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<title>Helfershelfer</title>
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        <p>&nbsp;</p>
        <p><a href="#" onClick="history.back()"><img src="../../img/textback.gif" width="38" height="25" border="0" alt="zur&uuml;ck"></a></p>
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      <div class="text"> 
        <h2><br>
Helfershelfer</h2>
        <h4> Multikulti und Islamismus</h4>
        <p>von Thomas von der Osten-Sacken </p>
		<table width="150" align="right" height="43" class="noprint">
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<div align="right"> <a href="http://www.jungle-world.com/" target="_wadiout"><img src="../../img/logos/jungleworld.gif" width="140" height="33" alt="http://www.jungle-world.com/" border="0"></a></div>
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		<p>Eine Ursache der Terroranschl&auml;ge in London ist, folgt man der Argumentation britischer Konservativer, schnell gefunden: jenes Konzept von Multikulturalismus, auf das man auf der Insel so lange stolz war. Als Anfang der neunziger Jahre in Deutschland Asylbewerberheime brannten, wurde h&auml;ufig noch auf die weitgehend erfolgreiche Integrationspolitik der Briten verwiesen, auf jenes vermeintlich friedliche Nebeneinader unterschiedlichster migrantischer Kulturen.</p>
        <p>Die Kehrseite tritt nun zu Tage: &raquo;Die ganze arabische Welt war zu gef&auml;hrlich f&uuml;r mich geworden, deshalb ging ich nach London.&laquo; Wer dies sagte, ist nicht etwa ein k&auml;mpferischer Liberaler, sondern Yassir Sirri, bekennender radikaler &auml;gyptischer Islamist. Und entsprechend entwickelte sich keineswegs jener aufgekl&auml;rte und gem&auml;&szlig;igte Euro-Islam in London, wie ihn sich Bassam Tibi seit Jahren w&uuml;nscht, vielmehr sammelten sich hier und in anderen europ&auml;ischen Metropolen jene Hetzer, denen der Boden in der arabischen Welt zu hei&szlig; geworden war. In Europa f&auml;nden sie unter Immigranten der zweiten und dritten Generation, meint Olivier Roy, der Verfasser des Buches &raquo;L&rsquo;Islam mondialis&eacute;&laquo;, ihre radikale und tatbereite Anh&auml;ngerschaft.</p>
        <p>Zugleich war es die Gattin des britischen Premiers, Cherie Booth, die als Rechtsanw&auml;ltin der aus Bangladesch stammenden Sch&uuml;lerin Shabina Begum zu ihrem Recht verhalf, gegen den Willen der Schulleitung w&auml;hrend des Unterrichts ihren Hijab, der den ganzen K&ouml;rper verdeckt, zu tragen. Das oberste englische Gericht verf&uuml;gte zugleich mit Berufung auf die europ&auml;ische Menschenrechtskonvention, dass der Schuluniformzwang, der einst die soziale Herkunft der Sch&uuml;ler unkenntlich machen sollte, aufgehoben und stattdessen fortan der islamische Schleier in englischen Schulen getragen werden d&uuml;rfe. Ausgerechnet Blairs Gattin feierte das Urteil als &raquo;einen Sieg f&uuml;r alle Muslime, die ihre Identit&auml;t und Werte (&hellip;) bewahren wollen&laquo;.</p>
        <p>Angesichts eines solch verstandenen Multikulturalismus f&auml;llt es heute Konservativen wie dem Tory-Abgeordneten Ben Johnson leicht, das ganze Konzept &raquo;Multikulti&laquo; f&uuml;r gescheitert zu erkl&auml;ren und nach einer Re-Britannisierung zu rufen. &raquo;Wenn Britishness bedeutetet, Hasspredigern in Moscheen das Handwerk zu legen und Frauen nicht als zweitklassige B&uuml;rger zu behandeln, soll es so sein.&laquo; Nun hat die Befreiung der Frau mit deutscher Leitkultur so wenig zu tun wie mit Britishness, sehr wohl aber mit Ideen, die schlicht besagen, dass jeder Mensch qua Natur frei und gleich sei. Eine Idee, die eigentlich so selbstverst&auml;ndlich sein sollte, wie die, dass es keiner Fatwa bedarf, um den Massenmord an Zivilisten als Verbrechen zu verurteilen.</p>
        <p>Solange aber die radikale Linke, angef&uuml;hrt vom Freund Saddam Husseins, George Galloway, und dem Israelhasser und B&uuml;rgermeister von London, Ken Livingstone, offen mit den Islamisten im Kampf gegen Imperialismus und Zionismus fraternisiert, das linksliberale Establishment sich um die Zukunft eines Multikulturalismus sorgt, der den Einzelnen nur als Teil von kollektiver Identit&auml;t wahrzunehmen vermag, und Konservative christlich-abendl&auml;ndische Werte st&auml;rken wollen, bleibt dieser Universalismus auf der Strecke.</p>
        <p>So ist Shalom Lappin, Professor am King&rsquo;s College, aus ganzem Herzen zuzustimmen, der k&uuml;rzlich warnte, dass der islamische Terror vor allem eine Folge habe. Statt sie angesichts der jihadistischen Bedrohung zu verteidigen, machten Linke und Rechte gemeinsame Sache gegen die &raquo;Grundlagen der offenen und freien Gesellschaft&laquo; und w&uuml;rden damit zu Erf&uuml;llungsgehilfen der Jihadisten.</p>
        <p><br>
          <em>erschienen in: Jungle World 30 vom 27. Juli 2005</em></p>
        <p></p>
      </div>
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