass während des Gaza-Krieges etwa 700 Hamas-Kämpfer getötet worden seien. Er revidierte damit frühere Falschmeldungen, nach denen nur 17% der Getöteten Kombattanten gewesen seien, und bestätigte die israelischen Angaben. Damit dürfte nun endgültig belegt sein, dass der Goldstone-Report auf falschen Anschuldigungen basiert. Und auch die Klage der Autonomiebehörde vor dem Internationalen Gerichtshof beruft sich auf die gefälschten Zahlen. Nun wird es ganz bestimmt Konsequenzen geben, oder? Wir warten jedenfalls gespannt auf das Einstampfen des Goldstone-Reports und die zahlreichen Entschuldigungen.

Kein bißchen Frieden mehr

Donnerstag, 18. November 2010

Man könnte schon ein bißchen Angst bekommen. Wenn man hört, was zur Wahrung der inneren Sicherheit berufene Politiker so von sich geben, wenn der Arbeitstag im Angesicht der jüngsten „Terrorwarnungen“ wohl etwas zu lang war. Was passiert eigentlich mit diesem Land, wenn wirklich einmal etwas passiert? Erst tut man jahrelang so, als ginge einen das Problem des islamischen Terrorismus nicht wirklich etwas an in Deutschland – man hat allerdings traditionell zu so ziemlich allen Staatssponsoren islamistisch geprägten Terrorismus’ auch recht gute Kontakte -, dann wird man plötzlich hysterisch. Und zwar von jetzt auf gleich.

Selbst die doch so plenibel auswendig gelernte und allgemein verordnete islamophile-antirassismus-good-will-sprak kann ein Politiker da plötzlich vergessen; nur daß es nicht intelligenter oder vertrauenerweckender ist, was er statt dessen von sich gibt: Blockwartsgestotter. Aber wahrscheinlich bedingt das eine das andere. (mehr …)