Europäische Flüchtlingspolitik: Geld für Diktatoren

26. August 2015, von Thomas von der Osten-Sacken

Die Feststellung, es sei unmoralisch,  weltweit übelsten Diktatoren zu unterstützen, damit sie einem ein paar Flüchtlinge vom Leib halten, mag naiv klingen.

Europäische Fluchtabwehrpolitik ist aber nicht nur unmoralisch und für viele tödlich, sondern vor allem  auch dumm und kurzsichtig. Das dürften die vergangenen Jahre zur Genüge gezeigt haben. Kein Grund natürlich, sie zu ändern.

Eritrea gehört zu den miesesten repressiven Regimes, die es momentan auf diesem Planeten gibt. Und die dortige Regierung unterdrückt nicht nur ihre eigene Bevölkerung, sondern unterstützt und finanziert zudem auch noch allerlei radikale Islamisten. Seit ein paar Jahren leidet sie darunter, dass mit dem libyschen Diktator Gaddafi, der ja der EU auch ganz aktiv in der Flüchtlingspolitik geholfen hatte, ein relevanter Geldgeber verschwunden ist.

Nun soll Europa einspringen:

Offensichtlich scheut die Europäische Union nicht einmal vor der Zusammenarbeit mit bekannten Diktatoren zurück. Das geht aus internen Verhandlungspapieren hervor, die das ARD-Magazin Monitor Ende Juli bekannt machte. Demnach ist unter anderem geplant, “die Institutionen der Regierung in Eritrea zu stärken und sie bei der Bekämpfung von Fluchthelfern zu unterstützen”. (…)

Anfang Juni veröffentlichten die UN dazu einen vernichtenden Bericht. Demnach sind willkürliche Verhaftungen, Folter und Zwangsarbeit in Eritrea weit verbreitet. Einige der Menschenrechtsverletzungen seien womöglich Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Hinzu kommt die wirtschaftlich desolate Situation, eine entscheidende Fluchtursache. Grund für die Not ist der Nationaldienst oder Wehrdienst, der für Männer und Frauen ein Leben lang Pflicht ist – auch Greise werden noch zum Dienst mit der Waffe verpflichtet. Tatsächlich müssen viele Wehrpflichtige aber gar nicht pausenlos exerzieren oder anderes militärisches Training absolvieren, sondern unter sklavenartigen Bedingungen für Generäle und Kader der Einheitspartei PFDJ arbeiten. Für umgerechnet zehn Euro im Monat leisten die Wehrpflichtigen Schwerstarbeit auf Feldern, Baustellen oder in Betrieben. Wer sich verweigert, gilt das Deserteurin oder Deserteur und verschwindet oft spurlos und für immer in einem der vielen Gefängnisse.

Früher wurde das eritreische Regime von Libyens Machthaber Gaddafi finanziert, doch seit dessen Sturz 2011 ist dieser Geldfluss versiegt. Nun versucht Eritrea schon länger, Hilfsgelder von der Europäischen Union zu bekommen. Dank der Flüchtlingskrise hat das Regime dieses Ziel nun offenbar erreicht. Die Brüsseler Diplomaten hoffen wohl, dass die Finanzspritze an die politische Führung den Strom der Flüchtlinge stoppt.

Sich ins Leben zurücktasten

24. August 2015, von Administrator

Aus einem dpa-Bericht über die Arbeit von Wadi für yezidische Flüchtlinge:

Weil das Leid so groß war, ist schon ein kleines Lächeln ein Schritt zurück ins Leben: Im Nordirak versucht Cheman Rashid, jesidischen Mädchen ein wenig Freude zu machen. Die 50-jährige Kurdin ist mit mobilen Teams der Hilfsorganisation Wadi in der Region unterwegs. Jeweils zwei Frauen kümmern sich in Flüchtlingslagern um Jesidinnen, die von Angehörigen der Terrormiliz Islamischer Staat verschleppt worden waren.

„Das Leben ist sehr schwer für sie“, sagt Rashid in einem Gespräch über den Internet-Dienst Skype. „Sie haben zu viel gesehen. Manche wurden vor den Augen der anderen vergewaltigt. Das lässt sich kaum vergessen.“

Wadi hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Der arabische Name bedeutet Flussbett. „Wir wollen Wasser ins trockene Flussbett bringen, damit es wieder grünt“, sagt der Leiter der Hilfsorganisation, Thomas von der Osten-Sacken.

Die Arbeit der drei mobilen Teams in den von Kurden kontrollierten Gebieten im Nordirak begann im September 2014. Sie wird vom Entwicklungshilfeministerium (BMZ) mit 377.000 Euro unterstützt. „Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zur Behandlung von traumatisierten Binnenvertriebenen im Nordirak“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums.

Im Juli richtete Wadi zusätzlich ein Tagesbetreuungszentrum in Dohuk ein. „Sie sollen tagsüber eine schöne Umgebung vor Augen haben, nicht ständig das Elend der Flüchtlingslager“, erklärt von der Osten-Sacken. „Sie können dort das Friseurhandwerk erlernen, Handarbeiten machen oder an Computerkursen teilnehmen.“

‘In Südafrika wird mehr getan’

07. August 2015, von Administrator

Über die Zustände in einer Asylunterkunft in Dresden:

Ich hätte nicht gedacht, dass Zustände wie in der Zeltstadt in einem Land wie Deutschland möglich wären. Medizinische und hygienische Mindeststandards werden nicht eingehalten. In einer Stadt wie Dresden, mit einer hervorragenden medizinischen Infrastruktur. Ich habe schon als Medizinstudent in Townships in Südafrika gearbeitet: selbst unter den dortigen Bedingungen wurde mehr dafür getan, den Menschen zu helfen. (…)

 Bei der Unterbringung wurden nicht einmal die Mindeststandards der WHO für Flüchtlingscamps eingehalten, an die man sich normalerweise selbst im Krieg halten müsste. Im Ambulanzcontainer herrscht eine Temperatur von 35 Grad. Medikamente können nicht vernünftig gelagert werden, teils stammt das Material aus im Jahr 2007 abgelaufenen Verbandskästen. Es gibt keine Möglichkeit, Männer und Frauen getrennt voneinander zu untersuchen. Das führt dazu, dass man viele Insassen – denn so muss man die Flüchtlinge angesichts ihrer Unterbringung bezeichnen – gar nicht untersuchen kann. Es gibt zu wenige Toiletten, zunächst waren diese sogar ohne fließend Wasser. Die hygienischen Bedingungen sind sehr schlecht. So konnten sich virale Durchfallerkrankungen und die Krätze ausbreiten. Es fehlte an einfachsten Utensilien: Untersuchungsliegen, Blutdruckmessgeräten, Stethoskopen und sogar an Desinfektionsmitteln. (…)

Im Camp wird unser Grundgesetz nicht eingehalten: das Menschenrecht auf Gesundheit. Das Recht auf Privatsphäre. Die Würde des Menschen. Auch das Kindeswohl ist im Camp aus ärztlicher Sicht in Gefahr. Man muss es so deutlich sagen: es geht um das Leben von Menschen. Viele Flüchtlinge sind erst im Camp krank geworden. Dort spielt sich eine humanitäre Katastrophe ab, während ein paar hundert Meter weiter die Leute am Elbufer liegen.

“Die Bruchlinien gehen mitten durch Kurdistan”

07. August 2015, von Administrator

Interview von Radio Dreyeckland mit Thomas v. der Osten-Sacken zur aktuellen Lage in Kurdistan

Kurz nach seiner schweren Wahlniederlage aber noch immer mit einer ihm freundlichen Regierung provisorisch im Amt hat der türkische Präsident Tayyip Erdogan die Notwendigkeit eines Kurdenkrieges erkannt. Seither jagen sich die Luftangriffe, insbesondere gegen Lager der Partei der Arbeiter Kurdistans (PKK) im Nordirak und werden in der Türkei reihenweise AktivistInnen der prokurdischen Partei der Demokratie der Völker (HDP) festgenommen. Gegen die beiden Co-Vorsitzenden der Partei wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet usw. Nun, wie sieht das aus der Sicht von Irakisch Kurdistan aus, wo die Bomben runterkommen, wenn auch bislang nicht überall. Der Präsident der Autonomen Region Irakisch Kurdistan, Masud Barzani ist schon mal auf Distanz zur PKK gegangen und forderte sie auf, zur Vermeidung ziviler Opfer bei den Luftangriffen sein Land zu verlassen. Allerdings denken nicht alle in Kurdistan so wie Barzani. Radio Dreyeckland fragte Thomas von der Osten-Sacken von der Hilfsorganisation Wadi, die seit über 20 Jahren Projekte in Irakisch Kurdistan und anderen Ländern des Nahen Ostens durchführt.

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Remember

03. August 2015, von Administrator

Folge westlicher Politik

30. Juli 2015, von Administrator

Ausgerechnet in der Bild Zeitung stehen die folgenden Sätze:

Die Flüchtlingsströme, die sich gen Europa bewegen, sind eine direkte Folge westlicher Politik. Vier Jahre lang wurde nichts, aber auch gar nichts unternommen, um das Morden in Syrien zu stoppen. Wir haben ignorant zugesehen, wie ein Diktator (Assad) und eine islamistische Barbarenhorde (ISIS) die Hölle auf Erden schufen. Nun versuchen Hunderttausende, dieser Hölle zu entkommen.

Sie aufzunehmen, gebieten nicht bloß Anstand und Nächstenliebe. Sie aufzunehmen, ist ganz nüchtern betrachtet auch die Verpflichtung, die aus einer komplett verfehlten Politik des Westens erwachsen ist.

Under the Knife

28. Juli 2015, von Administrator

Foreign Affairs Magazine about Wadi’s anti FGM campaign in Iraqi-Kurdistan:

A great case study comes from the Kurdish region of Northern Iraq, which is currently considered one of the world leaders in female genital mutilation eradication. Aid organizations there first discovered that the practice was occurring in 2003 as workers fanned out to the countryside in anticipation of a refugee crisis following the U.S. invasion and toppling of Saddam Hussein. The refugees never came, but aid workers got an earful about what was happening to girls in the village.

Eight years later, in 2011, the Kurdish regional government passed law banning female genital mutilation. It was the result of an arduous, around the clock, and controversial campaign to push the politicians into action, led by WADI, a small Iraqi–German NGO. Along the way, activists faced death threats and had their personal reputations smeared. But they were ecstatic when they finally emerged victorious.

Yet today, four years after the law was passed, Kurdistan has yet to see the first person fined or jailed in connection with practicing female genital mutilation. “We fought so hard for the law, but as soon as it was passed, we realized that the fight had only begun,” Arvid Vormann, a program manager at WADI told me.

Even so, in some villages in the Kurdish region, mutilation is down by more than 40 percent, and nearly a dozen villages have officially adopted a label of “FGM-free” for several years now, a practice first started in Africa. Aid workers thus argue that the symbolism of the legislative victory was worth the effort, even if it is now clear that it was mostly the campaign itself—and not the legislation—that moved the needle.

Ältere Warnung

21. Juli 2015, von Administrator

Im März warnte die libanesische Jouranlisten Hanin Ghaddar vor den Folgen eines Deals mit dem Iran:

The question today for people in the region is not whether there’s a nuclear deal with Iran or not. The problem is more fundamental. It is about what will become of the Middle East when our values and aspirations are shattered by betrayal and deception. Why is Iran, which has one of the worst human rights records in the region, and which has and still is using violence all over the region, a potential ally to the United States? Where do our liberal values stand?

The result of this abandonment will not only backfire in the region. The whole world will suffer the consequences. Europe is already considering tougher immigration policies due to both violence inside European cities and the increasing number of people trying to go to Europe from the region. Like Al-Sarout, more Sunnis will be radicalized, and ISIS—along with other Islamist groups—will grow stronger. And they will all blame the United States for both abandoning them and siding with Iran, Assad, and Hezbollah, who are today perceived by many Sunnis as the main enemies. (…)

Reality now tells us that today’s America does not care about our aspirations for freedom, for democracy, and for citizenship. The reality today says one thing: Take things into your own hands because no one will help you. The gap left by the United States will be filled with extremists who despise liberal ideas, freedom of speech, and democracy. Whatever is left of our civil society will eventually lose legitimacy, because its ideals and goals will be considered too liberal and Westernized for communities radicalized by sectarian tension. The people who will emerge from the societies that are formed along this sectarian model will not be good citizens of open societies. They will be locked in cages of hatred and fear. We know from experience how that story turns out.

Wer dem Frieden im Weg steht

16. Juli 2015, von Thomas von der Osten-Sacken

Der Frieden, von dem sie jetzt in Europa und den USA sprechen, dem angeblich der Iran Deal so dient, gilt natürlich nicht für jene, die sich mitten im Krieg befinden, nämlich vor allem die Menschen in Syrien. Für die wird es wohl eher schlimmer werden, und zwar für alle. Aber ein paar tote Syrer mehr oder ein paar mehr Syrer auf der Flucht, das ist zwar nicht schön, aber so viel muss der Frieden all denen, die in jetzt beschwören, schon wert sein:

“And so, whatever happens next, the situation in Syria will get worse before it gets better.”

Syrer stehen eben dem Frieden auch im Weg, wenn auch aus anderen Gründen als die Israelis.

Outcome of a bad deal

14. Juli 2015, von Administrator

The lifting of restrictions ensures that Iran will be no further from achieving nuclear weapons status than it is today. Nothing has been rolled back. None of the initial Western demands, whether regarding enrichment, the number of centrifuges, the extent of inspections, or the timetable for lifting sanctions have been met. Iran will now have access to the latest technology, to international trade, and, most important, to billions of dollars. Estimates of Tehran’s financial windfall range as high as $150 billion. Even if the actual figures are no more than $50 billion, that sum is enough for Iran both to modernize its infrastructure and double, perhaps triple its financial support for terrorist activities, which currently is estimated to cost the Islamic Republic less than ten billions dollars. The prospects for a peaceful outcome in Syria, or Yemen have diminished markedly. Hezbollah’s fortunes have skyrocketed. And the threat to Bahrain and Saudi Arabia’s Eastern Province has become far more ominous.

What of Israel and the Sunni Arab states? The former has both the defensive weapons and the offensive power to deter Iran. Still, whether it will attack some or all of Iran’s sites remains an open question. What is far less doubtful is that several of the larger Sunni states — Saudi Arabia, the United Arab Emirates, Egypt, and Turkey — will probably go nuclear. The Middle East has just become far more dangerous than it was a day ago. And the Obama administration has no one to blame but itself.

Source

Jinda Day Care Center for Yazidi Girls inaugurated in Iraqi-Kurdistan’s Dohuk

12. Juli 2015, von Administrator

Wadi Dohuk inaugurating the center

On July 9th the Jinda Day Care Center for Yazidi Girls was inaugurated in Dohuk. This Center serves as a social and psychological safe haven particularly for women who were forced into slavery by the IS, but were able to escape.

In Kurdish Jinda means ‘re-live’ and in this sense the organizers of the center aim to “give a new life” to all women and girls who are affected by the war.

The Jinda center run by WADI Dohuk and supported by UNICEF is  offering these women a space and a variety of classes such as computer, hairdressing, handicraft and language classes. Thus, women who feel ready, can acquire new skills they will need if they stay on in the cities of Iraqi Kurdistan where they have found refugee.

Currently Wadi is caring about 300 girls, who were abducted by ISIS and abused but managed to escape.

Representatives of UNICEF and the Dohuk Governorate were present during the inauguation as well as the Italian Consulate General. This project is funded by the Italian Government.

13,50 $ im Monat zum Leben

07. Juli 2015, von Administrator

Einmal mehr wurde die Hilfe für syrische Flüchtlinge gekürzt:

Die Karte sei früher 30 Dollar wert gewesen, dann nur noch 19 Dollar, sagt al-Assaf. Pro Person seien also elf Dollar gestrichen worden. Die verbleibenden 19 Dollar seien aber nicht genug für einen ganzen Monat: “Gegen Mitte des Monats ist man nicht mehr in der Lage, drei Mahlzeiten pro Tag zu haben. Ja, die Lebensmittelsachen sind im Lager unser Hauptnotwendigkeit.” Seit Monatsbeginn musste das WFP den Wert E-Card sogar von 19 auf 13,50 Dollar pro Person und Monat verringern.

Nur 19 Prozent der Finanzmittel stehe für die Flüchtlingshilfe in den überlasteten Nachbarländern Syriens zur Verfügung, erklärte das WFP. Bis September benötige man 139 Millionen Dollar, um den syrischen Flüchtlinge in Jordanien, im Libanon, in der Türkei, im Irak und in Ägypten weiterhin helfen zu können.

Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/wfp-syrien-101.html

Wadi-Newsletter Juli 2015

30. Juni 2015, von Administrator

Liebe Freunde und Freundinnen von WADI,

seit fast 10 Jahren engagiert sich WADI gegen weibliche Genitalverstümmelung in Irakisch-Kurdistan. Seit drei Jahren haben wir mit unserer Kampagne Stop FGM Middle East gemeinsam mit Hivos den Kampf gegen diese Menschrechtsverletzung in anderen asiatischen Ländern aufgenommen.

Im Nachbarland Iran laufen inzwischen zahlreiche Aktivitäten. Laut einer aktuellen Studie sind in den Provinzen West Azerbaijan, Kurdistan, Kermanshah and Hormozgan 40-60% der Frauen genital verstümmelt.

Wir haben die Veröffentlichung der Studie zum Anlass genommen, die UN aufzufordern, endlich Iran auf die Karte der von Genitalverstümmelung betroffenen Länder zu setzen.

Presseerklärung: FGM in Iran needs to be put on international agenda

Unsere Erklärung wurde von mehreren internationalen Medien aufgegriffen, die auch über einige einzigartige Projekte im Iran berichteten, etwa vom Weekly Standard: Confronting FGM in Iran and Iraqi Kurdistan

 

 

Im Irak konnten wir im vergangenen Jahr dank der Unterstützung von UNICEF Mitarbeiterinnen für sechs weitere Mobile Teams schulen.Diese Teams klären nun in allen Gebieten der autonomen Region Kurdistan über die Gefahren von weiblicher Genitalverstümmelung auf.

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Saddams Erbe

29. Juni 2015, von aus dem Netz

Iraqi forensic teams in the southern province of Basra have found a mass grave containing 377 corpses apparently killed during the 1991 Shiite uprisings against Saddam Hussein’s dictatorship, said Iraqi human rights officials Sunday.

A statement released by Mehdi Tamimi, an Iraqi government human rights officer, said that the mass grave was found in the east of Basra province. According to Tamimi, the grave is the second biggest mass grave ever found in southern Iraq.

“The first stage of exhuming bodies has been initiated. Bodies are mainly believed to be women and children,” Tamimi said, adding that the forensic teams need larger budgets for further excavations.

According to Tamimi, there are more than 40 mass graves in Basra province. He emphasized the importance of preserving graves in order for them to be documented properly.

Quelle

Ziel erreicht

28. Juni 2015, von Thomas von der Osten-Sacken

Ein IS- Anhänger spricht:

Was will der Islamische Staat mit so einem Anschlag in Tunesien bezwecken?
Sie wollen die tunesische Wirtschaft kaputt machen, die auf Tourismus basiert. Dann wird der Staat destabilisiert und sie können das Volk gewinnen.

Und sie haben Erfolg:

Nach dem verheerenden Anschlag auf Touristen in Port El Kantaoui verlassen Tausende Urlauber das Land. Bis Sonntag wollten britische Reiseveranstalter 2500 Touristen heimbringen, der belgische Anbieter Jetair sprach von 2000 Urlaubern. Der Reiseveranstalter Tui rechnet damit, dass insgesamt 250 deutsche Urlauber ihre Ferien dort abbrechen werden. „Bis zum Sonntagabend werden wir rund 200 Gäste ausgeflogen haben“, sagte ein Sprecher des Unternehmens an diesem Sonntag in Port el Kantaoui.

Bei den Einheimischen ist das Entsetzen groß. Viele Tunesier können es nicht fassen: Erst im März kamen bei einem Anschlag auf das Bardo-Nationalmuseum in Tunis 21 Touristen ums Leben. Am Freitag dann wurden 38 Menschen bei dem Hotel-Attentat in Port el Kantaoui getötet – die meisten davon Urlauber aus Großbritannien und anderen europäischen Ländern. Auch ein Deutscher zählt zu den Opfern. Dass nun zahlreiche Touristen das Land erst einmal meiden, verstehen viele Tunesier. Zugleich bangen Hotelangestellte, Händler und andere Abhängige um ihre Zukunft. „Das ist ein tödlicher Schlag für den Tourismus“, sagt Ali Soltani, Händler in der Altstadt von Sousse. „Das ist mehr als eine Katastrophe, es gibt nun für mehrere Jahre keine Hoffnung“, sagt er. Auch der Kupferschmied Kamel Ben Sadok zeigt sich pessimistisch. „Ich habe gar keine Lust mehr zu arbeiten“, sagt er. „Seit gestern fühlen wir uns wie Dummköpfe, die nichts tun können.“

No specific measures

24. Juni 2015, von Thomas von der Osten-Sacken

As former ambassador to Syria Robert Ford testified to the House committee, a failure to act won’t affect only Syria: “The international consensus against (chemical weapons) use forged after the horrors of the First World War is being eroded with each new chemical attack,” he said. “This is a risk to our own soldiers’ safety and our broader national security.”

No matter: “I don’t have any specific measures here that I can lay out for you” to stop the chlorine attacks, said State Department spokesperson John Kirby. Tell that to the families of the children whose lungs are being burned away.

Quelle

Wadi’s June Newsletter: Help for Yazidi Refugees

03. Juni 2015, von Administrator

Dear Friends,

More than 700 Yazidi girls and women were able to escape from the so-called „Islamic State“ and are back in Iraqi Kurdistan. They have made the most gruesome experiences of continuous rape, beatings and starvation as punishments. Children not older than nine years were sold as brides to IS fighters.

WADI has been supporting ISIS escapees since last November. They are highly traumatized, many are only opening up and speaking about their experiences after many weeks of not talking to anybody. Our mobile women teams visit the girls and women regularly and help them cope with the trauma but also assist with daily needs. They accompany them to the market to buy clothing and other necessities, organize doctor visits and consult with them in case of pregnancy. They listen to their sorrow and organize outings for leisure. Read more about our Help for Yazidi women and girls.

This work was made possible with private donations. Thank you for this to all our donors!

yezidi

 

Members of Wadi’s Mobile team playing with Yazidi refugees children

The Yazidi women continue to need your support – and luckily more and more of those more than 3000 women in ISIS captivity are able to escape and return to Iraqi Kurdistan. In order for WADI to assist these women we still need donations for outings and transport. You can donate here, subject line „Yazidis“. Lies den Rest des Artikels »

Supporting a school for children of Syrian Refugees

01. Juni 2015, von Administrator

WADI has a special relationship with the complex and its youngest and cutest inhabitants, because the accountant of WADI, Kumry Alferha, who herself is a refugee from Syria and came to Suleymaniah in 2004, is taking a lot of care about these children.

Earlier in the year, the eager pupils received clothes from WADI and now, on the last day of school they were waiting, wide eyed and hopeful for their end of school year gifts. The fifth and sixth grade boys received footballs while the girls received bracelet-making kits. The younger pupils received dolls and big toy trucks. To top off this joyous occasion, each child and teacher were handed tasty sweets especially ordered for them. The children, sometimes trilingual (speaking Kurdish, Arabic, and English) were very grateful for this little gesture – to some it may not seem like a big deal, it means the world to children who are trying to achieve the unachievable and find some semblance of stability in an unstable world.

Children should not have to worry about what to wear for school, where to obtain their school books and whether or not there will be enough teaches at school to guide them through their day.

Another pressing issue related to this, is that most of the children have missed out on two years of schooling due to their status as Syrian refugees. Lies den Rest des Artikels »

Iranian singer about FGM and child marriage

28. Mai 2015, von Administrator

Watch this heartbreaking video by the Iranian Kurdish singer Chiman Rahmani. Female Genital Mutilation is still practiced on girls in Iran today. It is prevalent in the Southern province of Hormozkhan and in the Western provinces Kurdistan, Kermansheh and some areas of Western Azherbaidshan. Official statistics report thousands of cases of child marriage. Chiman Rahmani is herself from Kermansheh:

Lethargie

27. Mai 2015, von aus dem Netz

American lethargy is especially evident in Syria. The potential consequences of getting Syria wrong are serious. What happens could undermine efforts to contain ISIL in Iraq, and could create a situation in which Washington finds itself a prisoner of the Middle East, despite Mr Obama’s aim to ensure the contrary.

It is remarkable that even as the regime of Bashar Al Assad has started to collapse, the Obama administration still has not formulated a clear Syria policy. Instead, it has slogans and a vague plan to train Syrian “moderates” to fight ISIL, a foolish scheme that is bound to fail, particularly as the dynamics of the Syrian conflict shift to removing Mr Al Assad.

Nor has the United States shown much conviction in advancing this strategy. The force it is organising has taken for ever to be armed and trained. The Americans want combatants who will fight ISIL, believing, naively, that if the Assad regime begins disintegrating, these men will continue to serve American interests and not seek to be in on the kill of the regime.

Far more disturbing is that the Obama administration appears to have taken no well-defined positions on what should happen once Mr Al Assad goes. His exit may not be imminent, but as the regime loses ground in the north, south and east, due to the Syrian army’s inability to mobilise enough troops, Mr Al Assad’s days appear to be numbered.

Quelle